Beiträge von terriers4me

    Oh doch, auch Rauhhaarig kann 24/7/365 haaren, wenn du Pech hast.

    Ich trimme meine Rauhhaarigen seit 20 Jahren selbst und halte sie im "rolling coat", das heißt: keine Großaktionen, sondern regelmäßige kurze Sitzungen, so etwa einmal die Woche das wenige Haar rausnehmen, das gerade lose ist. Kaum mehr Aufwand als Bürsten, und der Hund hat immer ein festes, junges Fell.

    Das Haaren war bei allen dreien verschieden: Der Airedale verlor tatsächlich kein Haar, wenn er so gehalten wurde, und war der pflegeleichteste Hund, den ich je hatte.

    Russell Nr. 1, broken coated, also mit kurzem Drahthaar, haarte im Frühjahr/Sommer stärker, sonst ebenfalls kaum.

    ...und Russell Nr. 2, mein jetziger Hund, ebenfalls broken, haart trotz aller Trimm-Pflege kräftig rund ums Jahr, seit die Kastration den Hormonhaushalt durcheinandergebracht hat. Läßt sich zwar eingrenzen, aber nicht vermeiden - und ich wundere mich manchmal, wieviel Haar auf so einem kleinen Hund wachsen kann.

    Kleiner Trost: Die Kurzhaarigen sind da meist noch schlimmer.

    Hier lebt eine inzwischen fünfjährige KfT-Parson Russellin, ein Traumhund mit einer kleinen Einschränkung: Sie ist hochsensibel, was sie zusammen mit ihrer Intelligenz und ihrem Raketentemperament manchmal reichlich schreckhaft macht: Sie macht - rassetypisch - eine schlechte Erfahrung eben möglichst nicht zweimal.

    Aber auch so ein Terriertraum, körperlich topfit ohne übertriebene Ansprüche, trotz ihrer enormen Power ausgeglichen und sehr ruhig im Haus, immer freundlich und "mitmachbereit" und so kooperativ, dass sie auf meinen Wunsch sogar mit Hühnern friedlich zusammenlebt.

    Aber natürlich versehen mit dem entsprechenden Jagdtrieb - ihre Familie jagt hauptberuflich, und die Gene sind nicht zu unterschätzen. Das läßt sich dank ihrer Bravheit aber meist damit handeln, dass ich zuerst reagiere (was mir als Hunde-Anfängerin, ja selbst als Russell-Anfängerin noch sehr schwer gefallen wäre). In wirklich kritischen Gegenden, oder wenn ich in Ruhe quatschen will, geht sie prinzipiell an der Leine. Das spart beiden Seiten eine Menge Streß. Schließlich wollte ich diesen Hund ja, wie er ist - und ein guter PR ist nun mal immer noch in erster Linie Jäger.

    Alles in allem ein Superhund mit Suchtpotential, der enorm Spaß macht, aber auch deutlich(!) mehr fordert als viele andere Hundetypen - in erster Linie Reaktionsgeschwindigkeit und Humor.


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    Ich gebe inzwischen - bei einer fünfjährigen Sieben Kilo-Kastratin - roundabout ein Viertelpfund rohes Fleisch/Fett, 30-60 Gramm Getreide (einen oder zwei Eßlöffel, meist Hirse, Reis oder Buchweizen) und gedünstetes Gemüse mit etwas Öl zum Auffüllen, weil der Hund sehr gefräßig und mit einem vollen Napf/Bauch einfach zufriedener ist. Außerdem gibt's zweimal die Woche Lammrippe oder Hühnerkarkasse extra.

    Penibel genau rechnen wir nicht, ich gehe immer danach, wie der Hund aussieht (sobald sie moppelig wird, halte ich die Kohlehydrate knapper), und da unsere TÄ sehr zufrieden ist, scheint das auch gut zu klappen.

    Was mich immer ein bißchen ärgert ist das Problem, daß ich bei diesem Hund alles Fleisch ohne Knochen nur gewolft geben kann - sie ist eine so brutale Schlingerin, daß wir schon zwei Beinahe-Katastrophen zu verzeichnen hatten. Ein Stück Knochen/Knorpel drin, und Fräulein Terrier sieht sich vor und frißt gesittet und unfallfrei, aber wehe, wenn nicht - dann schmeißt sie sich alles in den Schlund, ohne abzureißen.

    "Unsere" Züchterin hat mal erzählt, dass die arbeitenden Terrier in einigen britischen Jagdkennels fast nur so ernährt wurden - da gibt's Kälber & sonstige Farm- und Straßenabfälle am Stück, sonst nichts. Das ginge so lange gut, wie die Hunde hart arbeiten - außerhalb der Saison hätten so ziemlich alle Hautprobleme.

    Und, komischerweise: mein eigener Russell verträgt über längere Zeit auch nicht mehr als höchstens die Hälfte Fleisch/tierisches Fett/Innereien im Futter, sonst fängt sie an, sich ohne erkennbare Ursache heftig zu kratzen.

    Insofern wäre bei solchen Ernährungsformen immer meine Frage: Ist sowas bei "sparsamen" Hundetypen , also bei denen, die sich lange in ihrer Geschichte mit Resten plus Mäusen durchschlagen mußten, überhaupt möglich - oder bringt das tägliche Luxus-Angebot da nicht doch was im Stoffwechsel zum Kippeln?

    Wir haben das An- und Ableinen erstmal am Rad geübt und dabei sehr darauf geachtet, daß der Hund die Pfoten NUR auf mein Bein setzt.

    Ist für die Praxis wirklich nützlich - nicht alle Pferde stehen auf einen plötzlichen Hundepfoten-Einsatz in der Seite.

    Danke - das ist auch eine der sehr geliebten Erinnerungen!

    Hier ist noch ein Jugendbild der Airedalin, wie sie ein Fohlen auf "hündisch" begrüßt....große Vorsicht bei beiden Kids! LOL


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    Ich hatte bisher drei Hunde am Pferd, erst die hier:

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    ...einen Pudeldackelterrierschnauzer von 14 Kilo und etwa 45 cm Schulterhöhe. Die Hündin war ein Genie, machte schlichtweg immer alles richtig und brauchte so auch nur eine einzige Radtour, um rechts bei Fuß laufen zu lernen (das Kommando hieß bei uns "Rad"), und von da an war sie perfekt am Pferd. Einziger "Mangel": als sie älter wurde, lief sie nicht mehr so gern lange Strecken und ist mir ein paarmal am Anfang eines Tagesrittes abgehauen, sobald sie wußte, daß es auf die 30 Kilometer-Strecke ging. Dann saß sie schlicht bei dne Freunden, die wir besucht hatten, unterm Küchentisch, sagte: "NÖ!" - und wurde dann natürlich per Auto heimgebracht.

    Danach hatte ich öfter mal ihrne Sohn mit, Vater Irish Stetter, der war entsprechend lauflustig, wilderte nicht und war soweit prima - nur hatte er leider ein Zottelfell, brachte gern mal die gesamte Natur mit nachhause und schwitzte im Sommer zu sehr.

    Und dann kam der perfekte Reithund: Eine Airedalehündin aus Leistungslinie. Bei der war das Kooperieren genauso in den Genen wie das Laufen - ein Hundetraum in superpraktischem Drahthaar. Die hatte perfekte Manieren im Stall, lief glücklich jede Strecke, ohne Wild auch nur anzusehen (obwohl sie eigentlich einen starken Jagdtrieb hatte - aber nicht während der Arbeit!) und war hinterher mit einem Handtuch sauberzukriegen.

    Gemeinsam hatten die drei eines: der Grundgehorsam saß, ebenso wie beim Pferd, bevor wie uns auf das Abenteuer eingelassen haben.

    Meine Hündin frißt Selbstgekocht mit überwiegend rohem Fleisch, seit sie ein Welpe ist - aber wenn ich der Brokkoli(!) roh einfüttern würde, wären Höllenblähungen das Mindeste.

    Will sagen: Wirf unbedingt auch mal einen Blick aufs Gemüse und gib das lieber erstmal generell gedünstet/püriert - das ist -zigmal besser verträglich und verwertbar für den Hund.

    Wenn sie sich streicheln läßt, wäre vielleicht so ein Putzhandschuh einen Versuch wert?

    Gibt's für kleines Geld im Reitsportbedarf, mit Gumminoppen oder weichem Stoff, ist ursprünglich für empfindliche Pferdeköpfe gedacht - aber meiner Erfahrung nach lassen sich auch zimperliche Hunde damit oft ganz gut überlisten und nach & nach ans Bürsten gewöhnen.