Gibt's hier seit 15 Jahren, die Hunde hatten nie Probleme. Im Gegenteil: mein jetziger Hund verträgt reine Fleisch- oder Fleisch/Gemüsemahlzeiten deutlich schlechter. Da gibt's schon mal Blähungen, sobald Getreide dabei ist, ist Ruhe.
Beiträge von terriers4me
-
-
Das muß wirklich absolut schrecklich sein.
Hier im Wald lief eine Zeitlang eine ganz hübsche, zarte rote Cockerhündin, die schon die dritte Besitzerin hatte. Eine unglaublich bemühte, liebe Frau, die mit ihr eine wahre Arzt- und Trainerodyssee durchmachte, weil die Hündin sie immer wieder mal plötzlich wie eine Irre angriff, ohne daß da irgendein Auslöser gefunden werden konnte. Das muß wie Dr. Jekyll & Mr Hyde gewesen sei - man konnte es sich überhaupt nicht vorstellen, wenn man dieses freundliche, schmusige Tier draußen erlebte.
Das war ein ständiges Auf und Ab, weil's nie eine echte Diagnose gab und sie den Hund so sehr liebte. Schließlich hat sie sich von einer Hundetrainerin überzeugen lassen, daß das Problem an ihrem schlechten Handling läge und der den Hund überlassen. Da blieb er ein paar Wochen und ging dann weiter an eine Tierärztin, die, soweit ich das mitgekriegt habe, die Hündin nach mehreren immer schlimmeren Beißattacken schließlich einschläferte und auch sezieren ließ. Die Diagnose lautete dann jedenfalls Cockerwut - und mir hat selten ein Hundebesitzer so leid getan wie die Frau, die wirklich alles für sie versucht hatte und sich selbst enorme Vorwürfe machte.
-
In Deutschland lief es lange unter "Cockerwut" - da müßte Google dir weiterhelfen können?
-
Genau - ich hab auch immer DIE Hofhunde als wirklich glücklich erlebt, die echt was zu tun hatten.
Zum Beispiel das Jack Russell-Pack, aus dem meine vorherige Hündin stammte. Die drei Hündinnen lebten auf einem Aussiedlerhof mit Pferdehaltung, waren die ganze Nacht draußen in Stall und Scheune hielten alles komplett mäuse- und rattenfrei. Den Tag verbrachten sie dann nach ihrer freien Wahl entweder schlafend auf dem Sofa (sie durften jederzeit rein) oder rund um den Hof auf der Wiese nach Mäusen buddelnd.
Und das Erstaunliche: obwohl der Hof direkt am Waldrand lag, haben sich die jeweiligen Terriertrupps so gut wie nie entfernt. Mit nur einer Ausnahme: sobald ein Fuchs sich in Hausnähe blicken ließ, war's aus...
-
Was für ein tolles kleines Kraftpaket!
-
Der Foxl ist wirklich absolut entzückend - aber so clever, wie der aus den Augen guckt, käme er bei mir garantiert nicht mal mehr in die Nähe der Schweinchen!!
-
Ich kann dir wieder nur von "unserem" Beinahe-JT berichten. Der würde heute wohl kaum noch als kinderkompatibel durchgehen, weil er alle drei Kinds, die mit ihm aufwuchsen, öfter mal kräftig geschnappt hat. Aber da ihn alle heiß & innig liebten, sah man's eben nicht weiter eng. Er wurde halt genommen, wie er war.
Ausflippen im Haus hab ich nie erlebt, dazu war er viel zu vernünftig. Wohl aber, daß er an ruhigen Tagen zunehmend stinkig wurde und seinen Langeweile-Frust dann eben an seiner Umgebung abreagierte, mit Rumknurren, Großviehbedrohen und anderen Späßen. Gipfelte dann meist damit, daß er eine saftige Klopperei mit einem Hofhund provozierte - danach war er erstmal wieder entspannt.
Das änderte sich grundlegend, als seine Leute mit ihm aufs Land zogen und er fünf Hektar von allem, was Fell & Federn trug, freizuhalten hatte. Damit hatte er einen seiner Meinung nach ernsthaften Job, verfolgte den gewissenhaft, und war fortan in seiner Freizeit ein entspannter, netter Kerl -außer natürlich, wenn ein Rüdenfeind vorbeikam.
Das scheint nicht untypisch zu sein: eine Jägerin, die ich kenne, bedroht ihre DJT-Hündin den Sommer über regelmäßig mit Erschießen ,weil sie so unglaublich pestig zu den anderen Hunden ist. Sobald die Jagdsaison wieder anfängt und sie hart arbeiten muß, ist sie außer Dienst ein freundliches, enspanntes, zu allen nettes Hündchen.
-
Ich fand die Rassebeschreibung auf meine wenigen näheren Jagdterrier-Bekanntschaften schon sehr zutreffend, mit einer Ausnahme: "Unserer" war nicht illoyal. Der hätte sich für seine menschlichen Freunde jederzeit ohne Rücksicht auf eigene Verluste eingesetzt - er hatte einfach ein Herz so groß wie seine Zähne.
Haben wir als Teenager natürlich gnadenlos ausgenutzt. War schon sehr cool, wenn harte erwachsene Bauern blaß um die Nase wurden und den Rückwärtsgang einlegten, sobald das Hündchen zähnefletschend quer vor uns stand - sowas hebt das Vierzehnjährigen-Selbstbewußtsein ungemein.
Ansonsten fand ich den Artikel,sehr,sehr treffend - vor allem die Beschreibung als "Profi durch und durch".
-
Das ist übrigens ein tolles Buch zum Thema, auch wenn's das nur noch antiquarisch gibt:
-
Hundefreilauf ist hier natürlich auch: Wir nutzen die andere Seite, die mit der Einfahrt, für "dig to china" und körperbetonte Kampfsportarten, aber geflitzt wird natürlich rund ums Haus. Kommt bei Verfolgungsjagden immer super: einer rechts, einer links am Buchs vorbei, und an der Straßen-Hecke treffen sich die Wege wieder.
Hundeseite haben wir übrigens ähnlich gehalten: da ist extra nix gepflastert & rechts sind noch alte Büsche mit Rindenmulch drunter, damit Terrier und Besuch richtig die Sau rauslassen können & es trotzdem nix schadet - aber damit die Vögel und ich auch was von der Seite haben, läuft auch da eine Pergola rüber, samt Niskasten rechts. Wird auch gerne mal von den Eichhörnchen genutzt, um sich einen ausrastenden Terrier aus der Nähe anzusehen...
Externer Inhalt img4.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.