Beiträge von terriers4me

    Ist das Herz in Ordnung?

    Unser alternder Hund bekam, als seine Herzleistung nachließ, nachts offenbar "Beklemmungen" und Atemprobleme, sobald er zu warm liegen mußte, und er fing auch das Wandern an. Sobald er auf Herzmedikamente eingestellt war, hörte das Rumlaufen schlagartig auf und er schlief wieder ruhig durch.

    Ich würde an deiner Stelle auch weitersuchen - die meisten dieser Altersmacken haben ja doch erstmal körperliche Ursachen.

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    Was macht ihr mit eurem Hund


    Auf jeden Fall ein feststehendes Zeremoniell beim Ableinen: Hund muß sitzen, Leine ab, Hund muß weiter sitzen, bis das "Okay, LAUF!" kommt.
    Minimaler Aufwand, aber sehr wirksam als Impuskontrolle für die kleine Rakete: bevor's losgeht, kriege ICH nochmal die volle Aufmerksamkeit. Danach ist Hundezeit, und ich laß sie erstmal völlig in Ruhe ihren Geschäften nachgehen. Ansonsten wird unterwegs nicht groß bespaßt, Hund liebt allerdings ein bißchen Arbeiten zwischendurch, also bauen wir gelegentlich ein paar Abliege- und Apportierspielchen ein. Das einzige, was ich tatsächlich regelmäßig übe und verlange, ist Blitzschnell-Rankommen auf Abruf.

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    Wie weit darf euer Hund sich entfernen?


    Verschieden. Draußen im Wildreichen halte ich sie recht eng bei mir, um sie im Jagdansatz stoppen zu können, im Wald darf sie auch nicht vom Weg. Im wildfreien "Hunderevier" seh ich das nicht so eng, da darf sie auch mal richtig zünftig stöbern.

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    Wie gut funktioniert der Rückruf?


    Das ist normalerweise(!) unsere Paradedisziplin - vermutlich, weil es, siehe oben, das einzige ist, was wir von Tag 1 an ständig geübt haben und im Alltag ständig brauchen. Aus Hundegruppen und aus dem Spiel kann ich sie gut rausrufen, bei Wild würde sie von einer gewissen Entfernung an wohl durchgehen, bei Katzen sowieso. Deshalb, ebenfalls siehe oben: in gefährlichen Gebieten bleibt der Radius begrenzt, oder sie kommt an die Leine.

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    Wann ruft ihr eure Hunde überhaupt zurück?


    Wenn uns irgend etwas - egal was - begegnet rufe ich sie grundsätzlich zu mir und peile erstmal die Lage, an unübersichtlichen Stellen im Wald ebenfalls.


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    Wie lange und wo laufen eure Hunde frei?


    Normalerweise den ganzen Spaziergang - wir laufen eh nur weitab vom Autoverkehr, da bin ich sehr vorsichtig.

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    Wie gut sollte euer Hund hören, um frei laufen zu dürfen?


    Kann ich nicht beantworten, weil alle meine Hunde von Anfang an selbstverständlich frei liefen & das "hören" dabei dann learning by doing war, sprich: Sie haben es freilaufend gelernt. Würde mein Terrier allerdings ernsthaft stiften gehen, mir also öfter außer Sicht laufen, wäre es vorbei mit der Freiheit - das hielten meine Nerven dann doch nicht aus!

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    Wie verhaltet ihr (& eure Hunde) euch bei Hundebegegnungen?


    Wie bei allen anderen Begegungen auch: ranrufen, Lage peilen und entscheiden ob Freigeben oder Anleinen. Vor Freigeben zu den Kumpels muß der Hund einen Moment absitzen, "fragen" und kriegt dafür öfter mal einen Happen reingeschoben - auch eine sehr schön alltagstaugliche Impulskontrolle, die inzwischen ein Ritual geworden ist.
    Treffen wir schwächere Hunde, die sie zum Spielauftakt gern mal mit Karacho umnietet, muß sie ein Stück bei Fuß auf den anderen zugehen und vor dem Durchstarten nochmal "fragen" - verkürzter Anlauf sorgt da für deutlich zivilisiertere Umgangsformen.

    Es liegt daran, daß der Hund sich vor euch fürchtet und eure "Attacken" deswegen schon voran abzublocken versucht. Pinkeln ist da das letzte, verzweifelte Mittel, das ein Welpe hat, ein sichtbares "bitte friß mich nicht, ich bin noch klein". Nervöse und unsichere Typen setzen sowas gern auch zur Begrüßung ein, beugen also dem Ärger sozusagen vor. Daß sie ihn damit heraufbeschwören, können Hunde leider nicht verstehen - aus ihrer Sicht ist das genau andersrum.

    Ich würde an eurer Stelle meinen Umgang mit dem Hund, vor allem das "Disziplinieren" sehr sorgsam überdenken und versuchen, so viel Ruhe wie möglich ins Zusammenleben zu bringen, damit die Umwelt für das Sensibelchen berechenbar wird. Fühlt er sich sicher, verwächst sich so ein Babyverhalten normalerweise. Bleibt der Druck, wird der Hund auch das Pinkeln verstärken - aus seiner Sicht logisch, denn eine stärkere Bitte um Gnade hat er ja nicht.

    Ich hab hier übrigens auch so eine Kandidatin. Die hat zwar bei mir niemals gepinkelt, dafür aber, wenn sich Fremde über die beugten, um sie anzufassen. Das war ihr unheimlich, also zeigte sie vorsichtshalber, wie klein & schutzlos sie war. Jetzt, mit drei Jahren, hat sie das weitgehend abgelegt, bis auf sehr aufgeregte Begrüßungssituationen mit Fremden. Dann geht sie manchmal noch auf Nummer Sicher und pinkelt ein paar Tropfen - daher findet sowas eben vor der Haustür statt und geht inzwischen meist auch trocken über die Bühne.

    Ansponsten kannst du's nur ignorieren und auf Ruhe & Zeit setzen. Irgendwelcher Druck bringt den Hund ja genau in die Lage, die er vermeiden will ,und, siehe oben: dann pinkelt er vor Streß erst recht.

    Es geht ja wirklich vorbei!

    Sobald die Stehtage rum sind, sinkt mit dem Hormonspiegel auch der Frustpegel der Hündin, und es ist wieder Ruhe.

    Nur aufpassen mußt du jetzt wirklich gewaltig, weil die Damen in diesem Zustand Erstaunliches schaffen - Aus dem Halsband-Drehen hatten wir schon genauso wie den Versuch, durchs gekippte(!) Fenster abzuhauen. Es heißt leider nicht umsonst "läufig", einige Hündinnen nehmen das bitter ernst.

    Was wirklich wichtig ist: Laß jetzt keinen Rüden "versuchsweise" an ihr schnuppern oder in ihre Nähe kommen, nur um zu sehen, ob sie noch steht - je mehr Kontakte, desto mehr steigert sie sich natürlich rein und weint hinterher nach den Herren.

    Beweg sie alleine und kräftig, daß sie wenigstens müde wird, und sitz es ansonsten aus - ich hab mich immer damit getröstet, daß es bei einer Hündin ja nur ein kurzer, vorhersehbarer Zeitraum ist, während es einen Rüden jederzeit bis zum nächtlichen Geheul erwischen kann...

    Mit ihrer Gesamtsituation ist eure Hündin in der Tat sehr unzufrieden, und das macht sie gerade deutlich: Sie "weint" nicht etwa, weil sie depressiv ist, sie ruft mit dem Gejaule - und dreimal dürft ihr raten, wonach.

    Winseln heißt ja nicht "ich bin traurig", das ist reine Vermschlichung. Normalerweise ist sowas eher ein dringendes "Bitte!" auf Hündisch, und dieses "BITTE laß mich jetzt endlich raus/von der Leine, damit ich mir einen Kerl suchen kann!" machen viele hochläufige Hündinnen.

    Entnervend, aber es geht ja vorbei, vor allem, wenn du es schaffst, sie nicht dauernd zu beachten, damit sie sich nicht total reinsteigert. Sie weiß ja, daß DU die Tür aufmachen kannst, und solange du mit ihr kommunizierst, ist da Hoffnung! Und du weißt zumindest, daß du gerade in dieser Zeit enorm (!!!) aufpassen mußt!

    Wenn sie nicht aus einem verborgenen Hoardingfall stammen, würde ich die armen Minis ja eher für den unvermittelbaren Bodensatz einer Auslands-"Rettungsaktion" halten. Die sehen doch genauso aus wie ein Querschnitt durch die Kleinhunde-Typen, die viele Orgas per Internet frisch aus dem rumänischen oder Sonstwo-Asyl offerieren. Ein Vermehrer wird sich wohl kaum die Mühe machen, ältere Rüden durchzufüttern und seine Restbestände schließlich nach D zu karren, um sie da auszusetzen - der entsorgt sie vor Ort. Und die Mühe, einen Mix mit Staupe durchzubringen, macht man sich in diesen Kreisen wohl auch eher nicht. Das spricht schon eher für Straßenhund, der's irgendwann irgendwie geschafft hat.

    Den Schlepper-Verdacht finde ich auch insofern sehr naheliegend, weil die Autobahn Hamburg-Bremen so nahe ist und da durchaus sowas vorkommt. Den völlig verstörten Frischimport- Rüden, der erst vor ein paar Wochen im Nachbarkreis von der Leitplanke dieser AB gerettet wurde, hat auch niemand aus dem TH abgeholt - hoffen wir mal, daß es diesen Zwergen bald besser geht.

    Bei uns ist es wegen des Monokels immer noch und immer wieder "der Hund von den kleinen Strolchen", obwohl der ein Pitbull war.

    Dabei ist es in Wirklichkeit der Hund von Tim und Struppi, also ein altmodischer Foxterrier - sieht man doch!

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    Meine Hunde kennen den Unterschied einfach deshalb, weil sie ihn gesagt bekommen: Wenn der Welpe was zum Zerlegen kriegt, heißt das von Tag 1 an immer "Beute!". Soll er irgendwas nicht haben, ist es "Nein!".

    "Beute!" wird natürlich dann noch kräftig angespielt, und das kapieren die Zwerge wirklich recht schnell. Ist auch für später praktisch, weil der Hund oft von sich aus mit einem Blick "fragt", ob z.B. das schöne Stöckchen im Garten jetzt ermordet werden darf - oder doch wieder eins von diesen blöden Steckhölzern ist, auf die ich so unverständlich viel Wert lege.

    Spielzeug-Kaufen fällt eigentlich schon unter "nice to have", weil für einen Mini so viel im Haushalt abfällt - alte zusammengeknotete Handtücher, Pappkartons und zerknülltes Papier zum Beispiel.

    Wenn, würde ich ein paar stabile Hartgummi-Teile kaufen, sowas wie Kong, dazu ein ganz großes, festes Zerrseil, und die "Verschleißartikel", die man dauernd wegschmeißt, eher aus dem Laufenden decken: aus dem Papierkorb, dem Garten (Knabberzweig zum Entrinden) und vom Schlachter (möglichst nicht zerlegbarer Riesenknochen).