Ich drück euch auch mal sehr die Daumen für den eingeklemmten Nerv!
Im "Hunde-Bekanntenkreis" hab ich bis jetzt zwei CE-Fälle mitbekommen: Einmal ein DSH, der sofort nach der Diagnose operiert wurde. Der Hund quälte sich noch ein knappes Jahr, kam nicht mehr richtig auf die Beine und mußte schließlich wg. Dauerschmerzen eingeschläfert werden.
Zum zweiten ein sehr großer, langrückiger DSH-Mischling, der immer ein komisches, steifes Gangbild hatte, mit fünfeinhalb zu lahmen begann und die CE-Diagnose bekam.
Besitzer hat sich bei der Polizeihunde-Staffel erkundigt, was die im Fall des Falles tun - und die meisten lassen nicht operieren, sondern die Hunde mit Chiro- und Physiotherapie behandeln. Es gibt wohl, soweit ich das mitbekommen habe, in Dänemark einen spezialisierten Therapeuten, zu dem halbe Hundestaffeln pilgern. Heilt natürlich nichts, kann den Verlauf aber hinauszögern.
Meine Bekannten haben sehr geschwankt, aber weil ihr Hund wegen seines überlangen Rückens ohnehin noch mehr Probleme hatte, schließlich ebenfalls von einer OP abgesehen. Der Rüde bekam erstmal Physiotherapie, dazu Massagen & gezieltes Muskeltraining und lief nach einem Vierteljahr besser, als er je gelaufen war.
Heute ist er sieben, also zwei Jahre älter, und im Großen & Ganzen gut dabei. Lähmungen hat er keine, (hatte er auch nie) nach Anstrengungen läuft er auch mal einen Tag steif, aber insgesamt geht es ihm gut. Dass er kein hohes Alter erreichen wird, ist allen klar, aber seine Besitzer haben sich für die Lebensqualität entschieden, die er mit einer OP ziemlich sicher verlieren würde, und nehmen dafür ein schlimmstenfalls deutlich kürzeres Leben in Kauf.
Eine elend schwere Entscheidung - wir wünschen dir, daß du sie nicht zu treffen brauchst!