Beiträge von terriers4me

    Als Buch ist das hier sehr empfehlenswert:

    ...und die Wurfgröße ist wohl eher "Verhausschweinung", also eine Degeneration im Haustierstand.

    Ohne menschliche Intensiv-Nachhilfe würden kaum mehr Welpen überleben, als Zitzen vorhanden sind, und für Wildtiere wäre die Veranlagung für sinnlose Riesenwürfe also 1. ein Überlebensrisiko, weil sie nutzlos viel zu viel Kraft kostet und würde wohl 2. auch nicht so leicht weitergegeben werden können wie bei Haushunden, weil die Überlebenschance für Mutter und Welpen viel geringer wäre.

    Zu diesen Riesenwürfen neigen übrigens vor allem große Rassen - bei kleinen Terriern ist sechs schon eine sehr ansehnliche Wurfgröße.

    Na klar kann das sein, sogar sehr gut.

    Ich habe jetzt seit -zig Jahren zum ersten Mal einen Hund, der sich überhaupt für "künstliches" Spielzeug interessiert, aber auch nur auf dem Grundstück. Die anderen vier fanden alles außer einem schönen Zerrspiel unsäglich blöde und schmissen dir Blicke zu, die das auch sehr deutlich zeigten. Draußen kam sowas erst recht nicht in Frage, da waren sie viel zu sehr mit Ernsthaftem beschäftigt. Ein kleines Ranruf- Abliege- Spring- oder Balancierspielchen war auch noch in Ordnung, wenn's sich gerade anbot. Aber wenn du sie bei der Arbeit im Revier (Zeitunglesen, Markieren, Mäuseschnüffeln und alles zwischen Schlendern und Rennen) mit dem Anbieten von Spielkram gestört hättest, hätte es höchstens einen mitleidigen Blick gegeben.

    Ich finde dieses "Desinteresse" draußen, was ja eigentlich keins ist, sondern stattdessen Interesse an den "echten" Hundegeschäften statt an menschengemachtem Ersatz, also völlig normal und wundere mich immer, wenn ich hier lese, was unterwegs alles aufgeboten wird - uns haben, gern auch mal lange, Spaziergänge mit "Naturprogramm" bisher immer gereicht. Da die Hunde sehr entspannt nachhhause kamen/kommen, gehe ich auch nicht davon aus, daß sie "unterfordert" waren.

    Kommt drauf an: Muß mein Hund wirklich dringend und ist vielleicht sogar krank, spring ich SOFORT. Zum Glück heute nur noch in den Garten. Früher hatte ich dafür in jedem Verdachtsfall tatsächlich die Klamotten griffbereit am Bett.

    Will der Hund aber bloß Action, laß ich mir Zeit, wenn ich überhaupt aufstehe. Zum Glück war das bisher immer gut zu unterscheiden: Der "Hilfe, es ist dringend"-Alarm ist bei all meinen Hunden leiser, aber sehr viel eindringlicher ausgefallen als das aufgekratzte "Ich hab Katze/Ratte/Igel draußen gehört und möchte SOFORT nachsehen".

    Dieses gequält wirkende, wirklich dringende Fixieren können sie ja nicht spielen - und ja: sobald das im Spiel ist, lasse ich alles andere stehen & liegen.

    MaYaL,

    die Hunde sind auch super (für mich war das ein erfüllter Traum, da mal einen Welpen zu kaufen), aber eben noch sehr, sehr ursprünglich - also große Jäger. Von den Schönheitstiteln darf man sich da nicht täuschen lassen, die gehen die ganze Saison lang regelmäßig auf Fuchs & Sau, und entsprechend ist meine drauf, athletisch bis zum Geht-Nicht-Mehr. Gottseidank gut zu handeln, weil sie auch ein sehr kooperatives Temperament hat, aber manchmal echt eine Rakete.

    Nochmal Gottseidank sind Foxterrier generell sehr vielseitig (Jack Russel hatte seine letzen beiden auch nur noch zum Sofaliegen) und machen so ziemlich alles mit, solange es nicht langweilig wird.

    Wir geben da ja immér fürchterlich gern mit unserem "kleinen Onkel" Chilli an, dem Wurfbruder der Mutter meiner Hündin. Der ist wirklich ein Muster an Terrier-Vielseitigkeit, macht alles vom Jäger bis zum Werbestar - und jetzt hat er auch noch Gesellschaft:

    http://www.chillis-block.de/