Ursprünglich war die Deutsche Dogge für solche Zwecke gedacht: ein repräsentativer, riesiger, beweglicher, im Zweifelsfall sehr scharfer Begleithund. Prototyp war da Reichskanzler Bismarcks legendärer Thyras - wie's mit den Gebrauchshundeeigenschaften der Rasse heute aussieht, weiß ich nicht.
Beiträge von terriers4me
-
-
Externer Inhalt www.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
-
Beißhemmung muß er tatsächlich lernen. Ich hab meine kleine Flipperkugel zeitweise regelrecht aus der Luft gefangen und ihr dann deutlich gesagt, daß ich NICHT amüsiert bin, wenn sie an meinem Hosenbein hängt. Daß Kneifen in nackte Haut ohnehin tabu ist, hatte die Bande schon bei der Züchterin gelernt, ich brauchte da also nur noch anzuschließen.
Das war auch alles insofern wirkungsvoll, als sie mich schnell nicht mehr in Hosenbeine und niemals in nackte Haut geknappt hat - nur, ich geb's zu: meine Gartenschuhe brauchten nach der wilden Kinderzeit dann doch neue Nähte....
Bei uns ging's aber tatsächlich immer nur um diese legendären fünf Minuten - wenn dein Zwerg überhaupt kein Ende findet, ist er wohl wirklich generell überdreht.
-
Diese verrückten fünf Minuten sind erstmal stinknormal für einen fitten Terrierwelpen (und du wolltest doch unbedingt so einen Terrier!), sowas Ähnliches, in Fachkreisen als Russel-Turbo bekannt, machen auch die Erwachsenen noch regelmäßig. Bei meiner Hündin brauche ich in gewissen Momenten nur in die Hände zu klatschen und "Turbo!" zu sagen, dann geht sie ab, und ihre Vorgängerin konnte sowas sogar noch als Blinde.
Freu dich, daß du genau das bekommen hast, was du haben wolltest, nämlich einen Welpen mit ordentlich Pep, verbitte dir das Beißen (zum Beispiel, indem du die Attacke auf ein Zerrseil umlenkst), spiel ansonsten mit, lach über den rassetypischen Wahnsinn und freu dich, daß dein Hündchen so gut drauf ist. Normalerweise dauern solche Turbo-Schübe ja nicht lange.
In gewissem Umfang gehört der Wahnsinn sowohl bei einem Welpen als auch bei einem Russell dazu, bei einem Russellwelpen also erst recht. Nimmt er allerdings überhand, solltest du prüfen, ob dein Welpe nicht generell zu aufgedreht und zu spannungsgeladen ist - ob du also dein Tagesprogramm runterfahren und für mehr Ruhe sorgen müßtest.
-
Das tut mir für deine Freundin sehr leid - einen so scheußlichen Unfall wünscht man wirklich niemandem.
Ursachen gäbe es eigentlich nur zwei: eine ernsthafte Auseinandersetzung zwischen den zwei Hündinnen, die durchaus mit der Läufigkeit des Chis zusammenhängen könnte
oder ein Spiel, das plötzlich in Jagdverhalten überkippt, weil die winzige, vielleicht quiekende und flüchtende Hündin den Jagdreflex in der anderen ausgelöst hat.
Indirekte Todesursache ist wahrscheinlich der Größenunterschied: Ein Schnauzer ist nun mal ein sehr fixer, erbarmungsloser Rattenkiller, und sowas könnte auch ein Mix in Genen haben (mein Schnauzermix hatte es!). Und ein empfindliches Hündchen wie einen Chi braucht er da nur einmal "irrtümlich" kurz und hart zu schütteln, und das war's dann leider schon.
Dann sollte die Wunde allerdings eher über Rücken oder Genick sitzen. So, wie du es beschreibst, würde ich eher an die erste ernsthafte Auseinandersetzung beider Hündinnen denken (es war immerhin die erste Läufigkeit, die sie zusammen waren!), und die werden nun mal oft sehr, sehr viel härter geführt als Kloppereien unter Rüden. Aber auch hier: es dürfte nicht viel Gewalt gebraucht haben, damit ein Schnauzermix einen Chi tötet.
-
Ich kann dir da aus Erfahrung auch nur zur guten alten Wurfkette raten. Ein Kettenhalsband für Großhunde läßt sich flach in jede Jeanstasche stecken und hat auch echt gute Flugeigenschaften.
Wenn da ein Vor-die-Pfoten-Schmeißen mit einem nachdrücklichen "Hau ab!" nicht reicht, würde ich auch nicht zögern, es dem Schäferhund schlimmstenfalls auf den Hintern zu brennen. Nicht, daß da jetzt ein falscher Eindruck entsteht: Sowas hab ich Jahrzehnten Hundehaltung genau einmal gemacht, und das war ebenfalls, als mein Junghund von zwei Rüden sehr ernsthaft in die Zange genommen wurde.
Normalerweise reicht das bloße Hinschmeißen mit Aufstampfen und Anbrüllen, daß der Angreifer in Zukunft einen Bogen um euch schlägt - es geht ja vor allem um den Showeffekt, für den Hunde zum Glück sehr empfänglich sind.
-
Ja - normalerweise sollte das absolut reichen.
Aber stell dir vor ,du hast einen Jagdterrier, und der gerät an Tierschützer der ganz speziellen Sorte - es gibt in der Szene offenbar wirklich nichts, was es nicht gibt:
http://content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/18398…r-tierheim.html
-
Ich hab mit meinem Hund auf 15 Quadratmeter Studentenbude gewohnt, und es ging prima.
Allerdings war das kein Riese, sondern ein ruhiger Mix in Mittelschnauzergröße, UND es waren noch die goldenen Zeiten, in denen du einen gut erzogenen Hund wirklich fast überallhin mitnehmen konntest. Das heißt: Wir waren eh die meiste Zeit gemeinsam unterwegs, und zuhause pennte der Hund.
Aus dieser Erfahrung würde ich auf zwei Dinge achten: einmal auf einen wirklich ruhigen, gelassenen umweltsicheren Hundetyp, der nichts vermißt, wenn er verhältnismäßig viel stilliegen muß, sondern eher auf Chillen steht. Keine Ahnung, ob ein junger Labrador da dazugehört? Wichtig ist auch, daß der Hund nicht "beängstigend" wirkt oder sehr auffällt, dann steigt deine Chance, ihn viel mitnehmen zu können, nämlich deutlich.
Zum anderen würde ich meine Größenträume auf das Hunde-Maß reduzieren, dem du auch "ausgefahren" einen wirklich bequemen Liegeplatz bieten kannst. Den brauchst du nämlich dringend: wenn dir der Hund dauernd zwischen den Beinen rumquirlt, ist das nicht nur unfallträchtig, sondern nervt beide Seiten gleichermaßen.
Bei uns war eine dicke Decke unter dem Schreibtisch ideal: Hund hatte Platz, ich hatte warme Füße. Aber, wie gesagt: Das Tier war mittelgroß - einen Labbi hätte ich nicht so perfekt parken können.
-
Hundeerfahrung hieße für mich, Hunde generell gut "lesen" zu können - hat also weniger mit gemeinsam verbrachter Zeit als mit menschlicher Lernfähigkeit zu tun.
-
Das ist von Hund zu Hund sowas von verschieden.
Meine erste Mixhündin hat mich die paar Male, die sie für ernst hielt, so rigoros verteidigt, daß sie selbst mit ihren kleinen 14 Kilo sehr erschreckend wirkte, weil der Angriff so "überlegt" war: sie hing plötzlich an dem Arm, den jemand nach mir ausgestreckt hatte - was bei einem fahrkartenkontrollierenden Schaffner natürlich überhaupt nicht gut kam...
Der Schäferboxermix und der Jagdterrier waren da ebenfalls sehr einsatzbereit, wobei es bei dem Terrier wohl überwiegend der Spaß am Krawall war, der ihn furchtlos gegen alles und jeden losgehen ließ. Nachgegeben hat er dann allerdings nicht mehr, den hätte man tatsächlich umbringen müssen. Der Große dagegen ging im Zweifelsfall einfach zwischen mir und seinen Mädels und der Gefahr, wurde total steif und knurrte leise. Ich glaube, der hat mir wirklich mal einiges erspart, als uns im Wald plötzlich ein ein Mann nachging - daß dieser Hund im Ernstfall hingelangt hätte, glaube ich sicher.
Die Nachfolger, der Airedale & die zwei Russells, haben das Verteidigen ebenso sicher für meine Sache gehalten. Anschlagen ja, Stellen und Verbellen war beim Airedale auch noch drin, aber dann ein deutliches "Mach du mal!".