Beiträge von terriers4me

    Genau so isses - leider! Was ihr noch vergessen habt: Sobald das gedeckelte Spiel- Bewegungs- und Erkundungsverhalten explodiert, ist der Welpe hyperaktiv & braucht einen Käfig zum "Runterfahren"...

    Aber zurück zum engeren Thema: Da bietet doch der Alltag genug Trainigsmöglichkeiten?

    Bei uns war's zum Beispiel so: Welpe, 8 Wochen, zog ein und war natürlich überall dabei. Bis auf die Dusche. Tag 1 lief so, daß der Zwerg vor der Duschkabine saß und wir uns unterhalten haben, Tag 2 war das verbale Kontakthalten schon nicht mehr so nötig, Tag 3 war's die halboffene Badezimmertür, durch die wir uns unterhalten... - und so weiter.

    Binnen einer Woche hatte der Welpe kapiert, daß ich eh immer wiederkomme und zog sich in der Zwischenzeit lieber mit Kaukram ins Körbchen zurück. Das übriges an einer vom Welpen selbstgewählten Lieblingsstelle stand: da, wo der kleine Hund in Ruhe alles übersehen konnte, mir also nicht dauernd hinterherdackeln mußte. Wir haben das immer "Welpenzentrale" genannt. Also genau das Gegenteil von "sperr ihn weg" - und genau das hat sehr zur Ruhe beigetragen. Der Hund konnte alleine dösen, war aber immer "dabei" und mußte nicht auf dem Sprung sein.

    Auf diese völlig alltägliche Weise fing das mit dem Alleinsein an, und ließ sich ebenso alltäglich ausbauen.

    Zitat

    die TA die einen immer quält

    Wir waren in der glücklichen Lage, es nicht bis zum "quälen" kommen lassen zu müssen - insofern hat meine Hündin ihre vertraute TÄ so freudig begrüßt, dass ich nochmal kurz ins Wanken geraten bin.

    Was übrigens das "wegnehmen" angeht: unsere Tierärztin hätte mir auch noch geholfen, den Hund zu begraben. Hat sie mir jedenfalls angeboten - aber das wollte ich gern allein tun. Da zwei unserer Hunde, weil's leider nicht anders ging, in der Abdeckerei gelandet sind, war ich in diesem Moment "froh", diesmal auch da einen passenden Abschluß zu haben.

    Zitat

    Wie genau läuft das ab wenn ein Hund zu Hause stirbt?

    Bei uns sehr ruhig. Ich habe morgens in der Praxis angerufen, dass es wohl soweit ist, und für diesen Tag die Arbeit verschoben, damit ich noch ein bißchen bei meinem Hund sitzen konnte. Die TÄ hat sich dann die ganze Mittagspause für uns Zeit genommen, den Hund nochmal untersucht und bestätigt, dass da keine Besserung zu erwarten war - nur noch Leiden.

    Dann hat das Tier auf meinem Schoß eine Narkose und die letzte Spritze bekommen - was alles so ruhig ablief, dass ich mir sicher bin, dass der Hund nicht gelitten hat.

    Die TÄ hat mir dann eine Bescheinigung über das Einschläfern dagelassen, mit der ich den Hund von der Steuer abmelden konnte. Rechnung kam ein paar Tage später, weil sie mich in dem Moment nicht damit belasten wollte - mir persönlich wäre es lieber gewesen, gleich bar zu bezahlen und abzuschließen.

    Beerdigt wurde der Hund im Garten, und insgesamt war es der "beste" Abschied, den ich bei bisher vier Hunden und einem Pferd zu verzeichnen habe. Vor allem wohl, weil wir diesmal nicht gewartet haben, bis das Tier sich ernsthaft quälte, weil ich im Rückblick guten Gewissens sagen kann, dass es für mein Tier kein überflüssiges Leiden gab - auch das ein Punkt, für den ich meiner TÄ sehr, sehr dankbar bin.

    Nein, du übertreibst wirklich kein Stück. Es ist supereinfach, solche Zustände zu vermeiden, wenn man denn will - Hunde sind nämlich sehr gelehrig, und das Aufheben von Mißgeschicken ist auch keine Atomphysik.

    Und wenn die Leute so verantwortungslos sind, wie du sie schilderst, würde ich mit einem Haltungsverbot dafür sorgen, daß der Hund nicht "ersetzt" wird. Solche Leute braucht nämlich nicht nur kein Vermieter, sondern auch kein Hund.

    Ich denke auch, das ist purer Streß, ebenso wie das Gartenumgraben: er hat gemerkt, dass die Hündin bleibt, seine Welt steht gerade ziemlich Kopf, und das reagiert er ab.

    Jetzt ist dein Moment gekommen, weil jetzt das Zweihundehalten ernsthaft anfängt: DU bist der Boß im Haushalt, du setzt die Regeln, du mußt solche Situationen managen. Ohne großen Zirkus, aber von Anfang an, immer und konsequent, das ist wirklich das A und O bei mehreren Hunden. Wie du deinem Rüden sonst was verbietest, was du wirklich nicht willst, werdet ihr beide ja sicher geklärt haben - also untersag ihm das Nerven der Hündin am besten schon im Ansatz, bevor sich das einschleift.

    Gleichzeitig mußt du jetzt aber auch dafür sorgen, daß er sich in seiner kleinen Hundewelt weiterhin sicher fühlen kann - es ist schließlich eine Riesenumstellung für ihn!