Beiträge von terriers4me

    Designerhund, Elo oder sonstwas Phantasievolles ist ja zumindest noch recht ehrlich, da weiß jeder Käufer, woran er ist. Sowas wie Retro-Mops, der in Wirklichkeit ein Terriermix ist, find ich da schon deutlich krasser, weil's unter falscher Flagge, vielmehr: falschem Rasse-Markenzeichen segelt.

    Nur das eine noch zum Thema totale Ahnungslosigkeit über den Mixpartner: die läßt sich hier ausnahmsweise gut nachweisen. Der Russell hat ja bekanntlich einen "Bruder", der seit etwa 120 Jahren getrennte Wege geht: den Foxterrier.

    Gleiche Ahnen, ehemals gleicher Hund, aber der Fox ist seit etwa 1900 den Weg in die Show- und Familienzucht gegangen. Er war, mit allen negativen Folgen, Modehund, ist also auch massenvermehrt worden, und wird seit mehr als einem Jahrhundert nur noch in einigen Gebrauchslinien auf Jagdtauglichkeit selektiert. Ansonsten eben absolut nicht.

    Folgt man eurer Theorie, müßte der ursprüngliche Jagdtrieb für den Foxl also längst nur noch eine blasse Erinnerung sein. Das sieht in der Praxis aber komischerweise vollständig anders aus - und während hier 120 Jahre Showzucht kaum was verändert haben, geht das bei euch nicht nur "schnell" , sondern der Jagdtrieb ist sogar gleich "zunichte"?

    Ich geb mir jetzt mal Mühe, da nicht sarkastisch zu werden, aber: erstaunlich ist das schon!

    Da könnten wir sicher seitenweise weitermachen - zum Beispiel über die Frage, wie man in gerade mal 6 Jahren, also über drei Generationen, eine "Rasse" gezüchtet haben will?

    Oder darüber, woher diese Weisheit von der verlinkten Website stammt:

    "Der Parson Jack Russel ist zwar ein Jagdhund, aber seine besondere Jagdpassion ist eine säuberlich züchterisch zu bewahrende Spezialisierung, die anderenfalls schnell zunichte ist."

    ...aber das allein zeugt von einer derart himmelschreienden Unkenntnis (oder soll ich das eher "geschicktes Mix-Marketing"?) dieses Hundetyps, den ihr euch da als "geeigneten" Kreuzungspartner ausgesucht habt, daß wir uns die Mühe sparen können.

    Glücklicherweise kann ja jeder den Hund haben/mixen, den er will, wieviel Sinn eine Kreuzung macht, ist einfach Geschmackssache und Käuferentscheidung - und zumindest, was das Marketing angeht, seid ihr ja bestens dabei. Denn man tau!

    "Übrigens: im Rahmen einer Zucht speziell zu pflegende Merkmale wie eine ausgeprägte Jagdpassion sind schon in den F1-Generationen weitestgehend dahin. Wer in dieser Hinsicht Zweifel hegt, kann sich gern entsprechende Fachliteratur zu Gemüte führen. Laut Malcolm B. Willis in "Genetik der Hundezucht" ist die jagdliche Veranlagung rasseabhängig lediglich zu zwischen 10 und 30 % vererbbar."

    Die Rechnung geht aber in diesem Fall exakt andersrum: Jagdtrieb ist kein speziell angezüchtetes Merkmal, sondern gehört zur genetischen Grundausstattung JEDES Hundes, genau wie vier Beine. Das "speziell zu pflegende" und gepflegte Merkmal des Mopses war ja gerade dessen weitgehende ABWESENHEIT. Ein ziemliches züchterisches Kunststück, aber über Jahrhunderte gelungen.

    Wenn man nun deiner oben angeführten Argumentation folgt, ergibt sich zwingend, daß dieses züchterische Kunststück, diese spezielle Mops-Rasseigenschaft schon bei 70 % der F1-Nachkommenschaft dahin ist: Das sind dann wieder Hunde mit ganz normalem hündischem Jagdtrieb.

    Wenn man dann noch auf die Superidee kommt, eine Rasse mit dem Extra einer sehr ausgeprägtem, also züchterisch gefördertem Jagdpassion zum Mixen zu benutzen, kämen, ebenfals laut dieser Rechnung, überdies noch 10-30 % Superjäger raus. Das heißt: bis zu einem Drittel der F1-Generation hat den Extrem-Jagdtrieb des Terriers, bei bis zu 70 % ist das nichtjagende Mopswesen "weitgehend dahin".
    Kurzum: Das sind einfach normale Wundertüten-Mixe wie alle anderen auch. Wie auch sonst?

    In dem Zusammenhang spricht es Bände, wenn man auf dieser Website noch liest, daß das Erhalten des mopstypischen Haares deutlich Priorität vor dem Erhalten des mopstypischen Charakters hatte. Daß also statt eines charakterlich passenden Gesellschaftshundes mit "unpassendem" Haarkleid lieber der total unpassende Hochleistungsjäger als Kreuzungspartner gewählt wird, damit der Ergebnis bloß in der Mopspackung bleibt - egal, was wirklich drin ist.

    Könnte ziemlich genau das sein, was das Hündchen gerade denkt, während es dieses völlig überflüssige Gemecker an sich ablaufen läßt - inzwischen ist ja auch schon wieder Ruhe...

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    "Was heißt hier "Spinnst du, Stinktier?!"....?
    Wenn du ewig am Rechner hängst und angeblich arbeitest, werde ich's mir bei dem Wetter ja wohl schon mal gemütlich machen dürfen? Und was bitte hat das jetzt wieder damit zu tun, daß ich mich vorhin so nett in diesem herrlichen Igelduft gewälzt habe?!"


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    Mannomann, oder vielmehr: terrieroterrier - machmal frag ich mich echt, wer hier eigentlich die Hausregeln aufstellt....

    Meiner Erfahrung nach hat Getreide definitiv nichts mit Körpergeruch zu tun. Ich füttere seit 16 Jahren frisch, immer mit etwa 1/3 Getreideanteil, und meine Hunde hatten/haben immer auffallend wenig "Hundegeruch".

    Daß sie beide gesund sind, steht fest? Veränderter Geruch ist ja oft das erste Signal dafür, daß irgendwas nicht stimmt, aber das wäre bei zwei Hunden gleichzeitig eher unwahrscheinlich. Es sei denn, sie hätten Nieren- oder sonstige fütterungsbedingte Probleme, etwa wg. zuviel Protein, aber auch das wäre bei zweien gleichzeitig eher unwahrscheinlich.

    Andererseits muß es ja irgendwas sein, was beide gleichermaßen betrifft - oder stinkt nur einer?

    Hier gilt: Hund liebt Holzofen und liegt gerade wieder davor. Unfälle gab's bei 3 Hunden und jeder Menge Besuch in 16 Jahren noch nie.

    Hier Welpe beim Ofen-Erstkontakt - Hund wußte sofort, wozu das Ding da war:

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    Was wir allerdings erstmal üben mußten, war die eiserne Regel: "NIE beim Anzünden ankaspern!!" Welpe nahm meine Hocke jedesmal als Spielaufforderung & sprang mir mit Karacho ins Kreuz - sowas kommt nicht gut beim Feueranmachen.