Die "Retrievermixe aus der Türkei", die hier im Revier liefen, habe sich samt und sonders als HSH-Mixe entpuppt und ihre ahnungslosen Besitzer vor entsprechende Probleme gestellt. Scheint also ein recht gebräuchliches Etikett zu sein, um solche Hunde unter der Marke "lieb und problemlos" loszuwerden. An deiner Stelle würde ich auch recherchieren, ob ich mir da nicht einen derartigen Hund zugelegt habe - der könnte in der Stadt tatsächlich große Probleme haben.
Beiträge von terriers4me
-
-
Sind eigentlich schon irgendwo Sommerferien? Ich mein ja nur - richtig ernst kann man das doch nur schwer nehmen?
-
Erinnert irgendwie an Annodunnemalsundsiebzig, als die Jungs im lokalen Schäferhundeverein das Apportieren damit übten, daß der Hund ins Ohr gekniffen wurde bis zum Schreien und dann dieses Teil ins geöffnete Maul bekam.
Galt als völlig normal, auch wenn's für uns damals schon furchtbar klang - die Erklärung war auch, daß der Apport nur mit Gewalt "sicher" funktioniere. Alles andere sähe der Hund als Spiel an und würde im entscheidenden Moment todsicher versagen.
-
Astschere groß - die kriegt wirklich alles klein.
-
Das war genau meine Frage: Wieviel kniffelige Diplomatie traust du dir als Gastgeber zu?
-
Ich find die Haus-Enten auch genial!
-
Ich find die Idee zwar theoretisch erstmal nett, würde aber praktisch sowas dann doch meiden und mit meinem Hund ein "gewöhnliches" Ferienhaus buchen. Ich hätte Angst, in einer Pension unter sämtliche Tutnixe der Republik zu geraten, deren Besitzer sie in Ferienlaune ("wir haben's ja bezahlt!") nach Hundewiesenmanier und Stärkeremrecht frei rumprollen ließen. Wäre einfach nicht meine Idee von Entspannung.
Keine aus der Luft gegriffenen Befürchtung, leider - eine Freundin von mir hat sich so viel Ärger eingefangen, als sie ihre vier Ferienwohungen explizit "mit Hund" angeboten hat, daß sie inzwischen überhaupt keine Hunde mehr zuläßt. Und die waren nicht nur besten Willens, sondern haben sogar einen ganzen Hof.
Ich würde mir also schwer überlegen, ob ich mir sowas von vornherein auflade, oder lieber die ganze Anlage zwar hundefreundlich einrichte, mir aber im Einzelfall vorbehalte, ob Hund oder nicht Hund.
-
Ich würde das für eine sehr souveräne Reaktion halten und kenne es so ähnlich auch von mehreren großen, normalerweise recht griffigen Hunden. Die nehmen tobsüchtige Kleine schlicht nicht für voll, egal, was die aufführen. Was ich für sehr intelligent und situationseinsichtig halten würde: der Hund reagiert nicht "automatisch", sondern in gewisser Weise sehr überlegt.
Das Krasseste,was ich da bisher erlebt habe, war eine Neufundländerin, die mit einem in ihrem Fell hängenden Spitzmix einfach zu mir kam und mich wirklich mit einer "Pflück das bitte mal ab"-Miene ansah. Die hätte den Mini mit einem Schnapper sonstwohin befördern können, nahm die Attacke aber einfach nicht ernst.
Ich würde daher sagen: wenn dein Hund zu dieser Sorte gehört, hast du echt Glück gehabt und ersparst euch eine Menge Ärger.
-
Ich finde verzwergte Hunde mit langem Fell und Kindchenschema-Kulleraugen weitaus deformierter (sprich: von der ursprünglichen Beutegreifer-Form weggezüchteter) als einen harmonisch gebauten, muskulösen, sich gut bewegenden Staff.
Trotzdem würde ich eher nicht auf die Idee kommen, den Besitzern eines solchen Kindersatzes (wenn's denn auf der andere Seite schon ein "sexueller Fetisch" sein soll!) gleich jedes Urteilsvermögen abzusprechen.
Geschmäcker sind nun mal verschieden - und ich muß mit anderer Leute Hunde ja nicht rumlaufen (oder die Tierarztkosten zahlen)
-
Ich glaube da etwas ganz anderes: Der Hund jagt das Baby.
Der Onkel war nur insofern der Auslöser, als er das Baby (die zappelnde, quäkende Beute) bewegt hat. Du beschreibst ja auch sehr klar, daß der Hund gezielt auf das Baby gegangen ist, eben NICHT auf den Onkel!
Genau das habe ich inzwischen mehrmals bei sonst sehr menschen- und speziell kinderlieben Hunden erlebt, die zum ersten Mal mit einem Säugling konfrontiert wurden: sie "erkennen" ihn zunächst einfach nicht als Mensch. Es ist klein, es liegt, statt zu stehen, es bewegt sich unkoordiniert, zappelt und gibt komische Laute von sich. Sprich: es muß wohl Beute sein?
Was da hilft: einmal große Vorsicht, weil schon ein kleiner Schnapper dem Baby bösen Schaden zufügen kann. Zum anderen den gesicherten(!!!) Hund geduldig mit dem unbekannten Lebewesen vertraut machen, bis der Groschen "das ist ja ein Mensch!" wirklich gefallen ist. Vorher käme mein Hund nicht mehr von der kurzen Leine!