Beiträge von terriers4me

    Die Zerstörungskraft von Kleinvögeln ist wirklich ebenso phänomenal wie ihr Hang zur Selbstgefährdung, und Krummschnäbel sind da nochmal eine Liga für sich.

    Ich würde ihnen auch unbedingt eine absolut aus- und einbruchsichere Zone herrichten, um sie unterzubringen, wenn keiner im Haus ist. Aus was für Notlagen und Gefahren wir meine freifliegenden Wellensittiche über die Jahre gerettet haben, möchtest du gar nicht wissen - und den letzten hat dann leider doch der Hund erwischt. Insofern ist ein bißchen Hochsicherheitstrakt nicht immer verkehrt, und wenn du regelmäßig das ganze Frisch-Knabberzeug wie Äste, Grassträuße & Co darin servierst, gehen sie sie auch gern freiwillig rein und haben gut zu tun bis zum nächsten Freiflug. Schneller zahm werden sie auf erstmal begrenztem Raum übrigens auch -der gleiche "hier bin ich sicher"-Effekt wie bei vielen Hunden.

    Ansonsten wünschen wir euch eine lange gemeinsame Zeit (die länger werden kann, als man glaubt: mein letzter Zeisigmischling hat's auf sagenhafte 18 3/4 Jahre gebracht!), und vergiß nicht, viele neue Fans zu gewinnen: wenn's Rosenköpfchen so gut geht, sind die überaus vermehrungsfreudig...LOL

    Es tut mir sehr leid für euch, und die (Nicht-)reaktion der anderen Halterin war unter aller Kanone - aber um den Schaden zu begrenzen, kannst du jetzt wirklich nur noch eines tun: Hak's ab - je vollständiger du das schaffst, desto besser ist die Chance, daß Ronja deinem Beispiel folgt. Während sie garantiert bald paniken wird, wenn dir bei jedem Hund, der auf euch zutobt, schon selbst die Düse geht.

    Glaub mir bitte: ich weiß genau wie schwer das ist. Ich hab nach dem Umstieg von großen, kräftigen Hunden auf kleine, körperlich immer unterlegene, Flitzterrier, die auch noch dazu neigen, Schlechtes nicht zweimal erleben zu wollen, am Anfang manches Mal beinahe hyperventiliert, wenn der nächste Vierzigkilotutnix aus dem Nichts angeschossen kam.

    Inzwischen bin ich da Gottseidank lange drüber weg:Ich hab mir nochmal ganz deutlich klar gemacht, daß der allergrößte Teil aller wild anrasenden Rüpel tatsächlich nix tut, mir angewöhnt, die selber rigoros auszubremsen, wenn die Besitzer sofort reagieren, und ansonsten lasse ich die Hunde machen.

    Da das allgemein gut funktioniert, besteht auch weder für den Terrier noch für mich Anlaß, panisch zu werden, wenn's mal etwas härter zugeht - ich geh dann sofort dazwischen, befreie und beruhige meinen Hund, wir gehen weiter und haken's als "shit happens" ab. Mein Hündchen kann da zum Glück sehr gut differenzieren: der nächste Hund wird sofort wieder freundlich begrüßt - um die Rüpel aber schlägt sie fortan einen Riesenbogen oder kommt gleich zu mir.

    Insofern bist du sicher auf genau dem richtigen Weg, wenn du sofort mit positiven Hundekontakten weitermachst - jetzt mußt du "nur" noch deinen eigenen Schreck abschütteln.
    Wie gesagt: leichter gesagt als getan, aber nur das hilft wirklich, damit der Hund nicht generalisiert.

    Wir können ausnahmsweise vermelden, was es heute NICHT gab: den schon durchs Stanniol stinkenden Riesendöner oder Was-auch-immer, den der Terrier zielsicher im Gebüsch hinter dem Schulhof geortet, todesmutig aus dem Riesen-Feuerdorn geborgen, trotz Stanniolverpackung im Maul behalten und mir brav in die Hand apportiert hat.

    Tat mir echt leid für den superstolzen Hund, aber da hört das Allesfüttern dann doch auf....*börks*

    Ist sowas nicht supertoll - dann weiß man doch gleich wieder, warum man "Hundeleute" früher oft so nett gefunden hat!
    Wir drücken Daumen & Pfoten, daß ihr die zwei noch oft trefft - von solchen Teams kann man sich eigentlich immer wunderbar was abgucken!

    Lein sie zwischendurch immer wieder an, belohn sie, lein sie sofort wieder ab und laß sie laufen - so lange, bis sie die ganze Aktion eher mit einem netten, vielleicht sogar abkassierträchtigen Treffen zwischendurch als mit abruptem Spaßende verknüpft - Weitermachen-Lassen ist ohnehin oft eine viel effektivere Belohnung als alle Leckerchen zusammen.

    Ich denke, wenn du sowieso wechselst, wird da überhaupt nichts kritisch - zumal ja offenbar umstritten ist, ob der Mineralstoffgehalt der Getreide nicht ohnehin höher ist als das, was das Phytin "wegnehmen" kann?

    Ich bin da jetzt nicht so die Expertin, wechsele beim Füttern aber Hirse- Hafer- & Buchweizenflocken regelmäßig auch mal mit weißem Reis, Kartoffelbrei oder Nudeln, und insofern kann ich mir nicht vorstellen, daß da alles in allem irgendein Problem entsteht. Es ist vermutlich wie mit allen anderen Futterkomponenten: die Dosis macht das "Gift".

    Es hieße ja ohnehin nicht, daß er nie mehr rennen kann.

    Ich würde einfach mal versuchen, ob er nicht vielleicht generell runterkommt, wenn er sich an der Leine vor all den Außenreizen "geborgener" fühlt. Und wenn das klappt, den Freilauf dosiert wieder einführen - vielleicht schafft ihr es so, diese "Leine ab heißt Überkippen"-Reaktion langsam abzubauen?

    Ich glaube kaum, daß es hier um Grippe geht, sondern um die wirklich harten Sachen wie zum Beispiel Polio, und da finde ich den Vergleich absolut gerechtfertigt - vielleicht auch deshalb, weil ich im Familien/Bekanntenkreis zwei Polio-Epidemie-Opfer habe, von denen einer sein Leben liegend im Rollstuhl verbringen darf.

    Aber bleiben wir lieber im Hunde-Beispiel, um da nix zu vermischen - da wäre es sehr wohl entsprechend "parasitär", überhaupt nicht gegen Staupe oder Parvo zu impfen, sondern sich auf den Impfschutz der anderen zu verlassen - während sowas wie Zwingerhusten sicher "Geschmackssache" ist.

    falbala,

    die Frage ist doch nicht, ob Impfverweigerer sich nun bewußt oder unbewußt auf dem Engagement der anderen ausruhen. Der nüchterne Fakt ist, daß sie genau das tun und überhaupt nur tun KÖNNEN, weil immer noch genug andere "Dumme" impfen, um Epidemien zu verhindern. Wäre das nicht so, wären wir längst wieder bei den großen Polio- oder passender: Staupe-Seuchenzügen von früher.

    Das ist ganz klar ein Profitieren von Engagement und Risiko anderer - insofern verstehe ich echt nicht, wo Ingos nüchterne Tatsachenfeststellung ein Schimpfwort sein soll?