Wenn - wenn! - sich alles so abgespielt hat wie hier geschildert, würde ich dem Tier jedes weitere Herumdoktoren von mehr oder weniger Kompetenten ersparen, den TA meines Vertrauens nachhause holen und den Hund schleunigst einschläfern lassen.
Im Interesse aller Seiten - ich möchte mir gar nicht vorstellen, was da für Mensch und Hund noch folgen könnte.
Beiträge von terriers4me
-
-
Nein, bei den beiden Rüden waren garantiert keine zwei Väter beteiligt - ich war beim Decken dabei, und ansonsten war die Hündin nicht nur hinter Schloß & Riegel, die hatte auch sehr, sehr klare Vorstellungen von ihrem Traummann und alle anderen Rüden rabiat weggebissen.
Da haben sich schlichtweg die Gene verschiedener weit entfernter Ahnen lustig gemischt. Der schwarze Rüde sah bis hin zum Brustfleck haargenau so aus wie seine Pudelmix-Großmutter, nur sehr viel größer, sein blonder Bruder hatte viel Ähnlichkeit mit der Mutter der beiden, nur in einer anderen Farbe.
Ich will hier nicht zu weit OT gehen, aber für die die, Spaß an genetischen Kapriolen haben: das war die Mutter der beiden:
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt....und die wiederum hatte eine Wurfschwester, die exakt so aussah wie ihr großer Wuschel-Neffe in Schwarzweißgefleckt.
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Auch da war nur ein Vater beteiligt - das war ein Wurf zwischen Pudeldackel und Terrierschnauzer, also jede Menge Möglichkeiten. Auffallend war, wie sehr in dieser Sippe der Pudel immer wieder auftauchte, auch noch nach drei Generationen "Verdünnung".
-
schara,
ja, das waren Wurfgeschwister mit demselben Vater, und die Dritte im Bunde war eine apricotfarbene, bildschöne Hündin, die aussah wir irgendwas zwischen Minisetter und Riesenspaniel. Das war schon ein irrer Wurf. -
Das ist ja toll - wir hatten also 15 Jahren lang einen Irish Doodle? Wir haben ihn immer simpel "Mix" genannt,, Irish Setter & Mixmutter, bei dem der Pudeleinschlag deutlich wieder hervorkam:
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Der Hund haarte übrigens wie Sau, hatte das dreckintensivste, pflegeschwerste Fell, das mir je untergekommen ist (setterweich, dünn und pudelkraus), war ängstlich, so magen/darmempfindlich wie sein Settervater und - pardon - ziemlich doof. Aber er war ein netter Kerl, und, das war der Sechser im Lotto, hatte null Jagdtrieb. So war sein ausgeprägter Bewegungsdrang leicht mit täglichem, ausgiebigem Joggen zu stillen. Natürlich hatten wir ihn gern, weil er unser Hund war - aber weshalb irgend jemand so eine unpraktische Mischung absichtlich produzieren sollte, kann ich mir echt nicht vorstellen.
Und was die Vererbungssicherheit und Vorhersagbarkeit dieser Superkreuzung angeht: Das war sein Wurfbruder - hochintelligent, selbständig und eine Jagdsau vor dem Herren:
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt. -
Sieht aus, als hätte da ein Münsterländer oder ein Deutsch Drahthaar mitgemixt?
-
Ich war früher mit einem kräftigen Schäfer-Boxermix unterwegs, der aus seiner Sicht nicht nur auf mich aufzupassen hatte , sondern auch noch auf seine Frau und seine "Tochter", also wirklich als der ganz große Beschützer unterwegs war.
Bei dem klappte immer am besten, was andere hier schon beschrieben haben: nicht im Ansatz abbrechen, sondern ihn kurz "seinen Job machen" lassen und dann Gehorsam verlangen. Sprich: Er durfte einmal kurz wuffeln und grummeln, bekam dann ein kurzes "gut gemacht" fürs Aufpassen und sofort eine andere Aufgabe wie "Fuß" oder "Sitz" für die er dann wieder gelobt wurde.
Da sein Grundgehorsam super war, klappte das außer beim hündischen Erzfeind sehr zuverlässig. Ich hatte immer das Gefühl, daß er mit diesem Arrangement sehr zufrieden war: er durfte seine Arbeit machen (und dabei ein bißchen vor seinen Mädels posieren!) und dann die Verantwortung abgeben. Er wurde also nicht generell "gedeckelt" und schob Frust, weil er überhaupt nicht tun durfte, wozu er als Schäfi nun mal geboren war.
-
Natürlich - an gefährlichen Stellen lein ich auch niemals ab, weil mein Hund ein "Flüchter" ist. Aber für die TS war diese Situation ja nun offensichtlich überhaupt nicht vorhersehbar - insofern würde ich mir da jetzt nicht auch noch Schuld aufbürden, sondern das Ganze unter "shit happens" abhaken, heiß dankbar sein, daß meinem Hund nicht passiert ist und dem Ridgeback in Zukunft weiträumig aus dem Weg gehen. Solche Halter scheinen nämlich nie aus Erfahrung zu lernen.
-
Zitat
Ich versteh warum Kleinhundhalter gewisse Rassen und Größen meiden
Darauf wollt ich jetzt weniger hinaus, das Problem war hier ja das Angeleintsein. Ein kleiner Hund gleicht seine Nachteile normalerweise mit Wendigkeit aus, und wenn ihm diese Möglichkeit genommen ist (und der anstürmende Große womöglich auch noch in die Leine rennt und ihn erstmal gleich von den Füßen reißt), wird's wirklich übel.
Insofern ist hier ja alles gerade nochmal gut gegangen, der Kleinere hat sich letztlich entziehen können, und ich sehe da keinen Fehler auf Seiten seiner Halterin.
Nur nochmal am Rande: da, wo ich wg. Verkehr absolut nicht ableinen konnte, verzeichnen wir bis jetzt eine Nieren- und Hüftprellung für meinen von da an leinenagressiven Siebenkilohund und ein bös geprelltes Knie für mich- ein anrennender Labbi, der nur spielen wollte. Und einen Biß quer übers Kreuz - ein Staffmix, der nicht spielen wollte.
Wäre beides nicht passiert, wenn der Kleine seine Wendigkeit hätte ausspielen können. -
Nur mal so die Frage am Rande an alle, die sich so übers Ableinen aufregen: Habt ihr schon mal erlebt was passiert, wenn 40 Kilo euren angeleinten, also im Bewegungsspielraum stark beschränkten Kleineren massiv umrüpeln, möglichst noch mit Anlauf und dieser idiotischen Schleppleine hintendran....?
-
Jagt er das Baby?
Sieht er es einfach als Beute, als lebendes Quietschspielzeug an?
Für mich klingt da vieles danach, und so selten ist das nicht. Mein überaus menschen- und speziell kinderlieber kleiner Terrier reagierte auf den ersten Säugling, den er sah, spontan mit wildem Jagdverhalten - genau so lange, bis das Lütte sitzen konnten. Dann wurden es als "Mensch" eingeordnet und behandelt - vorher war's nichts als ein quäkender, zappelnder Auslösereiz.