Das stimmt wirklich: Lernprozesse sind um so wirksamer, je weniger Ärger es gibt. In diesem Fall hätte ich meinem Hund schon bei den Aufreite- oder sonstigen Anrüpelversuchen eine Abkühl-Leinenpause bei mir verordnet und gleich die Gelegenheit genutzt, ihn dann für sowas wie ruhiges Beimirsitzen zu loben & zu belohnen. So, wie's gelaufen ist, hat er eher nicht verstanden, was denn nun falsch war und wird sich den nächsten angeleinten Kollegen eher wieder greifen.
Übrigens: Ich sag das nicht etwa aus grauer Theorie. Ich hab hier auch eine "Rüdin", die bei angeleinten Begegnungen auch gern mal das Gesetz in die eigenen Pfoten nähme. Da helfen wirklich nur ganz klare Vorgaben. In eurem Fall wäre das also nicht ein nettes "wir gehen weiter, Momo", was sich der Knabe ja offenbar schon als "Jetzt oder nie, also: Attacke, Momo!" übersetzt, sondern eher so etwas wie ein sofort (!) eingefordertes "Fuß, Momo". Übersetzt also: "Du hast jetzt eine Aufgabe, und ICH kriege auf der Stelle deine Aufmerksamkeit - nicht etwa der andere Hund!"