Der Rückflug hat sich garantiert erstmal erledigt, aber zumindest sitzen sie nach menschlichem Ermessen trocken - allerdings in einem angejahrten Riesenhotel, dessen Zimmertüren elektrisch funktionieren. Hoffen wir mal ,daß die ein vernünftiges Notstromaggregat haben, sonst sind sie jetzt entweder ein- oder ausgesperrt...
Beiträge von terriers4me
-
-
An die Theorie, daß sich Wesenseigenschaften leichter "auskreuzen" lassen als Äußerlichkeiten wie Haarkleid, glaub ich übrigens kein Stück, erst recht nicht mehr, seit uns hier mehrere dieser Mops-Terrier-Mixe, die ihre Besitzer als "Rassmo" bezeichnen, begegnet sind. Ulkigerweise hatte davon bisher keiner mehr Nase als ein Mops, dafür alle deutlich dünnere Beine.
Was dann überhaupt nicht mehr ulkig war, waren die begeisterten Versuche, mit meinem jungen Terrier zu spielen, die bei mehreren dieser Hunde damit endeten, daß die ganz schnell platt auf dem Weg lagen, weil sie zwar brennend gern rasen wollten, das aber körperlich schlicht nicht konnten, weil ihnen zu schnell die Luft wegblieb. Vor allem ein Rüde, der uns öfter begegnet ist, jammerte und jappte seinen Frust dann so dermaßen kläglich raus, daß es nichts als erbärmlich war. (Nur am Rande: der reinrassige Ami-Mops meiner Bekannten konnte jederzeit mit dem Terrier mithalten, ohne solche Szenen)
Nach diesen Begegnungen halte ich Terriertemperament im Mopskörper für eine ziemliche Grausamkeit, und daß das bei diesen Kreuzungen eben auch anfallen muß, wird ja nicht mal bestritten. Aber, wie gesagt: Das ist sicher Geschmackssache!
-
Ich versteh zwar den Sinn der Frage nicht ganz, weil ich garantiert nicht vorhabe, Möpse zu mixen, aber bitte gern:
Wenn es unter allen brachyzephalen Rassen tatsächlich absolut KEINE EINZIGE gesunde, erbsichere "mit Nase"-Linie irgendwo geben sollte, also z.B. weder gesunde Frenchies noch gesunde Boston Terrier, die sich ja als erste Wahl anböten, irgendwo existierten, würde ich mich nach einer Rasse umsehen, die charakterlich besser harmoniert. Wenn ich z.B. dem DSH die Hüften durch Auskreuzen "kurieren" wollte, würde ich dafür ja auch keinen Deutsch Drahthaar aus Leistungszucht wählen, obwohl der sicher Superhüften hat.
Also mit Sicherheit kein Hochleistungsjäger,sondenr ein Hund mit weniger Jagdtrieb, weniger heißem Temperament, weniger problematischem Sozialverhalten und längerer Begeleithundegeschichte als ein Terrier - sei es ein Pudel, ein kleiner Spaniel oder meinetwegen, wenn's etwas härter sein darf, auch Spitz, Schnauzer oder Pinscher. Würde mich jemand mit einer Pistole am Kopf zur Terrierkreuzung zwingen, wäre's immer noch kein JR, sondern eher Border oder Cairn, wegen des um Welten besseren Sozialverhaltens.
Ja - mir ist völlig klar daß die Mixe dann nicht mehr wie Möpse aussehen würden, man sie also über mehrere Generationen hinweg nicht mehr als Möpse verkaufen könnte. Das wär dann die Geschmackssache: Verändertes Aussehen, aber passenderes Wesen würde ich persönlich aber deutlich lieber in Kauf nehmen als eine Mopsverpackung, in der Gottweißwas drin ist. Das erinnert mich nämlich allzusehr an Schönheitszuchten nach dem Motto: "Egal, wie's unter dem Fell aussieht - Hauptsache, die Optik stimmt."
-
ALLES Gute für euch - hoffentlich habt ihr dann endlich Ruhe!
-
pardon - die Antwort ging an Sina!
Die Hündin war übrigens schon als Welpe diejenige, die kaum je spielte, sondern ein sehr ernsthafter, zielgerichteter Arbeitshundetyp war. Ihr Sohn war dann der Eigenbrötler im Wurf - bei beiden war also früh zu sehen, daß ihr Interesse an Zeitvertreib mit Artgenossen sich in engen Grenzen hielt.
Die Mutter der Hündin und Großmutters des Rüden dagegen lebte unglaublich eng mit ihrem Hundepartner zusammen. Er war ein großer, würdevoller DSH/Boxermixrüde, sie ein kleiner Pudelmixquirl, und beide unzertrennlich - ich hab nie wieder ein so harmonisches, entzückendes Hundepaar erlebt.
Es ist also wirlich, wie fast alles, total vom individuellen Tier abhängig.
-
Ja, klar: Sie lebten zwar neun Jahre lang total reibungslos miteinander, aber sie lebten wirklich nur nebeneinander her.
Es gab also weder Spiel noch Kontaktliegen noch irgendwelche "gemeinsamen Aktivitäten" auf Spaziergängen. Sie waren beide hündische Eigenbrötler mit verschiedenen Temeramenten und Hobbys, hatten sich innerhalb der Familie verschiedene Bezugsmenschen gewählt und lebten sichtlich auf, wenn sie mit denen eine Solounternehmung starten durften.
Ärger gab es, wie gesagt, nie auch nur ansatzweise, weil die Hündin so absolut das Sagen hatte, daß da nie Diskussionsbedarf bestand. Daß das ihren Sohn durchaus belastete, wurde klar, als seine Mutter schließlich starb: Der Rüde, damals neun und noch nie alleine gewesen, "trauerte" nicht etwa, sondern blühte ruckzuck dermaßen auf, daß es schon fast peinlich war. Ich bin mir ziemlich sicher, daß die letzten sechs Jahre als Solohund für ihn die glücklichste Zeit seines Lebens waren.
-
Kommt total auf den Hund an. Unseren beiden, Mutter & Sohn, wären jeder alleine -zigmal glücklicher gewesen.
-
Meine Güte - nennt es doch einfach "rüpelig", und gut ist!
-
Haargenau das ist mein Punkt: Einkreuzen AN SICH kann einer Rasse mit engem Genpool zweifellos eine Menge Vorteile bringen, und mit Mixen hab ich eh kein Problem - im Gegenteil.
ABER man sollte, wenn's wirklich ein ernstgemeinter Zucht- bzw Verbesserungsversuch sein soll, nicht ausgerechnet einen geradezu grotesk unpassenden Parter wählen, nur weil sich mit dessen Aussehen die "Originalverpackung" am besten erhalten läßt. -
Ein letztes Mal: Weil es in diesem Fall aus der Riesenauswahl an Hunderassen und -typen die denkbar ungeeignetste Fremdrasse war: ein absoluter Berufsjäger mit entsprechendemTemperament und berufsbedingt nicht unproblematischem Sozialverhalten.
Kurz: Ein sehr spezieller Arbeitshund, auf den die Wahl für diesen Zweck (Einkreuzen in den Prototyp einer ebenfalls speziellen Gesellschaftshunderasse) wirklich nur fallen kann, wenn man mit Gewalt nichts als die Verpackung wahrnehmen will (kurzes Haar und lange Nase -super!) - nicht wirklich gute kynologische Voraussetzung für ein Zuchtexperiment.