Beiträge von terriers4me

    Zwei Sauen mit einem Dutzend kleiner Frischlinge sind schon mal auf Straßenbreite vor uns aus dem Wald gelatscht, um elf Uhr vormittags. Ich bin einfach still stehengeblieben, und der blinde Hund (zum Riesenglück angeleint und mit einer tarnfarbenen Regendecke!) desgleichen.

    Die kurzsichtigen Schweine haben uns offenbar überhaupt nicht bemerkt, sondern sind einfach plaudernd über den Weg geschlendert und im Raps verschwunden - das war eine so entspannte Situation und so nett anzusehen, daß ich den Schrecken erst hinterher bekommen habe.

    Aber, wie gesagt: Seitdem sing ich - und habe nie wieder ein Schwein zu Gesicht bekommen. Hier draußen kann man sich noch auf die Wildtier-Scheu verlassen - Stadtsauen sind vermutlich ganz anders drauf.

    Sing oder pfeif beim Spazierengehen ein Liedchen, daß die Schweine euch auf jeden Fall kommen hören, und halt an unübersichtlichen Ecken die Hunde dicht bei dir, dann geht die Wahrscheinlichkeit von gefährlichen Zusammenstößen gegen Null.

    Wir gehen so seit Jahren im Wildschweingebiet, teilweise so dicht aneinander vorbei, daß sogar ich die Sauen riechen kann, und es ist noch nie was Gefährliches passiert.

    Mag daran liegen ,daß ich wirklich abschreckend singe, aber hier draußen legen die Sauen ebensowenig Wert auf Kontakt wie wir - wenn du ihnen also die Chance gibst, euch rechtzeitig auszuweichen, werden sie's auch tun.

    Um nochmal auf die Ursprungsfrage zurückzukommen: Meine Airedalehündin wurde auch dreimal im Jahr läufig, dann allerdings eher schwach und mit kaum ausgeprägter Scheinträchtigkeit.
    Klinische Sympome wie Scheidenentzündung o.ä. hatte sie nicht, unsere TÄ sah darin kein Problem, und für uns war es auch keins - Kastration wurde also nie in Erwägung gezogen. Über Spätfolgen kann ich dir leider nichts sagen, da der Hund vierjährig vergiftet wurde.

    Ich würde die Begrüßung auch nächstes Mal einfach in den Garten verlegen, und erst gemeinsam reingehen, wenn sämtliche Schnüffel- Markier- und Kratzzermonien gemeinsam absolviert sind und Ruhe einkehrt.

    Machen wir hier übrigens immer so, wenn Hundebesuch kommt, denn ja: Hündinnen können markieren wie die Weltmeister - mit meinen Fräulein Terrier kommt da kein Rüde mit.

    Du schriebst es doch selbst: die alte Dame mag Jack nicht, hat ihn länger nicht gesehen und muß ihn jetzt in ihrem Revier ertragen. Da hat sie schlicht und einfach markiert, um ganz klarzustellen, daß dieses Revier IHRS ist!

    Daß sie das noch nie gemacht hat, heißt da nichts - alte Hündinnen tendieren dazu, nicht nur in ihren Besitzansprüchen, Zu- und Abneigungen deutlich krasser zu werden, sondern auch in der Art, wie sie die ausdrücken.

    Dem Rat der anderen kann ich mich nur allerdringendst anschließen - sonst wird dein Hündchen mal ganz böse Schaden nehmen, weil das Ganze eben nichts mit Sex zu tun hat, sondern mit Streßabbau per Geprolle. Das mögen viele andere Hunde überhaupt nicht.

    Ich hatte übrigens mal eine erfahrene alte Terrierin, die bei solchen Rüpeln eine ganz eigene Methode hatte: Sie packte die ganz gezielt hart am Ohr, schlimmstenfalls bis zum Durchknipsen. Half auch bei den stursten Riesen.

    Wie alt ist das Hündchen denn?

    Ich habe es jetzt bei zwei eigenen Welpen/Junghunden erlebt, daß die mit dem Zahnwechsel von heute auf morgen heftig mit dem Kotfressen begonnen haben, eigenen inklusive - das war, als hättest du einen Schalter umgelegt.

    TÄ meinte dann ,daß es in dieser Zeit, also so ab Monat 4/5, gern mal zu einem Mangel an Mineralien, Spurenelementen oder Problemen mit den Verdauungsenzymen kommt. Der kleine Körper kann also mit normaler Fütterung in einer so rasanten Wachstumsphase sozusagen mit den Anforderungen nicht mithalten und versucht sich die fehlenden Enzyme/Spurenelemente per Kotfressen zu besorgen - vielleicht hat da ja jemand ausgeschieden ,was der Welpen dringend benötigt!

    Bei meinen beiden hat's tatsächlich gestimmt: Nachdem es dreimal die Woche grünen Pansen und täglich eine Portion Ultra-Spur gab, hörte der Spuk genauso plötzlich auf, wie er begonnen hatte, und fing auch nie wieder an.

    Einen Weg zum TA wär das Problem also allemal wert - und ich drücke euch die Daumen, daß es bei eurem Zwerg genauso schnell zu lösen ist wie bei meinen!

    Zitat

    Das sogenannte Training kann erst anfangen, wenn Welpen die Blase bewusst kontrollieren können, das fängt erst mit circa 12- 16 Wochen an.

    Totaler Quatsch. Wenn die Zwerge die Chance haben, ihrer Mutter nach draußen zu folgen, trainieren sie sich ganz allein, und zwar erheblich früher. Und sie können dann sehr wohl auch schon (altersgemäß kurz!) einhalten, bis sie den Löseplatz erreichen.

    Unsere eigenen Welpen sind mit 12 Wochen stubenrein weggegangen (Unfälle immer ausgeschlossen!), die von Freunden ebenso, und das waren garantiert keine Wundertiere: mein letzter Achtwochenwelpe kam ebenfalls stubenrein, hatte das regelmäßige Rausgehen schon bei der Züchterin von der Mutter gelernt. Die ging auch hier sofort zielstrebig zur Tür und in den Garten, sobald die Blase drückte, und pinkelte da erst auf Gras - dahin, wo sie hinpinkeln wollte, und nicht etwa irgendwo auf dem Weg.

    Ist doch auch schlicht und ergreifend evolutionär logisch: ein Wurf, der im Freileben mit acht Wochen noch kollektiv ins Nest pinkelt und kotet, weil die Kleinen nicht mal bis zum etwas abseits gelegenen Löseplatz einhalten können, wäre ruckzuck aufgespürt und gefressen. Die können sehr wohl, wenn sie nur von Anfang an die Chance kriegen, und nochmal: Unfälle selbstverständlich ausgenommen!