Ich bin über soviel Laisser-faire für den Hund auch ziemlich fassungslos. Ich bin ja nun auch mit so einigem umgegangen, größenmäßig von Dogge bzw Rottweiler-Bernhardinermix abwärts, mit Hunden, die mir zwar nicht gehörten, in "deren" Wohnungen ich mich aber bewegt habe, oder sie in meiner. Dabei muß ich -zig "eigentlich" vom Hund tabuisierte Plätze betreten haben, hab mich sicher auch mal auf den einen oder anderen Kauknochen gesetzt.
So what? Es ist nie irgendwas passiert, und ich bin vermutlich immer noch naiv, aber ich würde im Traum nicht auf die Idee kommen, mit einem Biß ins Gesicht als normaler Kommunikationsform zu rechnen oder in der Umgebung eines normalen Hundes vor dem Hinsetzen jede Sofaritze zu untersuchen, weil der Hund andernfalls das "Recht" hätte, mich mit den Zähnen zu maßregeln, weil da ja sein Safe sein könnte.
Selbstverständlich würde ich einen Hund ebensowenig drangsalieren, konfrontieren oder herausfordern - aber normale Bewegungsfreiheit in einer Wohnung, deren Besitzer mich unmißverständlich akzeptiert haben, finde ich schlicht selbstverständlich. Und Situationen, in denen offenbar statt der Menschen der Hund dieser Besitzer ist, ebenso grotesk wie gefährlich.
Mein Fazit wäre da wohl, mich von beiden fernzuhalten - nicht weil der Hund "böse" ist, sondern weil die menschlichen Beteiligten offenbar so himmelschreiend ahnungslos sind, daß die Zeichen da ganz klar auf Ekalation zu stehen scheinen. Wer sagt dir, daß der Hund es nicht demnächst übel nimmt, wenn du seine Schwelle überschreitest - dann wär er ja irgendwie auch im Recht, oder?