Beiträge von terriers4me

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    die Damen drücken mir sogar regelmäßig ihre Knochen ins Gesicht ( sollten Eure Hunde sowas mal anbieten... Um Gottes Willen nicht loben, spätestens bei Pansen wird das extrem ekelhaft :ugly: )

    Danke für die berechtigte Warnung, aber sie kommt zu spät: Ich hab hier auch dauernd Angekautes auf den Socken kleben, und zwei Schmierpfoten dazu - irgendwie findet Hund, daß möglichst enge Körpernähe den Freßgenuß enorm erhöht. Ab und zu krieg ich den Siff dann auch noch zum Bewundern an die Hand gestupst - auch nicht schön, aber mit einem so großen, ansteckenden Terriergrinsen, daß ich mir das nur selten verbitten mag.

    Ich glaube, mit dem nächsten Welpen mach ich so lange "Unterordnungsrituale", bis der sein Futter schön für sich behält....

    ...ach so, und was das Fressen angeht: Wenn ich zu schusselig war, irgendeinen Zusatz einzurühren, nehm ich den Pott eben kurz wieder weg, weil's sein muß, und der Hund findet nichts dabei - ansonsten finde ich die Idee, den Hund hier gezielt, ständig und grundlos zu nerven, ziemlich hirnrissig.

    Nicht nur, weil er mein vollstes Verständnis hätte, wenn er dann irgendwann echt sauer wird (das ist ihm ja auf diese Weise gezielt antrainiert worden!), sondern auch, weil ich mit nicht vorstellen kann, daß es einem Hund organisch gut tut, wenn er auf die Dauer nicht mal streßfrei fressen darf.

    Mein Russel-Sensibelchen zum Beispiel hätte 1.) ganz schnell das Fressen aufgegeben und den betreffenden Ort und Napf gemieden, wenn da jemand ständig solchen Zirkus veranstaltet hätte, und b.) eine irgendwann unter solchem Streß reingeschlungene Mahlzeit postwendend wieder ausgekotzt, um dann konsequent zu a.) überzugehen.

    Ich nehm meinen Hunden völlig selbstverständlich alles, wirklich alles jederzeit weg, auch Futter, oft ohne Belohnung, aber auch ohne Drama - einfach, weil sowas ebenso zum Alltag gehört wie Anleinen oder Pfotenabtrocknen, weil's manchmal sein muß - und vor allem weil das Wegnehmen-Können in jeder Lage für den Hund lebenswichtig ist.

    Aber auf die Idee, das als "Unterordnungsritual" zu praktizieren, bin ich bisher ebensowenig gekommen wie die Hunde: Ich mach keinen Zirkus, sie auch nicht, meist kriegen sie ihren Kram ohnehin wieder, wenn ich ihn mir angesehen habe (überlebenswichtig z.B. bei einem sachensuchenden Dauerknabber-Welpen: Rindenmulch war ok, Kippen und tote Mäuse hab ich einkassiert) - und das Leben geht einfach weiter.

    Ganz einfach: du gehst morgens (und auch sonst) allein ins Bad, völlig ruhig und selbstverständlich.

    Tag 1 darf der Welpe noch mit, Ort ansehen, Tag 2 dann die geschlossene Duschkabine. Ab Tag 3 lautet das Ritual: Hund bleibt draußen, kriegt erstmal noch "Kontakt-Ansprache" durch die Tür, hat aber als Alternative schon was zu knabbern am Lieblingsplatz.
    Wenn der Welpe halbwegs verstanden hat, worum es geht, darfst du ihm bei allzuviel forderndem Gefiepe oder Türgekratze auch gern mal deutlich "Nein!" sagen, Ruhe dagegen sehr loben - was durch die Badezimmertür ja prima geht.

    Dauert keine Woche, dann hat ein halbwegs intelligenter Zwerg verstanden, daß "Tür zu" nicht bedeutet "Mensch weg für immer- Drama angesagt", sondern einfach "Kurze Pause, die ich nicht abkürzen kann - da mach ich besser was anderes. Dauert ja nicht ewig.".

    Klappt das, dehnst du das Ganze aus auf Keller- Briefkasten- und sonstige Gänge, immer so selbstverständlich, wie es ist, sperrst den Hund auch mal kurz ein, wenn du z.B. staubsaugst - und hast das "geschlossene Tür-Prinzip" schnell und alltagstauglich eingeführt. Natürlich noch nicht über zu lange Zeiträume und immer mit dem Ritual, daß der Hund für die Zwischenzeit was Nettes im Angebot hat: Kaukram, den es sonst nicht gibt, Körbchen, weil eh gerade Schlafpause ist - und so weiter.

    Wichtig ist, daß alles selbstverständlich zum Tag gehört: also keine großen "Ich sperr den Hund jetzt in die Box"-Zeremonien, in denen der Zwerg Streß aufbaut, sondern alles läuft als die Nebensache, die es ist - deswegen läßt sich das ja so gut beim Ins-Badezimmer-Gehen trainieren.

    Wenn dann dein Gang nicht nur zum Briefkasten, sondern langsam etwas weiter geht, hast du eine gute Chance, daß der Welpe das völlig unaufgeregt hinnimmt, weil solche Pausen für ihn ja schon Alltag sind. Hat hier bisher achtmal bestens geklappt.

    Mir fällt bei sowas immer sofort ein Airedale aus Leistungszucht ein. Die Wurfschwester meiner Hündin hat nämlich ihr Herrchen auf eigenen Pfoten einmal quer durch Europa begleitet, als der sich mit dieser monatelangen Wanderung einen Lebenstraum erfüllte, und es ist buchstäblich super gelaufen.

    ABER: die Burschen haben eben Jagdtrieb, und das nicht zu knapp - da müßtest du mit dem Hund erstmal gut am Gehorsam arbeiten bevor's losgehen kann. Ist aber durchaus möglich, weil Airedales deutlich mehr "Gebrauchshunde-Gene" haben als andere Terrier, ihrem Besitzer also durchaus gern mal einen Gefallen tun.

    Das wäre der große Haken am ansonsten perfekten, robusten Allrounder. Aber ich persönlich würde wohl einen Hund mit Trainingsbedarf, aber optimalen körperlichen und charakterlichen Voraussetzungen einem vorziehen, der zwar braver ist, bei dem aber die Gefahr droht, daß er der ganzen Sache körperlich nicht gewachsen ist. Am einen kannst du arbeiten, am anderen eben nicht.

    Mein Beitrag bezog sich schlicht und ohne "verhärtete fronten" auf die Ausgangsfrage: Wer wird in den nächsten Jahren die Tierheim füllen?

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    Hallo, mit erschrecken hab ich registriert das einige Hunderassen z.Z. nicht mehr " In " sind.

    Angeführt vom guten deutschen Schäferhund .Die internet Kleinanzeigen sind voll damit.Viele zu verschenken ,oder billig abzugeben....

    Es ist zum K....... Die Tierheime werden in den nächsten Jahren voll damit sein :erschreckt: :ua_wave:

    In unserem Kleinstadtierheim sitzt, abgesehen von den üblichen Schäfermixen, die seit Jahren und Jahren reinkommen, inzwischen ein erstaunlicher Anteil an Auslandshunden aus "Tierrettung gone wrong" - und da der immer noch zunimmt, zeichnet sich da ein ganz deutlicher Trend ab, wer vor allem die Boxen füllt.

    Insofern find ich die Frage der TS "Was tun wir da nur den Tieren an?" auch hier mehr als gerechtfertigt.

    "fischig" klingt sehr nach Analdrüsen. Wenn da auch nur wenig Sekret im langen Fell hängt, sollte das stinken wie Hulle.

    Wenn der Hund auch sonst ungepflegt ist, käme auch noch ungenügend ausgekämmtes Unterfell in Betracht, das kann bei manchen Rassen so fettig sein, daß der Hund irgendwann richtig ranzig riecht.