Beiträge von terriers4me

    Hier kannst du dann auch gut sehen, daß die "vertrauensbildenden Maßnahmen" des Großen Erfolg hatten: Das Achteinhalbwochen-Baby muß nicht mehr ängstlich rumkläffen, sondern traut sich dann ganz friedlich an den ruhigen Riesen ran, und man begrüßt sich jetzt richtig höflich nach Hunde-Etikette:

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    Hier hast du eine ähnliche Situation im Bild, einen Erstkontakt zwischen Groß & Klein: Da hat der unsichere Welpe eben noch sehr aufgeregt gezappelt, gekaspert und gerade angefangen zu kläffen.

    Woraufhin der Große, der sowas auch noch nicht kennt, sich hinlegt - sicher nicht, um sich zu unterwerfen, sondern um Ruhe in die Situation zu bringen. Er sagt da so etwa: "Mach mal halblang, du komische halbe Portion - alles nicht so wild und überhaupt nicht gefährlich!"

    Und, wie du siehst: der Welpe reagiert sofort mit Ruhe, auch wenn er noch sehr unterwürfig ist:

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    Ich glaube, ich würde an eurer Stelle auch ganz fix den Trainer wechseln - Hunde-lesen scheint nicht so seine Stärke zu sein...

    Ich würde mal tippen, Arthur ist einfach erwachsen, selbstsicher und jetzt wirklich im neuen Leben "angekommen" - also hat er, wie sich das für einen stinknormalen Rüden gehört, eben keine Lust mehr auf jeden Fiffi und Struppi. Endlich fühlt er sich auch sicher genug, das deutlich zu machen. Wahrscheinlich war er vorher auch weniger souverän als steigend genervt. Dieses "wir haben uns alle lieb" ist ja nun mal nicht der hündische Normalzustand, sondern ein Menschen-Wunschbild, ewiges Kindchenschema, das den Tieren aufgezwungen wird. Teilweise sehr rücksichtslos - siehe das übliche "ohne Leine auflaufen" an einen Angeleinten.

    Arthur reagiert also eigentlich völlig normal - jetzt wär es deine Sache, ihm klar zu machen, daß er zwar niemanden mögen muß, Anpöblem und Auffressen aber trotzdem verboten sind, sprich: dass DU diejenige bist, die die Regeln vorgibt.

    Siehst du wohl, das klingt doch schon super - und ist oft auch der Trick: ein bißchen "denken wie ein Welpe", und schon wird's für alle bequemer.

    Und ein so kleiner Welpe "denkt" nachts vor allem eins: Ich muß so dicht wie nur irgend möglich bei meinem Rudel bleiben, oder es wird lebensgefährlich für mich. Daher kommt natürlich auch die Unruhe in der Box (die dann prompt auf Blase & Darm durchschlägt): weggesperrt kann sich so ein Zwerg erstmal überhaupt nicht entspannen. Er resigniert irgendwann, aber sicher fühlt er sich nicht, hat deswegen mehr Streß, der dann wieder auf die Blase geht...und so weiter. Insofern: laßt dem Winzling erstmal das Gefühl, in eurer Nähe und damit sicher aufgehoben zu sein, dann kommt das Durchschlafen auch schnell von selbst.

    Ausquartieren könnt ihr ihn trotzdem später noch. Mit ein paar Monaten werden sie deutlich selbständiger und brauchen diesen engen körperlichen Kontakt nicht mehr. Dann kann man auch gut den Schlafplatz verlegen - im Gegensatz zu einem jungen Welpen kann ein "Halbstarker" das gut wegstecken.

    Gemindert bekommst du den Jagdtrieb sicher nicht, aber durchaus "sozialverträglich" kontrolliert.

    Aber da ist meiner Erfahrung nach Regel Nr. 1, daß der freilaufende Hund sich in gefährlichen Gebieten nie (NIE!) aus deinem Einwirkungsbereich entfernen darf. Also kein Freilaufen über den Punkt, an dem er noch zuverlässig abrufbar (im größten Notfall im Durchstartemoment per Leine "abwerfbar") ist, kein Stöbern abseits vom Weg, im Zweifelsfall immer lieber anleinen, als zu einem Erfolgserlebnis kommen zu lassen.

    Und vor allem: kein (!)Weglaufen mit einem anderen Hund, erst recht nicht außer Sicht - das ist wirklich GIFT, wenn du einen Jäger kontrollieren willst. Ebenso kontraproduktiv ist natürlich eigene Unaufmerksamkeit: Dein gesamter Einfluß beruht ja darauf, daß du im Ernstfall schon reagierst, bevor der Hund es tut, ihn also im Ansatz stoppst. Ist er erstmal losgeschossen, ist eh alles zu spät.

    Da's zuhause eben nicht so gut geht, war der allzeit freie Fensterblick für meinen Terrier auch DAS Urlaubs-Highlight - gewußt wie! zum Glück haben die netten Vermieter die zweckentfremdete Sofalehne sehr locker gesehen:

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    Das einzige Problem, das ich da sehe ist, dass mein Terrier beim Alarmgeben immer die Scheibe so gräßlich vollgesabbert hat - aber der Hundespaß war mir das Extraputzen allemal wert.


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    Die Nachfolgerin darf's allerdings nicht. Die kann so dermaßen wild werden ,dass ich ihr zutraue, sich bei Katzensichtung frontal in die einfachen alten Glasscheiben zu stürzen - und was die aushalten, will ich lieber nicht auf diese Tour testen.

    Auch von uns ein Gute Besserung!

    Ich hab vor Jahren erlebt, daß der Dogge von Freunden die Rute kupiert werden mußte, weil sie sich gleich mehrere Wirbel an einer Glastisch-Kante buchstäblich zu Brei gewedelt hatte. Das war in der Heilungsphase sehr fies, und sie hat es trotz allen Aufpassens und Umwickelns von Wunde und Möbelkanten geschafft, die Wunde nochmal so hart anzuschlagen, daß nachamputiert werden mußte. Als dann irgendwann alles heil war, hatte sie keinerlei Ärger mehr, und die Besitzer waren hoch erleichtert, daß mit der ständig wund geschlagenen Rute endlich Schluß war.

    Ich selbst hatte zwei als Neugeborene auf 1/3 der Rute kupierte Terrier, die mit dem Stummelschwanz auch nie irgendein Problem hatten. Das Fiese ist offenbar wirklich diese Heilungszeit beim erwachsenen Hund, weil es kaum möglich ist, die Wunde "stillzulegen" - und dafür, daß das bei euch alles möglichst glatt geht, drücken wir euch jetzt natürlich Daumen & Pfoten!