Beiträge von terriers4me

    Hundumschick war bei uns auch der Ausstatter der Wahl...

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    ..was mir da übrigens sehr gut gefiel, war so ein Mini-Blindetuch für Geschirr oder Halsband. Das hat selbst meinen generell sehr anziehfeindlichen Hund nicht gestört.

    Mir reichte das auch, denn das große Blindentuch hier auf dem Foto und das aufs Geschirr gestickte "BLIND!" haben erstaunlich viele Leute eh nur für einen Witz gehalten - natürlich wg. der vielen "lustigen" Geschirr-Logos überall - und waren dann ganz baff, daß das ernst gemeint war.

    Ich würde übrigens auf das schicke Geschirr noch irgendwo die Telefonnummer sticken lassen, falls der Hund doch mal abhanden kommt - und ansonsten allen alles Gute mit den Blinden!

    Wir hatten gerade zwei Luxus-Freßtage: Suppenhuhn geschenkt bekommen.

    Für den Hund gab's folglich erstmal Hals & Steiß roh, so als Aperitiv, dann zwei Tage alles, was beim Brühekochen so übrigbleibt: bißchen Fleisch, Knorpel, Haut, Innereien & Karotten. Dazu in der Brühe aufgekochte Hirseflocken - ein Menü, für das Terrier töten würden...LOL

    Meine Extrem-Mäklerin hatte, wie sich später herausgestellt hat, wohl schon ihr ganzes Leben lang Leberprobleme - die mäkelte also oft, weil ihr einfach schlecht war. Kamen dann rund um die Läufigkeit auch noch die Hormone ins Spiel, war alles aus - dann fraß sie tagelang nicht und fing schon an zu zittern ,wenn sie den Napf bloß sah.

    Wir haben das dann so gelöst, daß ich sie über die ganz spinnerten Phasen ein paar Tage schlicht überhaupt nicht mehr gefüttert habe, oder vielmehr: nicht mehr aus dem Napf. Das stressige Futterritual entfiel, dafür hatte ich beim Abendessen auch ein Schüsselchen Hundefutter (sie fraß frisch, also kein Problem) auf dem Tisch. Und wenn sie dann von sich aus kräftig gebettelt hat, was durchaus ein paar Tage dauern konnte, war ich gnädig genug, ihr was "abzugeben". Allerdings nur sehr knapp - sie kriegte dann nie so viel, wie sie gefressen hätte, sonst wär das Theater gleich wieder losgegangen.

    Nach ein paar Tagen stand sie dann wieder zur Futterzeit vor dem Herd und fraß halbwegs normal aus dem Napf - bis zum nächsten Mal. Allerdings: der Hund war, wie gesagt, krank - ansonsten hätte ich so einen Aufriß sicher nicht veranstaltet.

    Ich würde dreifach Litze ums Grundstück ziehen (notfalls samt Pfosten von anderen Pferdeleuten ausgeliehen - da sollte sich für 3000 qm doch jemand finden lassen?), Briefträger & Co vorwarnen und KRÄFTIG Saft drauf stehen lassen, bis es die Hunde erwischt hat. Eigentlich sollten sie schnell den bloßen Draht meiden, und kannst den Strom wieder ausmachen, dich mit einer "Deko" begnügen und hättest zumindest zuhause erstmal Ruhe.

    Sicher nicht nett (aber weniger gefährlich für die Hunde als Pfefferspray, Schlagen oder sonstwas!) und nicht gratis - aber überleg dir mal ,was ein verletztes/totes Pferd, ein Riesenautounfall oder ein zerbissener Hund kosten würden. Davon, was deinem Kind bei so einer Gelegenheit passieren könnte, reden wir besser gar nicht.

    Mir wär das echt zu gefährlich, da auf die Einsicht total uneinsichtiger Hundehalter zu warten und in der Zeit auch noch selbst das Risiko zu tragen - denn das trägst ja du, wenn dein Pferd auf der Straße rumläuft.

    Du hast noch eine - offenbar sehr ausgeprägt deutsche - Neurose vergessen: "Ich zwing meinen Hund jedem auf - schließlich hab ich mich hier zum Sozialisierungs-Oberlehrer ernannt und sorge streng, aber gerecht dafür, daß alle die volle Dosis Tutnix-Kontakte abkriegen. Wenn sie die nicht wollen, haben schließlich die Besitzer was falsch gemacht - das muß ICH dann erst recht korrigieren."

    Macht ganz besonders Freude, solchen "ich belehr dich"-Spießern zu begegnen, wenn man eine unsichere Frischerblindete an der Leine führt.

    Komischerweise scheint es da anderswo oft deutlich rücksichtsvoller und lockerer zuzugehen. Hier finde ich dieses "sie müssen mal Hallo sagen" inzwischen genauso zwanghaft und pestig, wie ich vor 30 Jahren das krampfhafte Auseinanderhalten fand.

    Aber wir wissen ja: Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun, Höflichkeit und Kommunikation sind da höchstens hinderlich - also noch viel Spaß bei der Belehrmission. Das gerechte teutonische Überlgenheitsgefühl gibt's ja allemal gratis.

    GAAAAAH - für sowas ist in HH nach Weltkrieg I. ein Sülze-Fabrikant beinahe gelyncht worden, weil in seinen Produkten wohl tatsächlich Hund, Katz und Ratte gut vertreten waren.

    War, glaube ich, nicht mal illegal (zumindest Hunde gehörten ja hier in D noch bis in die fünfziger Jahre zu den "offiziellen" Schlachttieren) - aber seit ich die Geschichte kenne, les ich solche Rezepte mit ganz anderen Augen....

    Um nochmal kurz aufs Ursprungsthema zurückzukommen: Mit einem Welpen dieses Alters und aus diesen Verhältnissen wäre ich Stammgast beim Tierarzt, wenn der Kot nicht bilderbuch-perfekt ist, und würde alleine garantiert keine Futterwechsel-Experimente nach Versuch & Irrtum anstellen.

    Der ganze Verdauungstrakt eines Welpen in diesem Alter ist noch total unausgereift und so sensibel wie später nie: er ist weder ausgewachsen noch mit der passenden Darmflora schon auf Erwachsenenfutter umgestellt. Was ja auch der Grund ist, daß Welpen beim Züchter so sorgsam zugefüttert werden: dieses Ausreifen soll möglichst störungsfrei vor sich gehen, weil jedes Verdauungsproblem den gesamten rasant wachsenden Organismus zurückwirft und n diesem empfindlichen Alter ganz schnell gefährlich wird.

    Diese Sorgfalt hat dein Welpe nicht gehabt, und um so vorsichtiger mußt du jetzt sein - sonst riskierst du Dauerschäden, etwa erhöhte Empfindlichkeiten, und Verdauungsprobleme fürs Leben.

    Ist ja doch irre, was es für eiserne Mägen gibt!

    Meine Hündin, die eigentlich auch verdauen kann, was nicht schnell genug weg ist (nur Trockenfutter kotzt sie postwendend aus), hat schon von einem Teelöffel Sahnequark prompt Durchfall gekriegt - allerdings wiegt der ganze Hund auch nur siebeneinhalb Kilo.