Beiträge von terriers4me

    pardon, da fehlte natürlich der Geschwister-Foto-Vergleich: Hier ist meine Hündin, offenbar immer noch die Hochbeinigere, Athletischere der beiden - die Wurfschwester war schon als Welpe viel kompakter, aber auch kurzbeiniger:

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    Die Ähnlichkeit meiner Hündin mit der Halbschwester väterlicherseits, die ich vorhin schon verlinkt hatte, ist dagegen wirklich enorm:

    http://www.vomleitzingerhof.de/4.html

    OMG - bei so einer Vorstellung schlottern mir auch die Knie, weil mein Köti ein lebender Sauendetektor ist und auf Schweinegeruch abgehen würde wie eine Irre, wenn sie denn bloß dürfte. Die hat letztes Jahr mal so eben im Vorbeigehen die Rotte im Raps angezeigt, die die Jäger mit einem DD nicht hatten finden können. Zu unserem großen Glück hab ich sie in dieser Ecke immer an der Leine - es waren zehn Bachen mit -zig Frischlingen und ein Keiler, der dann sogar ausgenommen noch seine 70 Kilo gewogen haben soll....

    Seitdem hab ich zumindest eine "falls du DEN Hund mal verkaufen willst..."-Handynummer hier, aber ursprünglich wollte ich das Tierchen doch bloß als Rattenfänger....

    Spike ist echt goldig!

    ...und was die nicht-schleppende Schleppleine angeht: NATÜRLICH sind wir nach der Reh-Eskapade damit erstmal dahin gegangen, wo immer an derselben Stelle ein fetter Hase aufspringt, auf den sie schärfer ist als auf alle Rehe zusammen, natürlich hatte ich, sauer wie ich war, alle Vorbereitungen getroffen, Fräulein Terrier jeden Hetzansatz wirklich unerfreulich zu machen - und NATÜRLICH hat sie trotz der prompt aufspringenden Lieblingsbeute nicht mal die Leine strammgezogen, sondern sich bloß mit diesem "na, zahlste bar?!"-Grinsen im Gesicht zu mir umgedreht.

    Warum komm ich mir dann eigentlich immer so blöd vor?

    Daß wir uns jetzt bloß nicht mißverstehen: Mir ist dieser Hund in fast vier Jahren gerade mal dreimal wirklich abgegangen - aber das war dann jedes Mal eine Aktion, bei der mir echt die Knie geschlottert haben. Wenn ich schneller bin, hab ich sie auch schon bei vier dicht vorbeidonnernden Rehen frei ins "Sitz" gekriegt - aber wenn sie erstmal die ersten Sprünge absolviert hat und sich frei fühlt, fällt die Klappe.

    Der Witz an der Sache ist, daß Fräulein Terrier aus einer Verpaarung stammt, die gerade NICHT auf jagdliche LZ angelegt war - aber genau der nicht leistungsgeprüfte Vater hat dann ironischerweise diesen enormen jagdlichen Wumms vererbt, und fast seine gesamte Nachzucht geht ernsthaft arbeiten. Er selbst ist auch längst Berufsjäger statt Showhund - so kann's kommen.

    Hier ist zum Beispiel eine Schwester meiner Hündin, die vermutlich ihren Traumjob hat - aber mir wird echt flau, wenn ich auf dem Jagdfoto das Monokel an der Sau hängen sehe...

    http://www.vomleitzingerhof.de/4.html

    ...und "den Blick" hab ich auch zuhause. Hier wartet das entzückende Hundchen nicht nur auf den Frühling, sondern vor allem auf den fetten Kater von gegenüber, der sich ja vielleicht doch mal in ihre Aktionsweite verirren könnte. Wie man an der besabberten Scheibe sieht, hat sie ihm längst angekündigt, was ihn dann erwartet. Und das Viech ist deutlich größer als sie...

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    Aber was soll's: Ich WOLLTE ja unbedingt einen Terrier!

    MaYaL:

    ziemlich weit unten gemessen ist der Halsumfang knapp 30 Zentimeter.

    BieBoss,

    ich hab mich ja schon als Teenager unsterblich in einen Jagdterrier verliebt. Insofern weiß ich genau, weshalb mir hier ohne "the real thing", also ohne Jagen, keiner mehr ins Haus kommt - und Jagdschein hab ich nun mal nicht. Was mich leider nicht dran hindert, bei so schönen Fotos immer beinaheschwach zu werden.

    ...und was die Vorsicht angeht: die hat einen aktuellen Anlaß. Mir hat meine ja eigentlich sehr anpassungsfähige und brave PRT-Hündin gerade gezeigt, wo der Terrier-Hammer wirklich hängt - und zwar mit einer Rehhetze, wie ich sie kaum je erlebt habe.

    Ich hatte sie in den vollkommen leeren, vollkommen wildfreien Feldern abgeleint, gerade mit einem Dummy so richtig schön hochgedreht - da sprang plötzlich aus einem eingezäunten Freizeitgrundstück 100 Meter weiter eine Ricke. Wohlgemerkt: Über gut 1,50 hohen Stacheldraht und eine uneinsehbar breite Weißdornhecke - eine Gazelle hätte das nicht besser hingekriegt.

    Leider war die Reaktionszeit meines Terriers kürzer als meine, und der Hund war folglich WEG wie ein weißer Pfeil - in einem atemberaubenden Tempo und taub für alles andere. Irgendwie hatte ich das Scheißgefühl, daß sie diesmal dranbleiben würde bis ans Ende der Welt. Passierte zum Glück nicht, das Reh verschwand im Wald, worauf die Sichtjägerin sofort stoppte und ebenso rasend schnell zurückkam und sich mir strahlend zu Füßen schmiß - und zwar in einem Rausch- und Glückszustand, wie ich ihn ihr auch mit hundert Jahren Ersatzbeschäftigung nicht bieten kann. JAGEN ist das, wofür sie auf der Welt ist, und sie weiß das auch ganz genau.

    Jedenfalls: Wir gehen jetzt brutzeitartig mit Zehnmeterleine, die natürlich NICHT schleppt (das hätte mir bei dieser Blitzreaktion übrigens auch nichts mehr genutzt - da wär sie auch noch mit Leine weggewesen) - und ich erneuere alle heiligen Schwüre, die Finger von noch krasseren Jägern zu lassen!

    Zitat

    johanaa hat geschrieben:Ich beobachte viele Obdachlose mit ihren Hunden, mein Eindruck ist, dass die Hunde eine sehr gute Bindung zum Halter haben, sich nach ihm richten, aufs Wort hören.

    yep, gibt's hier auch, einen top spurenden Rottweiler. Liegt normalerweise frei und brav an Herrchens Füßen, wenn der auf der Parkbank sitzt - und falls er sich doch mal unerlaubt erhebt, klatscht ihn die Lederleine kräftig auf den Rücken, notfalls noch gefolgt von einem herzhaften Tritt.

    Ich lach mich immer weg, wenn einige der Schleppleinen & Leckerchen-Halterinnen, die das noch nicht gesehen haben, seelenvoll davon schwärmen, was dieser Hund doch für eine Traumbindung zu seinem Herrchen hat, und so ganz intuitiv in seiner Nähe bleiben will....

    Zitat

    Ich glaube, hier ging es nur um die Frage: Ist es MÖGLICH, Hunde ohne Leckerlies zu erziehen.

    Und die Antwort ist ganz klar: JA!

    Aber sowas von - wofür haben wir denn bitte eine Stimme bekommen?

    In den Vor-Leckerli-Zeiten (also bis vor ungefähr zehn Jahren) war es stinknormal, überwiegend per Stimme & Blickkontakt zu arbeiten, und ich seh da eigentlich keinen Riesenunterschied.

    Das einzige, was sich geändert hat: ICH hab es natürlich leichter, wenn ich öfter mal cash bezahle, weil ich mir dann ein paar Übungs-Wiederholungen sparen kann. Aber die Bindung des Hundes hängt sicher nicht davon ab.