Von der Vorstellung, deinen Hund in einer Dreiergruppe frei im Wald laufen lassen zu können, solltest du dich besser verabschieden. Da ist das Desaster vorprogrammiert.
Meine Superjägerin (und ja, fling paws hat recht: so SOLLEN diese Hunde sein. Genau das kaufst du dir!) kann ich auch in sehr "kritischen" Situationen frei halten, aber nur (NUR!) wenn ich voll "bei ihr bin". Mit höchster Konzentration auf den Hund macht sie "Sitz" vor vorbeirennenden Rehen, ohne geht sie bei Wildsichtung durch. Spuren sind kein Problem, da reicht der Gehorsam gut aus und sie ist bestens abrufbar.
Aber es bedeutet trotzdem: Wenn ich mich beim Spazierengehen nett unterhalten, wenn ich in der Gruppe gehen oder einfach draußen ein bißchen rumträumen will, muß es unbedingt sicheres Gelände sein, oder der Terrier ist ebenso sicher an der langen Leine. Selbst wenn dieser Hund erstaunlich gehorsam und gefällig ist - er ist immer noch, was er sein soll. Für diese Reaktionsgeschwindigkeit, Schlauheit und Selbständigkeit hab ich ihn ausgesucht, die lieb ich an ihm, und die muß ich eben managen.
Du mußt dir über eines im Klaren sein: das Zuchtziel ist hier ein Opportunist durch und durch, ein cleverer Solitärjäger. Ein Hund, der JEDE Chance wahrnimmt. Und die sieht so einer schon, wenn du nur im Mindesten abgelenkt bist, wenn er im Rudel läuft und die "unsichtbare Leine" deshalb gelockert ist...und so weiter. Das ist auch nicht enttäuschend oder verwerflich - so clever soll er sein. Du wolltest genau so einen Hund, sonst hättest du dir ja keinen Russell angeschafft, oder? Du hast da offenbar einen guten bekommen, und jetzt ist alles eine Frage des Managements.