Beiträge von terriers4me

    Wenn du das Gefühl hast, er hat gemerkt, daß das FALSCH war und ist sonst sehr soft, würde ich's jetzt einfach als "shit happens" abhaken und darauf vertrauen, daß er aus deiner Reaktion gelernt hat und nicht nochmal auf so eine blöde Idee kommt.

    Macht er's allerdings nochmal, würde ich ihn mir schnappen und ihm ernsthaft erklären ,daß du sowas nicht erleben möchtest. Sprich: Er würde einen dermaßenen Anschnauzer kassieren, daß ihm sehr klar wird, daß er da eine Grenze überschritten hat. Wobei es übrigens nicht darauf ankommt, groß rumzutoben oder dich aufzublasen, sondern es WIRKLICH ernst zu meinen und entsprechend überzukommen - dafür haben Hunde ja einen echten siebten Sinn.

    Ich weiß nicht so recht - Ausrutscher? Das war doch nicht mitten in einer wilden Klopperei?

    Ich find's schon kraß - keiner meiner eigenen/Gasthunde hat mich je so gebissen ,daß da was zu sehen gewesen wäre, und keiner meiner eigenen hat überhaupt je so nach mir geschnappt. Die kleine Hysterikerin ist zwar mal rumgefahren, als ich sie aus einer Klopperei gezogen habe und hatte meine Hand im Maul, hat aber nicht zugefaßt - die konnte also selbst in dieser Situation noch unterscheiden und entsprechend reagieren.

    Einer, von dem ich solche Reaktionen allerdings bestens kenne, war der alte Jagdterrier: Der ließ seine üble Laune tatsächlich gern an Menschen aus oder wies sie so zurecht, wenn ihm was nicht paßte - sofern die sich das gefallen ließen. Sein Frauchen, die dann achselzuckend sagte "Er ist eben jähzornig", kriegte regelmäßig die Klamotten zerfleddert, bei uns, die wir ihn in gerechtem Teenager-Zorn für so einen Übergriff zusammenstauchten, ließ er's nach diesem Austesten komplett sein.

    Das hat mir schon zu denken gegeben - insofern würde ich den beschriebenen Falle weniger als Ausrutscher, sondern eher als "Versuch macht klug" einstufen und dem jungen Herrn ganz klar machen, daß es so nicht läuft.

    Mein lieber Schwan...äh..Terrier, ich wunder mich hier gerade sehr: Seht ihr das wirklich so locker?

    Normal, schlechter Tag, Terrier sind so - und das bei einem "Verpiß dich!" an den eigenen Menschen, das sogar sichtbare Spuren hinterläßt? "Terrier" ist doch kein Synonym für "schlechtes Benehmen freigegeben"?

    Hier gibt's 1/3 der Ration mittags, 2/3 abends, auf einmal wär das frische Futter zuviel Volumen. Bedarf hätte der Hund eigentlich immer, vor allem an grünem Pansen...

    Gute Mitarbeit draußen wird natürlich mal mit einem kleinen Happen honoriert, "erarbeiten" eines Teil der Ration fällt flach: einmal würde der ohnehin schon elektrische Hund unter diesem Streß total abdrehen sich auf nix mehr anständig konzentrieren können als auf den knurrenden Magen. Zum anderen braucht die kleine Rakete zum Fressen Ruhe und danach eine Pause, bei Action kommt's gern alles wieder hoch - sowas wäre also gleich in doppelter Hinsicht kontraproduktiv.

    Wir fahren also mit festen Zeiten & Ritualen deutlich am besten.

    Dabei ist das doch ganz einfach mit dem "Platz": Der Terrier möchte nur das geeignete Ambiente: komfortablen Untergrund und bißchen Papier zum K(l)auen! Dafür macht meine dann sogar Superplatz und wird so lang wie eine Anakonda. Am liebsten natürlich, wenn ich gerade nicht hingucke, weil: so richtig erlaubt ist das ja nicht...


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    GENAU so würde ich das auch sehen!

    Wenn ich heute ein Pferd (und oder einen selbstgezüchteten Welpen) verkaufe, bin ich schließlich auch in einer gewissen Gewährleistungspflicht: Lüg ich dem Käufer das Blaue vom Himmel vor, verschweige zum Beispiel, daß das Tier Allergiker ist, muß ich dafür geradestehen. Ist auch richtig so, schützt nämlich das Tier in gewissem Maße vor falschen Händen.

    Ich sehe nicht den geringsten Grund, aus dem das Etikett "Tierschutz", das sich im Hunde-Importgeschäft jeder selbst zulegen kann, von dieser Pflicht zur Aufrichtigkeit befreien sollte? Es ginge ja schließlich um NICHTS weiter als um stinknormale Ehrlichkeit zwei Lebewesen gegenüber: dem Hund und dem neuen Halter.

    Dann muß es in den Beschreibungen eben schlicht und ehrlich heißen "Überraschungspaket, eventuell mit dem & dem rassebedingten Potential. Mehr können wir in der jetzigen Situation nicht beurteilen, und Sie müssen sich überlegen, worauf Sie sich einlassen."
    Wenn sich dann niemand für diesen Hund findet (im Umkehrschluß: wenn er, genaugenommen, nur mit blumigen Märchen an die Frau zu bringen wäre), besteht eben auch kein Importbedarf.

    Ins Land schaufeln und sich dann mit "Ist eben so - was haben Sie denn erwartet?" in die Büsche drücken, ist schlicht NICHTS weiter als ein Geschäft auf Kosten anderer. Und wenn das Geld nicht für Ehrlichkeit, Für- und "Nachsorge" reicht, dann kann man eben auch keine Hunde importieren - so einfach ist das. Oder, wenn man es doch tut, sollte man zumindest vorher klarstellen, daß da nicht mehr Service inbegriffen ist als beim Kofferraum-Händler auf dem Polenmarkt. Dann weiß jeder Käufer, was Sache ist, und dann gibt es tatsächlich hinterher kein Recht auf Beschwerden.

    Mit Lebewesen zu handeln, ihr Schicksal zu bestimmen, egal, aus welchem Motiv, kostet nun mal Geld. Genau die Rechnung, der sich jeder seriöse Züchter stellen muß, genau der Tierschutz, der zum Handel mit Lebewesen gehört - weshalb gilt das plötzlich ausgerechnet dann nicht mehr, wenn man sich selbst "Tierschützer" nennt und das egofördernde Geschäft "Retten"? Werd ich nie kapieren!

    Der Rat, lieber den jungen Hund wegzugeben, war weder heftig noch anmaßend. Der war schlicht realistisch, denn der ist der von den beiden, der noch alle Lebenschancen hat.

    Den zuerst geholten alten Hund, schwierig, krank, mit mehrfacher Beiß-Vorgeschichte und jetzt schon wieder in Verhältnissen, die ihn sicher nicht stabilisieren werden, nimmt nämlich keiner mehr freiwillig, vermutlich kaum noch ein TH.

    Was soll also, nüchtern betrachtet, denn bitte aus dem werden, wenn ihn die TS nicht zurücknimmt?

    Eigentlich ist die Antwort doch ziemlich klar, oder?

    Du suchst ein neues Zuhause für den Welpen, der noch leicht vermittelbar sein dürfte, und kümmerst dich um den schwierigen Flash. Der war zuerst da. Den hast DU ins Haus geholt, für den hast DU ursprünglich die Verantwortung übernommen, ganz freiwillig und ohne daß dir jemand eine Knarre an den Kopf gehalten hätte - und jetzt steckst du nun mal in dieser Verantwortung und mußt ihr gerecht werden. Die hat man ja nicht nur in guten Zeiten.

    Ob der Hund nun "will to please" hat oder nicht, ob du lieber einen putzigen Welpen hättest oder nicht: Du hast Flash in in diese Lage gebracht, also ist es jetzt auch an dir, ihm erstmal sofort aus der Sch*** zu helfen. Und sei es mit dem Weg ins Tierheim, bevor ihm ernsthaft was passiert.