Beiträge von terriers4me

    "Niemand ist unfehlbar, jeder hat mal einen schlechten Tag, jedem passieren mal Fehler."

    Genau: nobody is perfect. Aber der entscheidende Punkt für die Qualität eines Unternehmens ist dann, WIE man mit diesen Fehlern umgeht - und was das angeht, sprach der Sabro-Service absolut für sich. Mir haben sie übrigens auch erzählt, man hätte noch NIE eine Beschwerde gehabt...LOL

    Das Geschirr haben wir auch. Hier kann man, außer der auch nach zwei Jahren noch regelmäßig schwarzen Hunde-Achsel, dann sehr schön sehen, wieviel vom "Vollmessing" der Beschläge nach Gebrauch noch übrig ist: nix, weil's kein Messing ist. Aber, wie gesagt: die Angabe ist inzwischen korrigiert.

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    Verarbeitet ist es übrigens wirklich gut, und zum Glück ist mein Hund jetzt ausgewachsen - das nächste Geschirr baut der Sattler.

    Beim Terrier sind es übrigens nicht die Ressourcen, um die's knallt (da bleibt das Hirn normalerweise eingeschaltet), sondern das schiere Tempo, also Hetz-Situationen mit Schwächeren oder zu dritt.

    Sprich: Mit Beute voraus läuft sie sich, ähnlich wie ein Windhund, ganz schnell in einen Jagdrausch und kommt dann so dicht ans Zupacken, daß sie erstmal eine Zwangspause braucht, bis die Augen weniger manisch glitzern. Bei ihr eskaliert also kein Aggressions- sondern reines Jagdverhalten. Ist SIE allerdings die Beute bei diesen Spielen, agiert sie so geschickt und taktisch "bedacht", wie ich es noch bei keinem anderen Hund gesehen habe - da bleibt das Hirn auch bei Vollgas in Arbeit.

    Bei uns ist es also klar: der Terrier braucht rassetypisch zum Austicken entweder so langen Rangel-Körperkontakt, daß man sich gegenseitig "hochbrüllt" (das läßt sich aber leicht erkennen und unterbrechen) oder eine "Beute Voraus"-Situation im Renntempo. Ressourcenkloppereien haben bis jetzt immer die anderen angezettelt, da ist sie eher die Diplomation - das ist einfach nicht wichtig genug.

    Das kommt völlig auf die Situation, den Bekanntheitsgrad der Hunde, die Größe der Spielpartner (ist der Größenunterschied sehr groß, fühlt sich der Kleine schneller bedroht, auch wenn der Große noch freundlich spielt, wehrt sich ernsthaft - und peng), das individuelle Temperament und nicht zuletzt die Rasse an.

    Terrier sind leider die Nr. 1-Kandidaten für kippende Spiele (egal, ob mit Hund oder Katze), weil da das Jäger-Adrenalin so schnell übernimmt und das Hirn aussetzt. Da knallt es manchmal wirklich in einer Nanosekunde, aber meist gibt's rechtzeitig Warnzeichen. Bei anderen Hundetypen dauert sowas länger oder passiert eben überhaupt nicht, egal, wie rüpelig das Spiel aussieht.

    Also mal wieder: Gibt kein Patentrezept, läuft alles individuell nach Hunden & Situation!

    Dem Foto nach ist das arme Vieh, das auf den Fotos schon ständig arg angespannt aussieht, ein Terriermix.

    Terrier sind nicht nur schnell gestreßte Sensibelchen, die unter Anspannung zum nervösen Dauer-Fiepeln neigen, sie gehen auch nach vorn, wenn sie sich bedroht fühlen. Das heißt: Viele knurren bei der kleinsten Unsicherheit schon mal vorsichtshalber, und sie schnappen auch schneller mal zu als andere Hundetypen. Passiert meist bei Kindern - und genau das ist dann Abgabegrund Nr. 1.

    Du hast da gerade einen Hund sitzen, der dir mit allem, was er zur Verfügung hat, sagt: "Mir ist das alles zuviel hier. Ich verstehe die Welt nicht mehr, hab entsetzliche Dauer-Angst und muß mich deshalb ständig meiner Haut wehren."

    Jetzt brauchst du sie dafür nur noch ein paarmal richtig "zusammenzuscheißen", dann hat sie endgültig gelernt, daß sie mit dieser Annahme goldrichtig liegt: Sie wird tatsächlich bedroht - also wehrt sie sich das nächste Mal lieber gleich richtig. Dann muß sie irgendwann weg, weil sie "ohne Grund" die Kinder beißt. Oder jeden, der ihrem Bezugsmenschen (Terrier sind oft auch besitzergreifende Einmenschenhunde) oder ihrem Futter zu nahe kommt.

    Du kannst sie natürlich auch gewähren lassen. Dann lernt sie, daß sie zumindest im Haus die Dinge halbwegs regeln kann, wenn sie sich immer schön aufpustet. Paco kriecht dann bald auf dem Bauch durch die Ecken, die sie ihm noch läßt, und am zugrundeliegenden Problem ändert sich nix: Angst hat Smilla immer noch. Auch dann wird sie irgendwann zum Schnappen übergehen, einfach, weil sie keine Gelegenheit hatte, andere Taktiken zu lernen, und dann: siehe oben.

    Sind die Vorderbeine übrigens tatsächlich so verwachsen, wie's auf den Fotos aussieht? Dann gehörte sie jetzt auch schleunigst in ärztliche Behandlung - google mal nach "radius curvus syndrom".

    Was hat das denn bitte damit zu tun, mit wieviel Weisheit jeder von uns auf die Welt gekommen ist?

    Meiner - vermutlich etwas naiven - Sichtweise nach würde ein Hund, der 1.) ungünstige Startvoraussetzungen hat und 2. ) dessen Welt gerade total auf dem Kopf steht, generell erstmal in sehr erfahrene Hände und ein entsprechendes Umfeld gehören, bis er sich eingelebt hat und man ihn überhaupt beurteilen kann - wenn man ihn denn schon von Gottweißwo importieren will.

    Weisheit-Erwerben am Frischimportierten, und das dann auch noch im "Do it yourself"-Verfahren, weil's ja "nur" ein Pflegehund ist, hätte für mich eine Menge mit Tierversuch, aber sehr viel weniger mit Tierschutz zu tun.

    Aber, wie gesagt - wenn ich mich umsehe, wie die Importiererei hier rundum läuft, ich bin da wohl irgendwie naiv.

    "Protest" sicher nicht. Der Hündin ist einfach dein "Zusammenscheiß"-Streß höllisch auf die Blase geschlagen - und der Moment, in dem du aufgehört hast, sie unmittelbar zu bedrohen, also aus dem Zimmer gegangen bist, war der, in dem sie sich entspannen und pinkeln konnte. Das wird nicht umsonst "lösen" genannt - hier ist sie damit ihre Angst und Anspannung losgeworden. Daß Couch da nicht der Platz der Wahl ist, hat sie in ihrem bisherigen Leben vermutlich noch nie gelernt - das arme Tier weiß im Moment schlicht nicht, was überhaupt noch Sache ist.

    Du klingst wirklich ziemlich überfordert mit dem ganzen Projekt, und wenn du für den "Nur"-Pflegehund keine Hilfe zuziehen willst (obwohl es hier ja ebensosehr um deinen eigenen Hund und deine Familie geht!), wär's vielleicht wirklich besser, du würdest dich schleunigst mit der Organisation kurzschließen und überlegen, was ihr vorher hättet überlegen müssen: ob du einem so total unsicheren Hund überhaupt gewachsen bist, ober ob ihr ihn nur weiter über die Kante schickt.

    "Eine eher vorsichtige, zurückhaltende Hündin, die kein Problem damit hat, mal einen Faulenzertag einzulegen und weder hippelig noch größenwahnsinnig ist."

    Das ist aber auch alles normal & rassetypisch. Russells sollen rassetypisch "softe" Terrier sein, einer Meute zuarbeiten (also kein hemmungsloser Größenwahn!)und als Arbeitshund dürfen sie nach dem Job zuhause auch nicht hibblig sein - siehe oben.