Ganz einfach: du gehst morgens (und auch sonst) allein ins Bad, völlig ruhig und selbstverständlich.
Tag 1 darf der Welpe noch mit, Ort ansehen, Tag 2 dann die geschlossene Duschkabine. Ab Tag 3 lautet das Ritual: Hund bleibt draußen, kriegt erstmal noch "Kontakt-Ansprache" durch die Tür, hat aber als Alternative schon was zu knabbern am Lieblingsplatz.
Wenn der Welpe halbwegs verstanden hat, worum es geht, darfst du ihm bei allzuviel forderndem Gefiepe oder Türgekratze auch gern mal deutlich "Nein!" sagen, Ruhe dagegen sehr loben - was durch die Badezimmertür ja prima geht.
Dauert keine Woche, dann hat ein halbwegs intelligenter Zwerg verstanden, daß "Tür zu" nicht bedeutet "Mensch weg für immer- Drama angesagt", sondern einfach "Kurze Pause, die ich nicht abkürzen kann - da mach ich besser was anderes. Dauert ja nicht ewig.".
Klappt das, dehnst du das Ganze aus auf Keller- Briefkasten- und sonstige Gänge, immer so selbstverständlich, wie es ist, sperrst den Hund auch mal kurz ein, wenn du z.B. staubsaugst - und hast das "geschlossene Tür-Prinzip" schnell und alltagstauglich eingeführt. Natürlich noch nicht über zu lange Zeiträume und immer mit dem Ritual, daß der Hund für die Zwischenzeit was Nettes im Angebot hat: Kaukram, den es sonst nicht gibt, Körbchen, weil eh gerade Schlafpause ist - und so weiter.
Wichtig ist, daß alles selbstverständlich zum Tag gehört: also keine großen "Ich sperr den Hund jetzt in die Box"-Zeremonien, in denen der Zwerg Streß aufbaut, sondern alles läuft als die Nebensache, die es ist - deswegen läßt sich das ja so gut beim Ins-Badezimmer-Gehen trainieren.
Wenn dann dein Gang nicht nur zum Briefkasten, sondern langsam etwas weiter geht, hast du eine gute Chance, daß der Welpe das völlig unaufgeregt hinnimmt, weil solche Pausen für ihn ja schon Alltag sind. Hat hier bisher achtmal bestens geklappt.