Beiträge von terriers4me

    Zitat

    er pinkelt sich im Hocken nämlich ständig auf die Vorderpfoten

    Sei bloß froh, daß er kurze Haare hat, dann ist das noch die gemäßigte Variante.

    Unser großer Zottelmix tendierte dazu, sich bei unaufmerksamem Beinheben ein Vorderbein einzupinkeln. Immer wieder schön mit Pudelfell plus Setter-Fahnen und einer recht aufnahmefähigen Blase. Das Gemeine war: wenn er wirklich bei der Sache war, passierte nix, scannte er aber beim Pinkeln schon mal die Umgebung nach Rivalen ab oder verteilte so halb im Laufen nebenher ein paar Marken, stank er hinterher wieder wie ein Iltis. Da haben die Damen echt ihre Vorteile!

    Käme bei meinen beiden Markierfreudigsten hin - die sind beide mit einem ausgeprägt territorialen Schäfermixrüden als Vorbild aufgewachsen. Meine jetzige Hündin markiert dreist alles über, kaum, daß die anderen fertig sind - nur bei IHM würde sie das nie wagen!

    Ebenfalls laienhaft: meine bis jetzt markierfreuigste, und ja: auch "dominanteste" Hündin, die sogar soweit ging, im Halbhandstand Bäume hochzulaufen, um nur ja die Marken der großen Jungs überpinkeln zu können, stammte aus einem Dreier-Hündinnenwurf, war nicht nur intakt, sondern hat auch zweimal geworfen und war immer entsetzlich scheinschwanger - also Östrogen übersatt. Ich hab das Exzeß-Markieren immer genau darauf geschoben: sehr ausgeprägtes Revierverhalten wg. Nachwuchs - aber ob ich damit richtig liege?

    Meine jetzige Hündin zeigt ähnliche Tendenzen, stammt ebenfalls aus einem reinen Hündinnenwurf, ist aber früh kastriert worden und tatsächlich recht "rüdig". Ihre Vorgängerin, intakt, hat ebenfalls gern mit erhobenem Bein markiert.

    Die einzige meiner Hündinnen, die immer absolut "mädchenhaft" gepinkelt und nie ein Bein gehoben hat, war übrigens eine von nur zwei Hündinnen aus einem Elferwurf, hat also ganz sicher neben einem männlichen Embryo gelegen. Intakt war auch auch sie - go figure!

    Bei so viel achselzuckender Hundehalter-Verantwortungslosigkeit ("Hat der blöde Schäfer halt Pech gehabt!")wundert es mich überhaupt nicht, daß wir kollektiv immer mehr mit Vorschriften zugeballert werden.

    Hier in der Gegend hat ein Pudel genau diese Einstellung seines Halters übrigens nicht überlebt: der Bauer hat den beim -zigsten Überfall (dem Besitzer war das ebenso wurscht) eines Tages nur noch mit der Plattschaufel vom dritten Schaf wegbekommen, und danach war er tot.

    Und in der Lüneburger Heide hatte ein Schäfer schon vor Jahren immer einen "hundscharfen" großen Mix dabei, weil er die Leute anders nicht davon abhalten konnte, ihre Hunde ständig in aller Seelenruhe seine Herde sprengen zu lassen. Damals konnte ich nicht glauben, daß sowas nötig sein kann - aber offenbar gibt es diese Leck mich-Halter ja tatsächlich. Abartig.

    Nun mach dich nicht verrückt - das muß doch nicht gleich eine Luxation sein. Die Kniescheibe wackelt auch mal, wenn Sehnen und Bindegewebe etwa im Wachstum oder nach einer Trächtigkeit locker sind. Sowas kann sich mit straffer Muskulatur wieder völlig verwachsen, und auch ein Hund mit PL-Befund kann gut bemuskelt beschwerdefrei alt werden.

    Nicht, weil ich denke, daß das bei euch in Frage kommt (ich würde da auch auf Patella tippen!), sondern um euch mal was wirklich Schräges zu zeigen: Seit meine Hündin mit einem halben Jahr zu mir kam, hatte sie an einem Hinterbein einen undurchsichtigen grauen Hornhautknubbel. Tierärzte nannten das Ding wahlweise "verkümmerte Wolfskralle", "Warze" oder generell "verkümmerten Zehenansatz".

    Der Hund war fünf Jahre alt und hatte nie Beschwerden gehabt, als er eines Tages beim scharfen Bremsen in einem wilden Rennspielspiel aufschrie. Die Hornhaut war abgeschürft, und zum Vorschein kam das hier:

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    Wie sich später herausstellte, war das ein Futtersack-Verschluß, den sie sich als Welpe ins Bein getreten haben muß und der total eingewachsen war. Ich werde nie kapieren, weshalb ihre eigentlich sehr sorgsamen Züchter da nix gemerkt haben - aber es gibt offenbar absolut nichts, was es mit Viechern nicht gibt!

    Zitat

    Wenn ich dann noch so Kommentare lese wie "Das nächste mal fester treten" platzt mir echt die Hutschnur! Auch dieser kleiner Hund ist ein Tier. Er kann doch nichts dafür, dass seine Halter so sind. Meiner Meinung nach sollte man so etwas wirklich nur im äußersten Notfall tun und den seh ich hier nicht. Du schreibst "Der Hund war respektlos", aber nicht gefährlich. Daher finde ich das Verhalten ehrlich gesagt nicht gerechtfertigt.


    Ganz ehrlich, warst du schonmal in so einer Situation? Wenn du so einen kleinen Terrier nicht los wirst und der dir schon Löcher in der Hose verpasst, dann fragst du dich spätestens nach 1 Minute wie du das Tierchen nachhaltig los wirst.
    Ich würde auch nicht warten wollen, bis es meinem Hund zu bunt wird, denn der hätte garantiert mehr im Sinn als nur ein kurzes Maßregeln.

    Ich hätte mich als Besitzer des Terriers in Grund und Boden geschämt, mich entschuldigt und wäre froh gewesen, dass diese respektlose Aktion für meinen Hund ohne Verletzungen abgegangen ist.

    Würde ich als Terrierbesitzerin genauso sehen - und wäre dankbar, wenn der andere Besitzer, nicht der Hund selbst, meinem Hund klarmacht, was Sache ist, bis ich da bin - und ich würde sowas von rennen und eingreifen!

    Würde mein Hund sich allerdings dermaßen danebenbenehmen, daß er einen anderen Hund sogar richtig angeht, hätte ich auch kein Problem damit, wenn ihn der Attackierte gehörig faltet. Ich rede hier natürlich nicht(!!) von blutigen Übergriffen, aber ein normales innerartliches "So nicht, Giftzwerg!" fände ich völlig in Ordnung.

    Die Schuld läge so und so bei mir, wenn ich meinen Hund nicht kontrolliere - da kann ich den Angegriffenen ja wohl schlecht noch obendrauf vorschreiben, wie genau sie auf mein sensibles Hündchen zu reagieren haben...und ja: wenn wir unsererseits auf so eine Art und Weise angegangen werden, werde ich auch schnell ungemütlich, bevor der Hund sich verteidigen muß. Eben WEIL ich keinen notorisch raufenden Terrier haben möchte.

    Meinen mitteren/großen Hunden war's völlig wurscht, was sie trugen, die beiden kleinen HASSEN Geschirre, egal welcher Art - und ständig Paß zu gehen oder die Wirbelsäule verkrampft seitlich wegzudrücken, wenn auch noch eine lange Leine dranhängt, kann nicht wirklich gesund sein.

    Geschirr gibt's hier also nur, wenn's nicht anders geht, z.B. beim Tierarzt, jetzt zur Brutzeit für die Zehnmeterleine, oder mit der kleinen Rakete in der Stadt. Beim regulären Freilauf nur Halsband - und nur dann läuft der Hund wirklich locker.

    Ich drück euch auch mal sehr die Daumen für den eingeklemmten Nerv!

    Im "Hunde-Bekanntenkreis" hab ich bis jetzt zwei CE-Fälle mitbekommen: Einmal ein DSH, der sofort nach der Diagnose operiert wurde. Der Hund quälte sich noch ein knappes Jahr, kam nicht mehr richtig auf die Beine und mußte schließlich wg. Dauerschmerzen eingeschläfert werden.

    Zum zweiten ein sehr großer, langrückiger DSH-Mischling, der immer ein komisches, steifes Gangbild hatte, mit fünfeinhalb zu lahmen begann und die CE-Diagnose bekam.
    Besitzer hat sich bei der Polizeihunde-Staffel erkundigt, was die im Fall des Falles tun - und die meisten lassen nicht operieren, sondern die Hunde mit Chiro- und Physiotherapie behandeln. Es gibt wohl, soweit ich das mitbekommen habe, in Dänemark einen spezialisierten Therapeuten, zu dem halbe Hundestaffeln pilgern. Heilt natürlich nichts, kann den Verlauf aber hinauszögern.

    Meine Bekannten haben sehr geschwankt, aber weil ihr Hund wegen seines überlangen Rückens ohnehin noch mehr Probleme hatte, schließlich ebenfalls von einer OP abgesehen. Der Rüde bekam erstmal Physiotherapie, dazu Massagen & gezieltes Muskeltraining und lief nach einem Vierteljahr besser, als er je gelaufen war.

    Heute ist er sieben, also zwei Jahre älter, und im Großen & Ganzen gut dabei. Lähmungen hat er keine, (hatte er auch nie) nach Anstrengungen läuft er auch mal einen Tag steif, aber insgesamt geht es ihm gut. Dass er kein hohes Alter erreichen wird, ist allen klar, aber seine Besitzer haben sich für die Lebensqualität entschieden, die er mit einer OP ziemlich sicher verlieren würde, und nehmen dafür ein schlimmstenfalls deutlich kürzeres Leben in Kauf.

    Eine elend schwere Entscheidung - wir wünschen dir, daß du sie nicht zu treffen brauchst!

    Der ist ja entzückend - aber könnte das nicht eher ein Scotch-Mix sein? Vor allem auf dem letzten Foto sieht er fast so aus wie ein reinrassiger weizenfarbener Scotch, der hier rumläuft. Auf jeden Fall ein Hündchen zum Spaßhaben!