250 Gramm Fertigfutter täglich für so eine Miniatur scheint mir sehr viel, jedenfalls würde das für meinen aktiven Siebenkiloterrier schon beinahe reichen.
Vielleicht liegt ein Teil der Mäkeligkeit also auch daran, daß dein Hundchen schlicht und einfach ständig satt ist?
Beiträge von terriers4me
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Couch einlagern meinst du jetzt aber nicht ernst, oder....? LOL
Teppich ist ja insofern immer ein Kau-Sonderfall, als es für so einen Mini kaum was Verlockenderes gibt: immer maulgerecht vor der Nase, regelrecht imprägniert mit Düften aller Art (die Nase geht also fast automatisch runter) und traumhafte Kau-Konsistenz: so schön labberig wie Beute-Fell, so ausdauernd wie Kaugummi. Beweglich ist das Teil auch noch, und hat Welpe Riesenglück, sind sogar noch Fransen zum Totschütteln dran...
Bei so viel Unwiderstehlichkeit würde ich tatsächlich auf Nummer Sicher gehen, den Perser einlagern und was Welpenfreundlicheres hinlegen. Das heißt áber nicht automatisch, daß der Zwerg Nagefreiheit hat, es heißt nur, daß ich deutlich gelassener reagieren kann, falls er eben doch mal die Beißer reinschlägt.
Ansonsten läuft es hier auch so, daß verboten von Anfang an "verboten!" heißt und durchaus auch mal mit einem deutlichen Rüffel durchgesetzt wird. ABER: Wenn die Welpen noch so klein sind, habe ich deutlich bessere Erfahrungen mit Ablenken als mit Kommando-Dauerbeschuß gemacht. Wie gesagt: die Aufmerksamkeitsspanne ist in dem Alter eh noch minimal, und meist schläft der Welpe nach ein bißchen legaler Kauerei erstmal wieder eine Runde.
Was für mich dann wieder heißt: Ich verschleiße meine Autorität nicht sozusagen an den Teppichfransen, sondern kann mir meine unumgänglichen Korrekturen für die wirklich wichtigen Objekte - etwa für die Couch! - "aufheben". Laufe also nicht so schnell Gefahr, mir den Welpen mit zu viel Hintergrundgeräusch abzustumpfen oder mit zu heftiger Abschreckung wuschig zu machen.
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Oh ja, das Problem kenn ich. Meine Hündin verträgt zwar fast alles bestens, egal, ob Fleisch, Gemüse oder Getreide, ABER: leider nur frisch oder frisch gekocht.
Fertigfutter aller Art sind schlicht unmöglich. Trocken geht eh nicht, weil sie das Zeugs ausbricht, und Dosen, egal, wie hochwertig, fallen unter biologische Kampfstoffe. Das einzige, was geht, sind Reinfleischdosen der teuersten Sorte als höchstens 1/3-Anteil im Futter. Da halten sich die Blähungen wenigstens in Grenzen.
Insofern hat sich dieser Hund die hochwertigste Ernährung von allen Viechern gesichert, die bisher hier lebten: frisches Futter, kein fertiges Leckerlizeug bis auf sündhaft teure Trockenfischwürfel, und so gut wie keinen Kaukram. Dann ist absolute Ruhe - jeden Ausrutscher straft sie konsequent, und wie barbarisch sieben Kilo Hund stinken können, brauch ich dir ja nicht zu erklären.
Bei uns ist's also das Futter. Was übrigens Getreide anlangt, ist meine Erfahrung genau umgekehrt: ein moderater Anteil in der Mahlzeit verhindert bei meinem Hund Blähungen sehr zuverlässig. Gibt's nur Fleisch oder Fleisch & Gemüse, geht das Theater sofort wieder los...
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Meine Güte - ihr redet hier von einem Baby mit der Aufmerksamkeitsspanne einer Schälerbse!
Da ist es doch wirklich noch nicht schwierig, den Zwerg konsequent von der Teppichfranse zu nehmen und mit erlaubtem Kauspaß zu versorgen, ohne ihn wegsperren zu müssen. Was als Dauerlösung wirklich barbarisch ist, weil es ihm die Möglichkeit nimmt, zu tun, was nun mal die Hauptaufgabe für einen Welpen ist: Welt erkunden, und in so jungem Alter geschieht das eben per Schnauze.Wenn du an dem Teppich echt hängst, würde ich ihn bis nach dem Zahnwechsel einrollen und durch irgendwas Robustes ersetzen. Das alte Teil auf dem Foto dient da Welpe Nr. 8 und ist inzwischen längst wieder im Keller. Auf diesem Sportplatz konnte der Zwerg dann schreddern, was buchstäblich überall rum liegt und von mir abwechselnd interessant gemacht wurde: Pappkartons, weiche Äste, Kokosschnur, und nicht zuletzt das immer beliebte Altpapier:
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Sollte doch allemal reichen, einen Mini so lange abzulenken, bis er eh die nächste Runde schlafen muß - ganz ohne Einsperren oder Dauerberieseln mit viel zu vielen Kommandos?
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Genau das würde ich auch machen: die Hündin das nächste Mal noch etwas drohender wegschicken, und wenn es sein muß, so lange, bis sie kapiert, daß nicht sie die Königin der Löwin markieren kann, sondern mit dir nicht zu spaßen ist. Das hat hier bei zwei einschlägigen Kadidatinnen, Mittelschnauzer und Berner Sennenmix, so gut geholfen, daß da inzwischen höchstens noch eine verbale Ermahnung fällig ist, um die Damen auf Distanz zu halten.
Lustigerweise ist der Berner nach zwei Anschnauzern auch total höflich geworden, keine Ahnung, woran das liegt, aber jetzt kommt sie statt im "ich mach dich platt"-Modus sehr behutsam auf uns zu. Natürlich sag ich ihr dann auch, daß sie ein toller Hund ist, und alles ist schick. Der Schnauzer würde meinen Terrier zwar gern mal falten, traut sich aber nicht mehr, tut also einfach so, als wären wir nicht da, und das paßt auch bestens.
Eigentlich habe ich zwar keine Ambitionen, anderer Leute Viecher zu erziehen, aber nach meiner Erfahrung reagieren die meisten Hunde deutlich vernünftiger als ihre Halter, insofern lohnt sich eine direkte Ansprache fast immer. Ob das dann Frauchen gefällt, ist mir völlig latte, ich hab ihren Hund schließlich nicht zur Attacke eingeladen. Und zum Ordnungsamt renn ich wegen so einer Bagatelle sicher nicht.
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Ich würde annehmen, daß sich die Darmflora deines Hundes tatsächlich auf große Mengen Kohlehydrate eingestellt hat, aber das heißt ja nicht, daß das langfristig gut für ihn ist oder er sich nicht auf hochwertigeres Futter umstellen könnte. Ich würde es wohl ähnlich machen wie du: der gewohnten Kost peu a peu Besseres hinzufügen, Frischfleisch, vielleicht ein bißchen Joghurt für die Darmflora, gedünstetes Gemüse...und so weiter, bis du bei einer hundegerechteren Mahlzeit angelangt bist.
Auf der anderen Seite würde ich es bei einem eher "sparsamen" Hundetyp auch mit Protein nicht allzusehr übertreiben, sondern das Futter so bei zwischen dreißig und fünfzig Prozent Fleisch einpegeln oder ein entsprechendes Fertigfutter wählen.
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nein, natürlich geht das nicht. biologisch völlig unmöglich!
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Zitat
Die Mutter... wird teilweise gedeckt wenn sie noch am Säugen ist,
Nur mal so aus Neugier: Wie fünktioniert das denn? Eine Hündin säugt so etwa 6 Wochen und hat noch ein bißchen länger Milch, wird aber nur alle 6 Monate läufig - wie haut das also biologisch hin?? Oder hat es irgendwas damit zu tun, daß sie während des Säugens dann nur "teilweise" gedeckt wird? Der Rest kommt später? oder wie?
Bei aller berechtigten Vermehrer-Kritik: ein bißchen Grundwissen Biologie ist manchmal richtig hilfreich, damit die Argumente dann auch erst genommen werden.
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Meine Airedalehündin wurde auch etwa alle 4-5 Monate läufig, allerdings waren sowohl Läufigkeit als auch Scheinträchtigkeit so schwach ausgeprägt, daß ich das nicht weiter schlimm gefunden und als ihre "persönliche Note" akzeptiert habe. Züchten wollte ich nicht, die Hündin war gesund, und gegen die Dr. Jekyll & Mrs Hyde- Nummern, die ihre Vorgängerin unter voller Hormondröhnung hingelegt hatte, war's ohnehin eine Riesenerleichterung.
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Ich hab mir für den letzten Welpen immerhin mal ein großes, stabiles Welpengitter gekauft - und das war wirklich hilfreich: Nachdem der Neunwochenterrier die 70 Zentimeter im ersten Versuch locker überwunden hatte, habe ich das Ding einfach auseinandergenommen, mit den sehr stabilen Gittern die Zimmerecken mit den gefährdeten Kabeln abgesperrt, und brauchte mir von da an keine Sorgen mehr zu machen, daß der kleine Nager eine gebrezelt bekommen oder mich vom Telefon/Internet abklemmen könnte. War insgesamt viel alltagspraktischer als den Hund einzusperren.