Danke, ich geb's an die Hunde weiter. Mit diesen Viechern hat man wirklich regelmäßig das Gefühl, in einem skurrilen Comic zu leben. Unwiderstehlich, und es scheint ein enormes Suchtpotential zu haben.
Beiträge von terriers4me
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Meine Freundin hat einen Hund dieses Typs, einen HSH-Mix, der aussieht wie ein ziemlich reinrassiger Estrela-Berghund, etwa so:
http://www.reperros.com/caracteristica…rra-da-estrela/
Dieser Rüde ist ihr so eng verbunden, wie ich es kaum je erlebt habe, reagiert praktisch auf ein Augensignal von ihr und is,t egal wo, ihr souveräner Schatten.
Aber: für diesen Hund gibt es nur einen einzigen Menschen auf diesem Planeten, der zählt: sein Frauchen. Er ist gleichermaßen liebenswürdig und freundlich zu Mensch und Tier, aber sobald er auch nur kurz ohne sein Frauchen ist, legt er sich hin und hört einfach auf zu leben, bis sie wiederkommt.
Er läßt sich dann sogar ganz freundlich von anderen vor die Tür bringen, aber er verhält sich, wie der Hund, den du beschreibst: als wären sie nicht da. Er erledigt, was er muß, geht wieder rein und wartet auf seinen Menschen. Punktum.
Diese enorme Halterbezogenheit soll ein typisches Merkmal dieses da wohl untypischen HSH-Schlages sein - vielleicht hast du da einfach das Pech, (noch?) nicht der Richtige zu sein?
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Lissy,
wir haben es, auf TA-Rat, beide Male erstmal mit den Zufüttern versucht, und, weil es beide Male so schnell angeschlagen hat, nichts weiter gemacht. Wär das nicht so fix gegangen, wären wir wieder beim TA gewesen.
Wenn deine Hündin noch vergleichsweise jung ist und Bandwurdm plus dicker Wurmkur hinter sich hat, kann da schon eine Ursache liegen: In dem Alter bauen sie die Darmflora noch auf, und wenn die dann auch noch durch Parasiten & Wurmkur gestört wird, kann da schon mal was fehlen, Enzyme zum Beispiel ,die sie sich dann per Kot zu besorgen versucht.
Übrigens hat meine Hündin, als sie nach einem EHEC-Infekt und einer Woche Antibiotika aus der Klinik kam, nach einem Jahr Pause plötzlich sogar versucht, den eigenen Kot zu fressen. Da gab's dann, wieder nach Rücksprache mit dem TA, Symbiopet für die Darmflora und, sobald sie's wieder vertrug, grünen Pansen. Das Kotfressen hörte schnell wieder auf. Es war also ein Versuch gewesen, die kaputte Darmflora irgendwie wieder in Gang zu bekommen.
Es gibt sicher Hunde, bei denen sowas irgendwann pure Angewohnheit ist, aber in den meisten Fällen gibt's eine organische Ursache, zumindest am Anfang. Bevor du also irgendwas so Hirnrissiges wie An den Hinterbeinen-Hochreißen versuchst, was dem Hund nur beibringen wird , bald schneller zu sein als du, ist ein TA der erste Ansprechpartner.
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Nein, bist du nicht - das ausgeprägte Feindschafts-Pflegen ist wohl irgendwie terriertypisch.
Meine frühere Hündin hatte, nachdem sie mit sechs Monaten unprovoziert und ziemlich fies von einem Rauhhaardackel in die Schulter gebissen worden war, acht Jahre lang eine vorrangige Mission: Diese Köter (und NUR saufarbene, blonde waren in Ordnung!) vom Angesicht des Planeten zu tilgen.
Bodenlos peinlich war, daß sie sich dabei als Hauptzielscheibe eine völlig harmlose alte Hündin ausgesucht hatte, die von einem sehr netten, kultivierten alten Herrn in englischem Zwirn ab und zu mal an den Wäldchenrand geführt wurde. Die konnten fünfhundert Meter und weiter weg sein - mein Terrier hob am anderen Waldende einmal die Nase und war WEG wie vom Katapult geschossen.
Ich brauchte dann nur noch dem hysterischen Gekläff zu folgen. Gottseidank war sie insofern ein "real Jack Russel", daß sie eben nicht biß, sondern stellte. Wenn ich dann keuchend anlangte, standen da regelmäßig diese arme alte Dacklin mit dem totalem Dackelblick und ein netter alter Herr, der meine keuchende, aufgelöste Erscheinung mit irgendwas zwischen Mitleid und Genervtheit musterte. Um sie rum raste und kläffte mein Derwisch von Terrier mit gesträubter Bürste, Schnappvorstößen und hysterischem Beutegreiferalarm.
Mir blieb dann nichts weiter übrig, als den blitzschnellen Zwerg regelrecht aus der Spur zu kicken (greifen kann man sowas in der Größe nicht mehr), mit einer artistischen Einlage zuzufassen und mich tausendmal zu entschuldigen. Es passierte natürlich nie was, aber es war so un-glaub-lich peinlich - und für mich leider nie vorhersehbar, weil ich im Gegensatz zu meiner Hündin keinen siebten Sinn für "Dackel im Revier" hatte.
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Das ist wirklich saucool, danke!
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"ich habe noch nie einen Wolf gesehen der auf ein Getreidefeld geht und die Eren abnagt. Oder Ihr ?"
Füchse sind verrückt auf Mais, besonders auf milchreifen, und nagen die Kolben reihenweise an - wenn du das mal sehen möchtest, frag einfach den Jäger deines Vertrauens. Oder sieh dich selbst um, die Fraßspuren sind deutlich anders als die von Sauen.
Das sind nun genauso Caniden wie Wolf & Hund - was also nu?
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Stimmt - seit dieser Zeit weiß ich genau, weshalb solche Hunde als Bullenbeißer so erfolgreich waren...
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Ich fürchte, wenn ein großer Hund wirklich ernsthaft entschlossen ist, einen kleinen zu töten, bleibt dir nur sehr wenig zu tun - das geht zu schnell. Natürlich ist das auch meine untergründige Angst, seit ich auf die Zwerge umgestiegen bin, aber zum Glück sind solche Pyschos wirklich sehr, selten.
Wir haben jedenfalls seit 1995 mit Freiläufern in einer großen, gemischten Hundegesellschaft nicht mehr Ernsthaftes zu verzeichnen gehabt als blutige Ratscher am Airedale und den selbstverursachten Spielunfall eines Russells. Trotzdem habe ich zeitweise, geschockt von der Rücksichtslosigkeit vieler Großhundehalter gegenüber Kleinen oder Ängstlichen, Pfefferspray dabeigehabt - aber das diente nur meinem eigenen Selbstbewußtsein, Benutzt hab ich's nie, inzwischen hab ich's irgendwo versiebt, und, wie gesagt: im Groß-Klein-Ernstfall reichte die Zeit eh nicht.
Die Ernstfall-Beißereien, die ich bis jetzt miterlebt habe, hätte ich nicht trennen können. Bei Terrierhündin(meine) gegen Boxerhündin hat der Besitzer des Boxers seine Hündin am dünnen Kettenhalsband hoch am Hals gewürgt, bis sie röchelte und losließ. Dann hatte ich immer noch reichlich genug zu tun, meine Hündin unter Kontrolle zu kriegen - auseinanderbekommen hätte ich die nie. Boxer-Herrcxhen war ein sehr rustikaler Kapitän und hatte reichlich einschlägige Übung. Ich hab mich nur immer gewundert, daß die Kette nicht riß - aber aus welchem Hafen der Welt die stammte, weiß ich natürlich nicht.
Der zweite absolute Ernstfall, Jagterrierrüde gegen Welshterrierrüde, ging nur dadurch glimpflich ab, daß er im Pferdestall stattfand und die dabeistehenden Männer das Rüdenknäuel mit Decke drüber & Forken drunter in ein großes, tiefes Tränkbecken beförderten und untertauchten. Die beiden Kerle haben wirklich erst losgelassen, als sie in akuter Gefahr waren, zu ersaufen, und nachzubeißen versucht, sobald sie beim Rausziehen irgendwie Luft schnappen konnten.
Aber sowas ist, wie gesagt, die TOTALE Ausnahme, und setzen weiter drauf, daß der Durchschnittsbegegnungshund eher ein netter Tutnix ist.
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Die zippligsten, siffigsten Spitzen schneid ich ab, ansonsten darf es wachsen - viel ist es ja nicht.
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"Mira geht normal an Fini vorbei, dreht sich um und knallt Fini ein paar auf die Nase
Die ist total erschrocken und einfach fiepend rückwärts gelaufen. Kein Bellen, Knurren, Abwehrschnappen oder irgendwas "umgotteswillen - da wäre die Katze hier sehr schlecht beraten. Meine Hündin versucht zwar grundsätzlich, Ärger so lange wie irgend möglich zu vermeiden - aber wenn sie körplich attackiert wird, macht es "klick", und sie geht hysterisch wütend nach vorne, als gäb's kein Morgen. Ich fürchte, es wäre ihr dann auch scheißegal, ob sie ein Auge verliert - die Katze würde sie sich greifen.