Beiträge von terriers4me

    Braucht es wirklich so viel Phantasie, um sich auch als Mensch vorstellen zu können, wie es sich für ein Lauf- und Bewegungstier anfühlen muß, die Nasenöffnung auf Schlitzformat verengt zu haben, dafür aber mit so großzügig hängenden Unterlidern "gesegnet" zu sein, daß die besonders empfindliche Bindehaut ständig bloßliegt...?

    Das deutest du schon genau richtig: Dieses mehrmalige Auf dich zu- und dann wieder wegdüsen ist normalerweise eine Spielaufforderung. So bringt mein Terrier ganze Hunderunden zum Mitrasen und versucht es auch bei Menschen immer wieder gern. Also wirklich ein deutliches Zeichen dafür, daß sie den Spaß gern MIT dir gehabt hätte und nicht etwa von dir abhauen wollte.
    Dann drücken wir mal die Daumen, daß ihr bald eine sichere Auslaufmöglichkeit findet!

    Ich würde erstmal gaaanz tief durchatmen und das nicht überdramatisieren oder gottweißwie mit tieferem Sinn befrachten - das halte ich für totale Vermenschlichung. Ein Foxterrier ist nun mal ein sehr lebhafter, sehr lauffreudiger Hund, und wenn der ewig an der Leine hängt, ist es doch völlig klar, daß all die aufgestaute Energie erstmal regelrecht explodiert, sobald der Zwang wegfällt. Und genau sowas ist dieses Kreiserennen normalerweise: nichts weiter als Dampfablassen. Ein Hund ist ein Tier, das Streß gern durch Bewegung abbaut - und das hat er getan.

    Sieh's lieber positiv: der Foxl ist nicht etwa auf Nimmerwiedersehen von dir weggerast, sondern hat sogar auf seine Hundeweise noch versucht, dich in das Streßabbau-Spiel einzubeziehen. Er sich sogar, nachdem der erste Überschwang draußen war, von dir anlocken und greifen lassen, OBWOHL ihr euch erst so kurz kennt , und OBWOHL du verständlicherweise die Nerven verloren hast. Schon das hätten viele andere Hunde zum Anlaß für ausreichenden Sicherheitsabstand oder echte Flucht genommen: Wenn Mensch so panikt, muß ja was Gefährliches anliegen.

    Freu dich also lieber, daß da offenbar schon einiges an Vertrauen wächst, sicher den Hund von jetzt an deutlich besser, damit sowas das nächste Mal nicht unter einem Auto endet.

    Und vor allem würde ich an deiner Stelle schleunigst ein umzäuntes Revier suchen, wo sie sich mal wirklich sicher frei austoben darf und du ebenso sicher damit umgehen lernst. Du hast dir da einfach einen Hund mit einer Riesendosis Power und Bewegungsfreude geholt - und daß diese Kraft auch irgendwo bleiben muß, ist wirklich die Grundlage für ein entspanntes Zusammenleben.

    Noch eine Stimme für "er muß da durch" - alle meine vierpfotigen Granten wußten/wissen, daß "Frauchen krank" ein Sonderfall ist und benehmen sich dann verblüffend "einsichtig".

    Einerseits. Andererseits geb ich mir natürlich in Gegenzug Mühe, daß es nicht zu öde wird - und da bietet sich doch an, die vorweihnachtliche Pappkarton-Hochsaison mal so richtig auszunutzen: Entweder Karton pur zum Totschütteln und Zerlegen in Chips, was mein Airedale ewig und hingebungsvoll betrieb, oder die anspruchsvolleren Varianten: Leckerbissen in (Zeitungs)papier in Pappkarton, Zukleben und dem Hund vorwerfen - und alles dazwischen: Leckerbissen aus Pappkarton holen, eingepackten Leckerbissen aus Pappkarton holen, Leckerbissen unter umgedrehten Pappkarton.... und so weiter. Oder: In Pappkarton-Springen, In Pappkarton "Sitz!" machen, Aus-Pappkarton-Springen, auf Kommando erst aus dem geschlossenem Pappkarton springen...und so weiter, und so weiter. Das einzige, worauf du aufpassen mußt ist, den Hund keine Kartons mit Metallklammern zerlegen zu lassen - aber jetzt rund um Weihnachtne gibt's ja massig Auswahl!

    Wenn du da ein bißchen kreativ bist, ist der Hund bald zufrieden und platt für die nächste "Da muß er durch"-Schlafrunde. Du brauchst dann nur noch die knöchelhohe Pappchips-Schicht zu entsorgen...LOL

    Kann es sein, daß er an SARDS erblindet ist? Oder ist das Cortison vielleicht zu hoch dosiert?

    Google doch mal oder frag besser gleich den TA - SARDS hängt mit einem schwer gestörten Cortisolspiegel zusammen. Diese Hunde produzieren zweitweise Streßhormone über, was, ebenso wie eine zu hohe Cortisondosis wegen seiner anderen Probleme, vielleicht dieses ruhelose Wandern erklären würde.

    Ich glaube, da vermenschlichst du gerade ganz stark. Noch ist es für den Hund ja offensichtlich kein "schönes Zuhause". Wie dir sein deutlicher Streß sagt, ist es im Moment noch eine fremde Umgebung, die er nicht einordnen kann und die ihn gerade noch genauso überfordert wie dich der Umgang mit dem Hund.

    Wenn dir also jetzt das, was du dir hättest eigentlich vorher überlegen müssen, allzusehr über den Kopf wächst, bring ihn wenigstens so schnell zurück, daß er das TH noch als "vertraut" empfindet und die paar Tage mit dir möglichst fix abhakt.

    Willst du ihn behalten, weil du genau diesen Hund wirklich möchtest (Mitleid und "Pflichtgefühl" sind eine eher wackelige Basis, sobald die echten Probleme kommen), dann schalt deine eigene Erwartungshaltung ein bißchen runter und such euch möglichst bald sachkundigen Rat, damit du selbst dich sicherer fühlst.

    Wenn ein Hund röchelt, wär das für mich ein Grund, zum TA zu gehen - unter "normal" versteh ich was deutlich anderes als einen Hund mit Nebengeräusch beim Atmen.

    Der mittlerweile alte Mops meiner Freunde röchelt übrigens auch kein Stück, er hechelt zwar bei Hitze schneller als ein Terrier, aber das ist alles.

    Neverever - ich HASSE die Dinger, will den nervigen Krach nicht im Haus haben und habe auch nie vergessen, wie knapp der Hund einer Freundin an einer Not-OP vorbeigekommen ist, weil er die Quietschen ratzfatz ausbaute & schluckte. Ein Wochenende Sauerkraut in einen widerspenstigen Leonberger-Mix stopfen hat mir fürs Leben gereicht.

    Insofern ist unser Revier quietschiefreie Zone und wird das auch bleiben. Seinen Killerinstinkt kann der Terrier auch bestens beim Zerrtau-Toschütteln abreagieren - irgendwas, was da noch mehr putscht, muß echt nicht sein.

    Nestbau verhindern ist GANZ blöd, weil Nestbau ja schon mit den entsprechenden hormonellen Veränderungen einhergeht, und die Gefahr riesig ist, daß die Henne, die auf jeden Fall schon Eier "in Produktion" hat, dir dann an Legenot krepiert, weil sie keinen ruhigen und sicheren Platz zur Eiablage hat.

    Ich würde sie also immer in Ruhe legen lassen und dann eben die Eier austauschen/unfruchtbar machen - wenn da nach einer Zeit nichts rauskommt, "versteht" der Vogel das wenigstens und kann ohne Schaden das Nest verlassen. Allerdings, dummerweise: dann bereiten sie sich normalerweise auf die nächste Runde vor...

    Da bin ich wohl eine schlechte Ratgeberin: Ich hab mein Büro schließlich zwanzig Jahre plus mit einer gefiederten Sippe geteilt, weil meine Verhütung versagt hat...LOL

    Ich hatte damals einen leicht flugbehinderten & so nicht mehr freiheitstaugleichen Erlenzeisig, und weil Schwamvögel natürlich nicht allein leben sollen, hatte er eine Kanarien-Frau. Da die beiden so eng verwandt sind, daß sie sich fruchtbar kreuzen können, hab ich die Gelege immer durch Gipseierchen ersetzt, die Eier aufgeschlagen und nachgesehen: sie waren immer unbefruchtet.

    So bin ich nach ein paar Jahren etwas luschiger in der Kontrolle geworden und folglich fast umgekippt, als es eines Maitages im Nest neben dem Schreibtisch unüberhörbar piepste und zwischen den Gipseiern drei putzmuntere Frischgeschlüpfte lagen: die Henne hatte nachgelegt.

    Von da an hab ich wieder extrem außgepaßt, aber es ist so & so Mist: Egal, ob Gips, angepiekst oder sowieso unbefruchtet - viele Hennen neigen leider dazu, sich mit Nachgelegen total fertig zu machen, wenn der Bruterfolg ausbleibt. Falls ich also Plätze für den Nachwuchs hätte, würde ich sie möglichst oft lassen - aber das ist wohl eher ein illusorisches Konzept.