Beiträge von terriers4me

    Kann durchaus sein, daß er Mägel hat, ja - in etwa diesem Alter, genau mit dem Zahnwechsel, haben mir schon zwei Junghunde plötzlich mit dem Kotfressen angefangen. Bei beiden half das regelmäßige Füttern von grünem Pansen wg. der Enzyme plus Zugabe von Ultraspur - da hatte also tatsächlich irgendein Mangel vorgelegen.

    Wenn er aber außerdem noch heftig Gras frißt, könnte er ebensogut einen vom vielen Fleisch übersäuerten Magen haben. Nicht zuletzt ist er jetzt in dem Alter, in dem er sich körperlich enorm entwickelt (Zahnwechsel!), entsprechend viel braucht und bei fast reiner Fleisch/Gemüsefütterung vielleicht auch schlicht Riesenhunger hat, weil er seinen Energiebedarf nicht decken kann?

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    Schaffe Dir und Spike andere Varianten des Hundelebens - es ist nicht zwingend nötig, jedem fremden Hund die Pfote zu schütteln.......

    Das kann ich dir als ehemalige Besitzerin einer blinden Russellhündin auch nur ans Herz legen - meine blieb zwar mit allen Hunden prinzipiell gut Freund, wurde aber sehr schnell sehr böse, sobald sie sich bedrängt fühlte: Hunde, die sie freundlich antatzten, hatten sie ruckzuck im Gesicht.

    Ein sehbehinderter oder gar blinder Hund kann soziale Situationen einfach nicht mehr so gut einschätzen, und ein Terrier reagiert darauf eben rassetypisch mit Vorwärtsverteidigung: er attackiert, bevor die anderen dazu kommen. Ist zwar meist nur Getöse, gibt aber trotzdem oft Ärger.

    Mit anderen über die Wiese zu toben, gehört bestimmt eher nicht auf die Wunschliste deines Sehbehinderten: er kann dabei ja nie abschätzen, ob ihm jetzt einer auf Anrüpel- oder Überrenndistanz nahe kommt, ob irgendwas freundlich oder böse gemeint ist, hat also dauernd Streß. Den solltest du ihm ersparen.

    Das ist aber nicht allzu dramatisch, denn DU kannst deinem sehbehinderten Hund ja jede Menge Ausgleich bieten. Da er wegen seines Handicaps ganz besonders auf deine Führung angewiesen ist, wird er sich dir ohnehin besonders fest anschließen, und das kannst du dann bestens nutzen, um ihm -zig Sachen beizubringen, die euch dann beiden Spaß machen.

    Er ist geradezu hinreißend schön - aber er hat genau diesen Beutegreifer-Blick, der mich inzwischen zu größer Vorsicht mahmen würde...Ein Prachtkerl isser aber auf jeden Fall.

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    aber genauso genieße ich seine unangefochtene Ausstrahlung und dieses mords-Angeber-Ego.

    Ohe dir zu nahetreten zu wollen: das klingt, als hingest vor allem DU an seinen Klöten und hättest im Zweifelsfall das größere Problem, weil dein Rüde kastriert eventuell nun nicht mehr der Supermacho sein könnte, der das Selbstbewußtsein an anderen Ende der Leine gleich mit heben muß.

    Was übrigens um so komischer wirkt, als einer unangefochtensten, souveränsten Rüden, die ich bisher kennenlernen durfte, eine mit fünf Monaten(!) kastrierte Deutsche Dogge war. Wenn der auftrat, teilten sich tatsächlich sozusagen die Wasser, und Identitätsprobleme hatte er garantiert in keiner Weise.

    Laßt mich mal kurz raten: bei Kätzinnen isses wurscht, aber Kater dürfen AUF KEINEN FALL die kostbaren Klöten verlieren - ein männlicher Autor, oder?

    Abgesehen von diesem Schmarrn würde ich das Einschläfern neugeborener Katzenwelpen aber durchaus auch mal wieder diskutieren - ich finde es im Zweifelsfall schon vertretbarer, als die Kleinen später irgendwo vergammeln zu lassen oder auszusetzen. Ich hab die Zeiten noch erlebt, als das für Katzen (und auch für Hunde!) erlaubt war, und da hat sich das Katzenelend tatsächlich noch nicht so explosiv vermehrt, unter anderem deshalb, weil die meisten Leute ihrer ungewollt tragenden Katze dann wenigstens eben nur zwei statt sechs Welpen gelassen haben - allerdings war auch damals schon das Kastrieren normalerweise das Mittel der Wahl!

    Wir haben mal einen erwachsenen Doggenrüden, der partout nicht wollte und sich platt auf den Boden geklappt hatte, in genau dieser Stellung zu dritt die Treppe runtergetragen, die Besitzerin Kopf & Vorderbeine, dann einer die Mitte und einer die eingefaltete Hinterhand. Für das Video würde ich heute sonstwas geben.

    Der arme Riese war völlig in Schreckstarre und hatte unten naßgeschwitzte Pfoten, aber es ging schlicht nicht anders: sein Frauchen war keine 500 Kilometer gefahren, um sich nachts mit ihm im Windfang zusammenzurollen.

    Rauf ging er am nächsten Morgen übrigens völlig problemlos, und danach dann auch runter - nur die Premiere war absolut kinoverdächtig.

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    Das ganze ist auch nur ein Schritt in die Richtung "mach Dich selber mal locker"

    Haargenau, eigentlich geht's da natürlich ums eigene tiefe Durchatmen - daß das auch die Viecher locker macht,wußte schon zu Urgroßvaters Zeiten die Kavallerie.
    Deshalb: Je skurriler, desto besser. Irgendwas Schönes fürs Kopfkino. Spätestens beim Holzfäller, der so gerne Strapse trägt, mußt du so lachen, daß dein Pferd nur noch irritiert mit den Ohren klappt & die gefährliche Mülltonne total übersieht. Also: Haut rein:

    http://www.youtube.com/watch?v=sZa26_esLBE