Russells haben, glaube ich, ein generelles Motto: "Always look on the bright side of life" - irgendwas Jagbares findet sich schließlich immer!
Beiträge von terriers4me
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dragonwog,
dafür hätten die beiden Frühkastraten meiner Freundin ein Superbeispiel abgegeben. Die Rüden, Deutsche Dogge & Russell, wurden jeweils mit fünf Monaten kastriert, trotzdem völlig normal erwachsen und waren in Verhalten und sozialem Status von intakten Rüden nicht zu unterscheiden.
Einzige Ausnahmen: beiden wurden deutlich schneller dick, und die Dogge hatte kein sexuelles Interesse an Hündinnen. Der Terrier sehr wohl: der deckte bis zum Hängen.
Soziale Reifung & Verhalten scheinen also von deutlich mehr abzuhängen als von Geschlechtshormonen.
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Meine Hündin mußte mit 10 Monaten, 3 Monate nach der ersten Läufigkeit, kastriert werden.
Ihr Fell ist deutlich schlechter geworden, sie ist unterseits nackt und haart wie Sau. Ärgerlicher: Sie neigt zum Harntröpfeln, ist aber mit der täglichen Kürbiskern-Dosis beschwerdefrei.
Erwachsen geworden ist sie völlig normal, sogar in diesen sechsmonatigen Schüben ,die eine intakte Hündin mit jeder Läufigkeit macht. Sozial kommt sie bestens zurecht, was bei ihr aber auffällt, ist ihre "Rüdigkeit": sie ist, obwohl ein schissiges Sensibelchen, mitunter deutlich flegeliger, rüpeliger zu anderen Hunden, mein erster Leinenpöbler und enorm markier- und kratzfreudig. Letzteres waren die intakten Vorgängerinnen allerdings genauso, insofern weiß ich nicht, ob es bei ihr Hormonmangel, Terrierwesen oder individuelle Charakterzüge sind.
Fazit: Wir können mit der Folgen der Kastation zwar soweit gut leben, aber ich würde den Teufel tun, sowas freiwillig zu versuchen.
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Falls es eine Sau ist, steig auf keinen Fall aus - das ist hier der erste Rat, den du von der Polizei bekommst.
Die Chance ist einfach zu groß, daß entweder das verletzte Tier Amok läuft (hatten wir hier letztes Jahr mit einem Keiler - Endergebnis: zwei Autos Totalschaden) oder dessen Familie das übernimmt (hat letztes Jahr ein Bekannter erlebt: als er nach dem Überläufer sehen wollte, der ihm ins Auto gesprungen war, kam der Rest der Rotte....).
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Meine erste Hündin kannte das Kommando "nach Hause" und konnte das sogar abstrahieren: "nach Hause" war für sie immer da, wo gerade ihre Decke lag, da schloß sie auch ein Quartier in unbekannter Umgebung sofort ein.
Was wohl mein großes Glück war: Wir waren vor Jahren auf Spiekeroog, gingen in der Abenddämmerung noch an der Grenze zwischen Strand und Watt spazieren und kamen plötzlich in diesen erbsensuppendicken Nebel, der an der See ja nahezu in Sekunden aufziehen kann. Jedenfalls konnte ich mich absolut nicht mehr orientieren, zumal es auch noch schnell herbstdunkel wurde. War aber nicht weiter tragisch, meine Hündin war ja dabei. Ich hab sie einfach angeleint, gesagt: "Jule, nach Hause!" - und genau dahin hat sie mich dann schnell und zielsicher gezogen.
Daß das irgendwie ungewöhnlich war, habe ich erst registriert, als uns in den Dünen ein ziemlich aufgelöster Suchtrupp entgegenkam, und die Leute mir klarmachten, daß man sich in solchen Wetterlagen ganz schnell tödlich ins Watt verirren kann - daß mir also mein Hund vermutlich gerade das Leben gerettet hatte...
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"Wieder nix verstanden und das Geschriebene frei interpretiert. Macht aber nix"
Ging ja erstaunlich fix, bis nur noch das legendäre Geisterfahrer-Argument "Alle außer mir sind Trottel!" übrigblieb. Spricht eindeutig für sich.
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Übrigens, nur so am Rande zum Thema "Zuchtlaien": das Zitat hier stammt vom dem VDH-Zuchtverband für Boston Terrier - aber die haben sicherlich auch null Ahnung.
"Sucht man einen Mischling mit ähnlichen Eigenschaften, ist ein Boston Terrier Mischling mit einem Gegenpart einer weiteren Rasse der Gesellschafts- und Begleithunde ideal, wie z.B. Pudel, Mops oder Malteser. Ein Boston Terrier Mix mit Jagdhundgenen - vielleicht vom Parson Russell - könnte so andererseits Jagdtrieb entwickeln."
Das verwundert schon - wir haben hier schließlich gerade gelernt, daß es Jagdhundegene a.) eigentlich gar nicht gibt und sie b.) auf wundersame Weise verschwinden, sobald sie auf manche Kreuzungspartner treffen.
Hat es der Rest der Hunde-Welt vielleicht einfach mit anderen Genen zu tun? -
Nein, weiß ich leider nicht, könnte aber gut jemand hier aus der Hamburger Ecke sein, weil sich diese Hunde zeitweise häuften, und alle Besitzer strahlend diese Story vom durchs Kreuzen sofort verschwundenen Terriercharakter parat hatten, die ihre Hunde dann praktisch sofort widerlegten.
Besonders nett war da der Rüde, der so same sex-aggressive war wie ein schlecht gezogener und schlecht erzogener Russell, und einem netten älteren Herrn gehörte, der die Welt nicht mehr verstand: Sein vorheriger Mops hatte sowas nie gemacht, dieser sah aus wie ein Mops, und die Züchterin hatte doch gesagt, der Terrier ist weg, wenn man ihn nicht mehr sieht...."Die Züchterin" war bei allen die Hauptquelle - klang schon, als sei da irgendwo ein Nest. Den nächsten frag ich aber garantiert mal, woher genau der Hund kommt. Das interessiert mich jetzt natürlich auch.
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Meine Hündin kann das Allerwichtigste perfekt: Mich zum Lächeln bringen, sobald sie mich ansieht
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Du hast absolut alles richtig gemacht, und deine Hündin ist um ihr Frauchen zu beneiden. Das eigentlich furchtbar traurige "gute Gefühl" hab ich beim letzten Abschied auch gehabt - es ist wohl einfach das Wissen ,daß alles "rund" war und der Hund das Beste bekommen hat, was man ihm zum Dank noch geben konnte: einen guten Abschied.
Damit, daß das Loch trotzdem höllisch wehtut, konnte ich mit diesem Wissen auch besser leben: das ist, finde ich, einfach der faire Preis für das, was man selbst über all die Jahre geschenkt bekommen hat.