Auch von uns ein "Gute Reise" für Cleo und die besten Wünsche für dich. Danke auch, dass du uns hast teilhaben lassen an etwas, das wir uns für unsere eigenen Hunde auch wünschen würde, wenn es mal soweit ist: an einem wirklich guten, runden Lebensende. Cleo war wirklich ein glücklicher Hund!
Beiträge von terriers4me
-
-
Daß das Blindsein einen Hund nicht so beeinträchtigt wie einen Menschen, wird oft erzählt, ist aber - leider! - selten wahr. Nach drei Jahren mit einer Blinden kann ich aus dieser Erfahrung nur sagen, dass es den Hund ganz gewaltig beeinträchtigt - am Anfang sogar bis hin zu Schock- und depressiven Reaktionen, die Monate dauern können. Bei meiner Hündin war das so kraß, daß zuerst sogar ein neurologischer Defekt im Raum stand - aber es war "nur" ihre Reaktion auf den Verlust des Augenlichts. Sie kam dann gut zurecht, aber eben nur im gewohnten Rahmen: Neues machte sie wieder unsicher. Sie löste das, indem sie sich einfach komplett auf mich verließ, aber das kann euer Neuzugang ja noch nicht, weil er noch nicht weiß, wie's läuft.
Euer Hund steht ja gerade an einem Anfang: neues Leben, neue Umgebung, neue Menschen - und die kann er eben nicht mit allen Sinnen aufnehmen. Klar, dass er da nervös und rastlos ist. Und vermutlich möchte er sich auch weniger zurückziehen, er möchte dabeisein, da, wo in eurer Nähe die Sicherheit ist - aber er weiß eben noch nicht, wie.
Ich würde versuchen, dem Hund erstmal so viel Ruhe und Routine wie möglich zu vermitteln, also ein Gerüst, an dem er sich sozusagen festhalten kann. Vielleicht erstmal weniger Außenkontakt, dafür ruhiges Beschäftigen daheim: viele Blinde lieben es, langsam gebürstet zu werden und sitzen gern auf dem Schoß oder mit Anlehnen auf den Füßen - alles, was ihnen Entspannung über den Körperkontakt bringt, den sie mit ihren verbleibenden Sinnen besonders gut erfassen können.
Habt ihr denn abklären können, weshalb er erblindet ist? Es gibt da eine seltene Erkrankung, SARDS genannt (Google hilft weiter), bei der die Erblindung durch eine Überdosis Streßhormon ausgelöst wird. Zu deren Symptomen gehört auch oft eine unerklärliche Unruhe - aber das ist, wie gesagt, ein sehr seltener Krankheitskomplex.
Ich würde erstmal davon ausgehen, dass der alte Herr so sehr an der Umstellung zu knabbern hat und drücke euch die Daumen, dass er sich bald einlebt. Toll auf jeden Fall, dass er bei euch noch einen guten Platz gefunden hat!
-
10 Kilo als Futterbemessungsgrundlage für so einen Zwerg finde ich auch auch abenteuerlich viel. Hier hast du zum Vergleich meine Parson-Hündin mit sieben:
Externer Inhalt www.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.7-8 Kilo würde ich für deinen kleineren alten Herrn auch ansetzen, das Dosenfutter entsprechend abmessen und die Mahlzeiten einfach kräftig mit püriertem, gedünstetem Gemüse als Magenfüller strecken. Zuccini/Kürbis & Karotten gemischt bieten sich da doch gerade an.
Funktioniert bei uns bestens, wenn die kleine Kastratin mal wieder abspecken muß -und wie miniklein die Mahlzeiten für diese kleinen Hunde tatsächlich nur sein müssen, hat mich nach dem Umstieg vom Großen auch lange verblüfft.
-
Jetzt atme mal tief durch (möglichst draußen!) - was ihr da entfesselt, klingt ja wie der Weltuntergang schlechthin. Ich wohne hier seit 20 Jahren inmitten vollgepfropfter offener Bücherregale, immer mit Hund, auch mal mit Igel, ebenfalls immer wieder mit angeschleppten Flöhen - und es ist auch ohne Gaskriege im Wohnzimmer noch nie irgendwas Dramatisches passiert.
Wie hier schon mehrfach gesagt: Keep cool, mach ein Spot-on auf den Hund, wasch dessen Liegeplatz und saug einmal häufiger und sorgfältiger. Reicht meist schon. Wenn es nach mehr bzw regelmäßigem Befall aussieht (hatte ich hier mit einer fanatischen Mäusefängerin), besorg dir was, was bei der Vermehrung ansetzt. Program wurde ja schon genannt, Frontline Combo geht auch.
Mehr hab ich noch nie gebracht, aber natürlich hab ich auch gut reden: Ich gehöre zu den Unglücklichen, die selbst von den Biestern gebissen werden - weiß also sofort Bescheid, sobald der erste Floh im Haus ist. Und "wehret den Anfängen" ist hier wirklich alles.
Ich wünsch dir jedenfalls viel Erfolg, aber mach dich nicht allzu fertig - Flöhe wirst du in deiner Hundehalter-Karriere noch gut genug kennenlernen!
-
Ich habe einen Wachhund, damit er mich darauf aufmerksam macht, wenn etwas Ungewöhnliches passiert
ZitatWie soll er das denn machen, wenn er - deiner eigenen Schilderung nach! - eh schon bei jeder Lebensäußerung anderer anhaltend kläfft?
Mir tun deine Nachbarn ebenfalls verdammt leid, und ich drück ihnen alle Daumen, dass sie mit etwas mehr Nachdruck Erfolg haben, wenn auf deine Einsicht schon nicht zu rechnen ist.
-
Meine Freundin ist, als ihr junger HSH-Mix mit dem Jagen anfing, mal aufs Ganze gegangen: Die ist dem Hund hinterhergaloppiert, hat es geschafft, ihm den Weg abzuschneiden und war von Pferd und über ihm, bevor er noch richtig wußte, wie ihm geschah. Anschließend gab's ein mordsmäßiges verbales Donnerwetter - und der Hund ist bis heute, Jahre später, nie (!) mehr vom Weg abgewichen, wenn er die Ausritte begleitet.
Nun ist ein Molossoider natürlich nicht der Schnellste, ein Isi ein praktisches Pferd zum Schnell-Abspringen und der betreffende Hund ein solches Sensibelchen, daß den einfach die Überraschung kuriert hat: Frauchen sitzt ja doch nicht machtlos auf einem "Schienenfahrzeug", zu dem man nach Belieben wieder aufschließen kann - insofern trotz des Erfolges sicher keine generell empfehlenswerte Lösung.
Mein eigener Junghund hat mal sehr gut auf einen gezielten Leinenwurf reagiert, als er sich trotz Rufens davonmachen wollte - aber es war eben beide Male ein "wehret den Anfängen" bei einem eigentlich sehr gut gehorchenden Hund. Da reichte schlicht der Überraschungseffekt: "Auch vom Pferd aus kann sie mich erreichen", und der Groschen fiel, wie er fallen sollte.
Wenn deine Hündin schon so weit ist, dass sie regelrecht abhaut, also schon zu ihrem eigenmächtigen Spaß gekommen ist, würde ich die Leine dranlassen. Schon aus Sicherheitsgründen, denn natürlich hat es einen ernsten Hintergrund: Die Jäger im Revier meiner Freundin tolerieren zwar einen Hund, der brav am Pferd mitläuft (und ihrer läuft überwiegend in "Fuß" oder "Hinter"-Position, also generell nicht eigenmächtig vor) haben ihr aber ganz klar gemacht, dass sie Riesenprobleme bekommen wird, wenn er jemals hetzt.
-
Ehrlich - wenn mal wieder Tomatenmark nötig war, will ich den kleinen Sch***köter überall sonstwo, aber nicht in meiner Nähe. Handtasche käme da nicht in Frage, Müllbeutel schon eher.
Grünlich, sehr würzig, streifenziehend und mit leichtem Waldunterton im Abgang ist übrigens meiner Erfahrung nach meist Wildschweingülle...
-
Zitat
Hilft das denn wirklich?
Ja. Aber ein weißer Hund ist nachher rosa.
-
Meine verträgt von diesen Dosen hier:
https://www.lunderland-tierfuttershop.de/shop/USER_ARTI…=&kat_aktiv=103
..ziemlich blähungsfrei Rind mager, Wild und Geflügel, also Pute und Huhn. Jedenfalls so lange ich dazu deutlich mehr Flocken (oder Reis/Haferflocken/Hirse plus Gemüse) füttere als zur gleichen Menge Frischfleisch - was den höheren Preis dann wieder reinbringt. Auf die Dauer wäre mir das wohl etwas eintönig, aber für eine kurze Zeit blähungsminimierten Urlaubs klappt's recht gut - zumal wir dann auch nicht auf Gefriermöglichkeiten angewiesen sind.
-
Meine Frischfresserin kriegt fiese Blähungen von Naßfutter, und ich habe wg. Urlaub lange rumgetestet: nur bei einigen Lunderland-Reinfleisch-Sorten hält sich das in sozialverträglichen Grenzen. Da die Dosen recht teuer sind (wenn auch wirklich sehr ergiebig!), gibt's die nur im Urlaub als Frischfleischersatz, und das klappt recht gut.