Beiträge von terriers4me

    Dann sollte man aber auch so fair sein, sich für die Kontaktübungen vorher Versuchshunde auszusuchen und das mit ihren Besitzern abzusprechen. An meiner Hündin hat das mal jemand "einfach so" geübt, und das Resultat war vorhersehbar: Schlepphund lief freundlich um meine rum, Hunde drehten sich beim Nase zu Schwanz-begrüßen, Beine gerieten in die lange Leine, Leine zog sich zu, Terrier war "gefesselt" = Klopperei. Und zwar eine böse, weil sich jeder der beiden "ungerechtfertigt angegriffen" gefühlt hatte.

    Seitdem darf mein Hund nicht mehr zu einem mit Schleppe, weder angeleint noch freilaufend - Unfallgefahr ist einfach zu groß.

    Hier wäre ein Parson Russell, 7,5 Kilo, 4 Jahre, Hündin kastriert:

    Futter kostet etwa 30 Euro im Monat, 20 für Frischfleisch, der Rest für Getreide/Gemüse/Öl aus der Küche, sehr wenig Kaukram wg. schlanker Linie, und schließlich Luxus: höllenteure Leckerli (Trockenfisch)

    Steuer 6 Euro, Haftpflicht ebenfalls

    Routine-TA (zwei Wurmkuren/Impfen/Analdrüse) rund ums Jahr etwa 10 Euro Monat.

    Trimmen kann ich selbst, Hundeschule & ständig neue Hunde-Klamotten sind nicht.

    Läuft's gut, kommen wir also mit einem guten Fünfziger pro Monat hin und hätten beim doch recht luxuriösen Speisezettel noch jede Menge Luft zum Sparen.

    Die Basics lassen sich eigentlich immer stemmen, was wirklich reinknallt, ist das Unplanbare: die großen TA-Kosten - und da hat uns über die Jahre schon so einiges erwischt, was auch keine Versicherung abgedeckt hätte.

    Das ist ein sehr seltener und leider auch entsprechend unerforschter Krankheitskomplex, von dem viele Tierärzte kaum was wissen, daher der Tip, gezielt zu fragen. Hängt wohl oft mit dem Cushing-Syndrom zusammen - meine eigene Hündin allerdings erwischte es, als ihr nach der Kastration der Hormonhaushalt zusammenbrach.

    Der Pudel ist in den Fünfzigern/Sechzigern DER Modehund schlechthin gewesen, nahezu weltweit so in, inner ging's nicht - deswegen war er danach ja auch so lange weg vom Fenster. War einfach die Mode von gestern, die jetzt lange genug zurückliegt, daß sie wieder anrollt. Und offenbar scheint es der Rasse ja nicht geschadet zu haben, so sehr auf "Gesellschaftstauglichkeit" produziert worden zu sein?

    Das Irre an dieser Hündin war, daß sie nie "süß" war, sondern immer unglaublich vernünftig und zielgerichtet. Diesen gerade, ruhigen Blick hatte sie schon mit sechs Wochen, und bunte Knete im Hirn gab's da niemals. (was, zugegeben, manchmal fast etwas langweilig war). Sie war die Ranghöchste der Welpen, spielte aber fast nie mit, sondern saß etwas abseits auf einem erhöhten Platz, gern neben dem "Vater", und beobachtete das Ganze intensiv.

    Als ich dann zum Welpengucken kam und total enttäuscht war, daß der süße bunte Wuschel (es waren Pudeldackel-Terrierschnauzer-Mixe) schon weg war, sah sie mich die ganze Zeit mit diesen konzentrierten Augen an, kam dann irgendwann an den Teetisch, kletterte mir mühsam, aber unglaublich zielstrebig für so einen Babyklops auf den Schoß und sah mich weiter an. Für uns beide war die Sache damit abgemacht, und ich wurde beim täglichen Besuch dann sogar halbwegs(!) überschwenglich begrüßt. Meine Familie war eher entsetzt, daß ich mir so ein "ernstes Brikett" zulegen wollte. Dauerte natürlich nicht lange - und wir vermissen diesen Superhund selbst nach Jahrzehnten noch.

    Vor ein paar Jahren hab ich übrigens in einem Arbeitsterrier-Buch gelesen, daß man gezielt auf die Suche nach genau so einem "ernsten" Welpen gehen sollte, wenn man den Hund ausbilden soll: die brächten das richtige "working brain" gleich mit. Stimmte bei meiner "Nichtniedlichen" haargenau - die war immer dann am zufriedensten, wenn sie einen wichtigen Job hatte:


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    Hier ist sozusagen der letzte schöne Moment meines kleinen Sch***köters. Wenn die gleich braungrün aufsteht und durchdringend nach Igel/Marder/Huhn/Iltis/Wasauchimmer stinkt, könnte ich sie ohne Reue wegschmeißen:

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    ..und hier ist meine alte (Traum-)Hündin, die oft gesagt bekam: "Hübsch/niedlich bist du aber nicht gerade....", und der ich ursprünglich auch dem süßen Wuschel aus dem Wurf vorgezogen hätte. War zum Glück schon vergeben. Der Wuschel wurde sturzdoof und schissig, und meine Hündin genau so, wie sie einen ansah: ernst und konzentriert statt "süß", ein Traum an Intelligenz, Verstand und Lernfähigkeit. Kapierte alles, machte alles, konnte überall dabeisein - ach, hätte sie doch ewig gelebt!

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