Beiträge von terriers4me

    Ich frag mich echt, wer sowas immer wo abschreibt -bei meinem Hund VERHINDERT eine moderate Getreidemenge (etwa 1/4 der Ration) in der Mahlzeit Blähungen. Von zu großen reinen Fleisch- oder Fleisch/Gemüsemengen bekommt sie die dafür aber garantiert.
    Steht auch irgendwo in einem TA-Buch, weshalb das so ist, aber das wird dir Samojana viel besser erklären können. Hat irgendwas mit der Quellfähigkeit des Getreides und der dadurch besseren Darmpassage der ganzen Mahlzeit zu tun - in der Praxis klappt das hier jedenfalls bestens.

    Wenn du dich mit dem Getreideabwiegen nicht völlig kirre machen, es aber ganz trotzdem genau haben willst, schnapp dir einmal die Briefwaage, wieg aus und schreib auf, wieviel von der jeweiligen Getreideart trocken auf einen Eßlöffel geht. Bei Hirse sind das roundabout 30 Gramm. Kann man sich leicht merken und in Zukunft noch leichter dosieren.

    Ich würde auch zusätzliche Litze spannen, vor allem unten, und ordentlich Saft draufgeben - das sollte sie eigentlich draußen halten.

    In den totalen, blinden und gefühllosen Jagdrausch kommen die Hunde ja normalerweise erst, wenn sie die fliehende Beute schon dicht vor der Nase haben. Dafür müßten sie hier aber schon innerhalb der Umzäunung und an der Herde dran sein. Im vorangehenden "Ausspäh-Stadium" sollten sie schon noch merken, wenn sie wirklich kräftig einen geschossen kriegen - das hält ja sogar den Normalwolf ab.

    Das ist doch schon mal was. Dann drücken wir sehr die Daumen, daß die Besitzer schnell ermittelt werden - die Sorge um die Jungpferde kann ich sehr gut nachvollziehen und halte sie auch für berechtigt.

    ...pardon, zu früh geklickt, wollte sagen: Bist du dir sicher, daß der Reiter- und Menschenangreif-Teil der Geschichte nicht eventuell ein bißchen übertrieben ist? (Was natürlich nix dran ändert, daß die Hundebesitzer zur Verantwortung gezogen gehören - aber sowas von!)

    Was mich an dieser Story leicht wundert: zwei Hunde sollen da länger regelrecht durch die Gegend marodiert haben - Reh gerissen, Reiter verfolgt, Menschen attackiert - aber es gibt nicht mal ein einziges Handyfoto, mit dem man zur Polizei gehen könnte?

    Kommt völlig aufs Pferd an.

    Ich hab früher mal erlebt, wie sich eine Vollblüterin aus Panik vor zwei großen Hunden fast selbst zur Strecke gebracht hätte: die ist blind durch einem Holzzaun gekracht und hat sich dabei den Brustmuskel regelrecht zerfetzt.

    Während mein eigener alter Islandwallach auf einem Ausritt einfach stehen blieb und cool und gezielt zuschlug, als uns plötzlich ein Schäferhund von hinten anging. Reines Glück für den Hund, daß er sich gerade noch abducken konnte - er ist jedenfalls schreiend und auf einer Pinkelspur zu seinen Leuten zurückgekrochen.

    Die Sorge um die Jungpferde halte ich insofern schon für berechtigt: reißen können werden die Hunde sie nicht, aber eine ganze Herde in kollektive Panik scheuchen wären bei flüchtigen Pferdetypen durchaus drin. Bei coolen Ponys gäb's wohl eher Hundematsch - aber auch die können natürlich verletzt werden.

    UND, blöd genug: scheuchen die Hunde die Pferde durch den Zaun auf die Straße und es passiert was, haften natürlich die Pferdehalter.

    ...und bedenkt bitte: der Hund ist noch nicht einmal halb erwachsen. Das, was er jetzt zeigt, ist erst ein leichtes "Einarbeiten" in den Job, der ihm in den Genen liegt. Wenn er jetzt schon vertraute(!) Menschen gebissen hat, was glaubt ihr, was er mit 3-4 Jahren tun wird - dann, wenn er erwachsen ist und sein volles Schutzverhalten zeigt?

    Was dann auf euch zukommt, steht ja sehr schön in dem Artikel, den du verlinkt hast - ich versteh nur nicht, weshalb man sowas nicht vor einer Katalogbestellung liest und/oder ernst nimmt:

    Zitat

    Karakatschans werden aggressiv, wenn sie ihre Herde verteidigen. Versucht ein Fremder, ein Tier der Herde zu fangen, könnte er schwerer Aggression begegnen

    Dein Vater hat recht: gebt den Hund ab, und zwar in wirklich fachkundige Hände, solange er wenigstens noch nicht ausgewachsen ist. Vielleicht kann jemand, der diese Hunde wirklich kennt, da jetzt noch was retten - wenn er erstmal komplett "fertig" ist, ist es vermutlich zu spät.

    Kommt drauf an, ob ihr rassetypisches Verhalten als Problem bezeichnen wollt - und da gäbe es wohl genau zwei Optionen:

    1.) Eurer HSH würde den Neuzugang als Schützling akzeptieren und dann ebenso eigenständig und vehement gegen alles und jeden verteidigen, wie er das jetzt schon mit deiner Mutter tut. Das könnte durchaus Probleme aufwerfen - und zwar eine ganze Menge.

    2.) eurer HSH würde den Neuzugang nicht akzeptieren - dann würde er die "Herde" gegen ihn verteidigen, und da er ihn nicht vertreiben könnte, wäre der andere Hund dann eben irgendwann schwerverletzt oder tot. Fände ich persönlich auch recht problematisch.

    Für welche Option sich der Hund entscheiden wird, ist nicht vorauszusagen. Fakt ist nur: So wie die Dinge bei euch jetzt schon liegen, wird ER das ganz allein entscheiden - nicht etwa ihr.

    Sieht nach quer durch den Bauernhof aus, so ein netter Dorfmix, wie es die hier früher auch oft gab. So etwa Spitztyp mal Schäfertyp, und später so um die 45-50 cm groß? Ist natürlich nur geraten!

    Falls das Hundchen tatsächlich mit vier Monaten (!) schon kastriert wurde, ist das übrigens ziemlich heftig und spricht sehr gegen jede Sachkunde der Verkäufer - aber das war ja hier nicht die Frage.