Beiträge von terriers4me

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    Großartige Spaziergänge, auf denen wir Meter machen, werden folglich eine ganze Weile erstmal nicht stattfinden.

    Warum nicht? Spaziergänge, vielmehr: Spazierentrödeln ist wirklich der beste Weg, um mit so einem Mini vertraut zu werden, und ein auch nur halbwegs schöner Herbst die ideale Jahreszeit dazu. Wenn der Welpe auch noch so klein ist wie ein Corgi: perfekt. Dann kannst du ihn nämlich gemütlich tragen, sobald der Weg zu lang oder das Terrain zu mühsam werden.

    Mein Achtwochen-Terrier hat das von Anfang an so kennengelernt: wir haben uns einen ruhigen Waldrand gesucht (Hund wurde notfalls hingetragen)und da täglich unser gutes Stündchen getrödelt, leinenlos natürlich. Weltentdecken plus Rumsitzen - und diese Zeit würde ich mir (dem Welpen!) nie durch irgendeine Leine stören.

    Weit Weglaufen wollen sie in dem Alter eh noch nicht, und an der Leine kannst du das wichtigste Spiel nicht spielen: Rückruf immer schneller. Das ist das einzige, was ich von Tag 1 an mit so einem Mini übe, und das geht nie besser als in den ersten Wochen, wenn der Welpe ganz von sich aus folgt. Das saß bei uns schon lange bevor von irgendwas sonst die Rede war.

    Das hier war übrigens der erste gemeinsame Tag, und solche Ecken haben wir uns dann gemeinsam ertrödelt, bis wir uns soweit kannten, dass wir stadtparkfähig waren:

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    ...während ich, lustigerweise, das einzige deeskalierende "Rammeln" mit einem Rüden erlebt habe. Da war eine andere Hündin über "seine" hergefallen und hatte die am Boden. Der Rüde, ein kräftiger Boxer, umkreiste die Damen kurz, sprang dann auf den Rücken der Obenstehenden, umklammerte sie wie zum Rammeln - und zog sie so beiseite. Anschließend stellte er sich zwischen die Hündinnen, und Ruhe war.

    Da hatte ich das Gefühl, daß dieser Rüde den Konflikt zwischen "Hündinnen kloppen ist nicht" und Beendenwollen dieser Situation sehr kreativ gelöst hatte - habe sowas Ähnliches aber auch nie wieder gesehen. Meiner Terrierhündin würde ich, wie gesagt, in so einer Situation alles andere als "Schiedsrichterwünsche" unterstellen.

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    Sie will die Eskalation nicht,

    Seid ihr euch da so sicher? Meine Hündin zumindest würde es lieben (wenn sie's denn dürfte!) in jede Keilerei einzugreifen und den Unterlegenen mit zur Strecke zu bringen. Wenn sie also während einer Keilerei zu rammeln versuchen würde, würde ich darin alles andere sehen als Deeskalation - eher den hektischen, gestreßten Versuch, sich noch irgendwie einzumischen, bevor die Beute am Boden ist.

    Gruselig - so gelitten hat mein Hund noch nicht mal vor 40 Jahren, als die Bandwurmkuren noch echte Hämmer waren. Da blieb dann mal einen Tag das Fressen stehen, es gab einmal Durchfall, das war alles. Und natürlich: das Zeug gab's erst nach Wurmnachweis. Ansonsten ist "Entwurmen", wie hier schon -zigmal geschrieben, total nutzlos.

    Sowas fällt für mich schon in die Rubrik "Tierversuche für Anfänger", und ich bin heiß dankbar, daß die schonende chemische Wurmkur schon erfunden ist!

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    Wusste nicht dass die Scheinschwangerschaft dann noch verstärkt auftreten kann...
    Das ist natürlich blöd.
    Muss das denn zangsläufig so sein?!

    Ob das zwangsläufig so sein muß, weiß ich nicht - ich hab den Unterschied bis jetzt bei allen fünf intakten Hündinnen erlebt, die ich nah genug kannte. Rüdenkontakt während der Stehtage (natürlich nur Schnüffeln und höchstens ein bißchen Kastraten-Flirt) war gleich massiv - wirklich massiv! - gesteigerter Scheinschwangerschaft. Keine Rüden während dieser Zeit bedeutete deutlich weniger Hormonchaos. Was ein Deckakt, egal wie unfruchtbar, da ausgelöst hätte, möchte ich mir lieber nicht vorstellen.

    Bekannte von uns haben unter anderem deshalb ihren Rüden während jeder Läufigkeit der mit ihm lebenden Hündin drei Wochen außer Haus gegeben. Der Rüde selbst war durchaus handhabbar - aber wenn er im Umfeld war, wurde die Hündin scheinschwanger wie sonstwas, weit über das Normalmaß hinaus. War er weg, hielt sich alles in Grenzen.

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    Dann könnten die beiden ja unter Aufsicht ihren Spaß haben und wären beide glücklich und zufrieden

    Das glaubst du jetzt aber nicht im Ernst, oder?

    Die Chance ist groß, dass dein Rüde in der Einraumwohnung drei Wochen lang komplett am Rad drehen würde, und so viel Streß ist für eine läufige Hündin ALLES andere als Glück. Kann sein, dass sie sich das Bedrängtwerden schnell so energisch verbitten würde, dass der Rüde hinterher Löcher hat.

    Zweite Option: Sie haben ihren "Spaß", dann hast du für die Hündin mit den permanenten Deckakten ohne folgende Trächtigkeit einmal ein ganz erheblich gestiegenes Risiko für böse Gebärmutterentzündung geschaffen. Zum anderen eine reelle Chance, dass sie sich enorm in eine Schweinschwangerschaft steigert. Mit allen körperlichen und seelischen Problemen, zum Beispiel dem ,dass sie den Rüden zeitweise gar nicht leiden kann. Wohin soll sie ihm dann aus dem Weg gehen?

    Ich denke, die anderen haben Recht: Mit Erziehung plus ein paar netten Hundekumpels tätest du euch den größeren Gefallen.

    Was sich bei unserem kleinen Temperamentsbolzen bestens bewährt hat, war regelmäßig etwa eine Stunde am Tag draußen trödeln. Also wirklich nur das schöne Wetter nutzen, irgendwo gemeinsam über die Stoppelfelder stromern und den Welpen sowohl mal tragen als sich gemeinsam zu einer längeren Ruhepause hinsetzen. So etwa - da ist der Zwerg 10 Wochen alt und hat ständig was zu erschnüffeln, was als "Auslastung" dicke reicht:

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    Das Programm macht eigentlich bloß der Hund, mit Erkunden und Ausruhen. Das drehte nicht so auf wie die regelmäßigen Toberunden, und das einzige, was wir im ersten Vierteljahr wirklich intensiv geübt haben, war eine fixe und positive Resonanz auf das Wort "Komm!", erst mit Häppchen, dann mit Weglaufen meinerseits plus Häppchen für immer schnelleres Folgen (mich jagen!) - und schon kann so ein Neunwochen-Welpe fliegen:

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    Das war aber auch so ziemlich das einzige Programm mit "ernstem" Hintergrund - ansonsten war es ein reines Rumtrödeln mit der großen Freude, wieder mal einen so entzückenden kleinen Hund um sich zu haben und einem entspannt pennenden Welpen danach. Der Unterschied war schon auffallend: nach Toben mit anderen Hunden brauchte sie immer ewig, um runterzukommen - so nicht.

    Auch wenn das nach Phrase klingt: Genieß die Zeit jetzt, sie ist so schnell vorbei!

    Du wirst NIE alles richtig machen, das kann kein menschliches Wesen.

    Also schüttel doch um Gotteswillen diesen Perfektionismus ab,der euch schon beide verrückt macht, atme tief durch und FREU dich auch einfach mal an dem Riesengeschenk, das du da hast: einem ganz normalen, munteren Welpen/Junghund der seine Welt entdeckt.

    Mehr als ihm dabei zu helfen, steht in Moment doch noch gar nicht auf dem Stundenplan, und bei "Deutschland sucht die Supermutter" braucht ihr auch nicht mitzumachen!

    Wir können Quebec da auch nur zustimmen: Kaum hat so'n DSH den Kleinhund vor dem Rachen, schwupps isser drin!

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    Hier wogen die Akteure übrigens einmal vier, einmal 40 Kilo.

    ...und das noch:

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