Ja, meiner Erfahrung nach definitv.
natürlich lernt jeder Hund hier dieselben Basics, aber WIE er sie lernt, ist schon stark rasseabhängig. Bei den Gebrauchshunde-Typen, mit den ich früher zu tun hatte (da würde ich jetzt den Airedale mit reinpacken), war es viel einfacher, Aufmerksamkeit zu bekommen und zu halten - denen reichte es eigentlich schon ,daß ich da war, um mich und meine Wünsche in den Focus zu stellen.
Die Russel-Berufsjäger tickten dann von Anfang an anders. Nicht, daß es ihnen an Grips oder erst recht dem berühmten will to please gemangelt hätte, im Gegenteil - aber es war immer klar, daß es für sie zeitweise Wichtigeres auf der Welt gab als meine Anweisungen: Sie waren viel leichter ablenkbar, viel explosiver, viel reaktionsschneller, viel mehr umwelt- statt führerbezogen, in einem Maße "auf Umwegen" funktionierend, das ich von anderen Hunden nicht kannte. Kurz:sie waren schon als Babys genau so, wie der erwachsene Hund dann ja auch sein soll.
Und wo ich einem der eher biederen, derberen Hundetypen dann auch mal deutlich sagen konnte: "Bis hierher und nicht weiter!" und der Kleine richtete sich danach, erntet man da bei den Russells eher ein Angstpinkeln plus "Nachdenken": die machen dann trotzdem, was sie vorhatten, nur eben nie wieder konfrontativ, sondern auf einem cleveren Umweg - auch das genau so, wie sich der erwachsene Hund im Fuchsbau verhalten soll.
Meiner bescheidenen Erfahrung nach sind Hundetypen schon vom ersten Babyalter an nicht nur individuell ,sondnern auch rassetypisch unterschiedlich, und insofern würde ich da auch schon bei den Basics Unterschiede machen. Das Ziel ist natürlich für alle identisch - aber die Wege dahin können durchaus verschieden sein.