Ich fürchte, da liegt hier der Hase, oder eher: der Welpe im Pfeffer: Der Moment für die kurze, situationsangepaßte Korrektur nach hündischer Art, die der Welpe sofort versteht, ist schon verpaßt. Hündchen und Besitzerin sind längst gleichermaßen überdreht und steigern sich gerade in einen Teufelskreis aus immer mehr Aktion und Reaktion rein.
Beiträge von terriers4me
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Oh Murmelchen, danke für die Stimme der Vernunft! Ich würde der jungen Dame auch ganz, ganz unmißverständlich erklären, dass ich nicht gebissen werden WILL - aber ich bin da auch bekennend gemein.
Und generell würde ich mich auch um einen sehr ruhigen und vor allen und für das kleine Welpenhirn einschätzbaren Tagesablauf bemühen - das nimmt wirklich viel Dampf raus.
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Das wünschen wir euch auch!
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Nicht allzulange, etwa einen Monat bis sechs Wochen, dann war wirklich Schluß.
Danach kam eine Phase, in der der Hund extrem depressiv war, so schwer, dass schon der Verdacht aufkam, sie könne auch noch ein neurologisches Problem haben und wir müßten sie erlösen. Waren dann aber zum Glück nichts als Anpassungsschwierigkeiten. Etwa ein halbes Jahr nach der Erblindung hatte sie sich dann umgestellt, und es ging erstaunlich schnell wieder bergauf.
Sie kam dann so gut zurecht, dass ich auch oft den Verdacht hatte, da sei noch Sehvermögen. Es war aber definitiv nichts mehr - sie hatte einfach gelernt, ihre andern Sinne so perfekt einzusetzen, dass die Blindheit kaum noch auffiel.
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Um mal wieder zum Thema "Wo schläft der Hund" zurückzukommen: Hier war's über mehr als 40 Jahre so:
Hund 1: schlief seit Welpenzeiten in einem Korb in meinem Zimmer, schlich sich aber gerne mal ins Bett, wenn ich wirklich fest schlief.
Hund 2: Korb in der Küche (da war er geboren und aufgewachsen)oder die kühlen Fliesen. Der wollte nachts absolut seine Ruhe, wurde dann aber mit so etwa 10 Jahren gegen Morgen unruhig und wechselte schließlich mit Korb ins Schlafzimmer.
Hund 3: Korb im Schlafzimmer, ersatzweise gerne blanker Holzfußboden - alles andere war ihr zu warm
Hund 4, der erste JRT: Bett und sonst nichts - vom Terrier mit eiserner Konsequenz durchgesetzt.
Hund 5, der aktuelle: weigert sich von Welpenbeinen an energisch, im Bett zu schlafen - zu langweilig. Nachdem ich sie eine Zeitlang aus Sicherheitsgründen dazu gezwungen hatte, gab's dann volle nächtliche Freiheit. Die sie ausnutzt: Erst schläft sie im Untergeschoß, weil sie da nachts im Garten die Katzen verbellen kann, dann gern auf einer teppichbezogenen Treppenstufe, gegen Morgen kommt sie die Treppe hoch ins Bett.
Box haben wir hier noch nie gehabt und hätten sie auch nie benötigt: Alle Türen sind offen, interessanterweise kam/kommt bisher jeder der Hunde, sobald er sich irgendwie mies fühlte, an mein Bett oder tappte davor nervös auf & ab. Die Unfälle im Haus lassen sich wirklich zählen.
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Ja, das wurde mir auch von Dr. Zimmermann in Lüneburg gesagt: ein kleines Restsehvermögen (etwa, wie bei meiner Hündin Hell-Dunkel) bleibt oft während der Erblindung erstmal noch, vergeht aber leider auch im Laufe der Zeit.
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Du glaubst gar nicht, wie gut ich dich da verstehe! Das Gewicht-Halten war auch ein derartiger Kampf, dass mir die Erblindung dagegen fast zweitrangig vorkam. Erschwert noch dadurch, dass meine Hündin nach dem Ausbruch von SARDS so leberkrank war, dass sie kaum noch irgendwas vertrug, ohne zu erbrechen - nicht einmal Diätfutter vom TA.
Was uns blieb, waren mageres Rind/Geflügelfleisch und Hirseflocken, eventuell ein paar gedünstete/pürierte Karotten/Zuccini dazu, in mehreren kleinen Mahlzeiten. Und dann durfte sie von dem Fleisch nicht viel haben, weil sie sonst brach, von mehr Flocken wurde sie sofort dick, auch nur ein bißchen zu viel Gemüse kam auch prompt wieder raus - und so weiter...
Es war jedenfalls nicht einfach, aber unsere TÄ war da wirklich gnadenlos streng, weil sie Übergewicht in dieser Lage für einen massiven Gefahrenfaktor hielt. Also haben wir uns sehr bemüht, aber, wie du auf dem Foto oben sehen kannst: ganz geschafft haben wir's auch nicht. Die Hündin blieb schon moppelig um die Taille, aber immerhin hat das Herz nicht auch noch Schaden genommen.
Ich drücke euch jedenfalls sehr die Daumen - es ist schon fies, wie sehr man einem so rätselhaften Problem ausgeliefert ist, und wie sehr man da im Dunkeln stochern muß! Einziger Vorteil ist wahrscheinlich, dass man bei einem Rollihund schon gelernt hat, gute Tage nicht selbstverständlich zu nehmen - über die sollte man sich wirklich sehr bewußt freuen!
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DIe Ursachen fürSARDS sind einfach noch nicht bekannt und werden es wohl auch nie genau werden - bei einer derart seltenen Krankheit lohnt sich laut Professorenauskunft keine Forschung.
Bei meiner Hündin wurde die Hormonumstellung nach der Kastration als Anstoß angenommen: Die hat sie nicht gepackt, und der entgleisende Hormonstoffwechsel hat wie in einem fatalen Dominoeffekt anderes mitgerissen.
Da sie weder Cushing noch veränderte Schilddrüsenwerte hatte, haben wir sie mit regelmäßiger Blutkontrolle rein symptomatisch behandelt: Unbedingt Gewicht halten (viele SARDS-Hunde neigen zu Herzproblemen), was sich deutlich leichter liest als es war, da übermäßiger Appetit ja zu den Symptomen gehört. Ein Vitamin/Mineralpräparat, damit trotz der Leberprobleme kein Eisenmangel auftritt, den Hund wegen der Neigung zur Trägheit in Bewegung halten (ich hab extra das Joggen angefangen) und sich über jeden guten Tag freuen.
Denn, leider, scheint die langfristige Prognose nicht so dolle zu sein. Ich hatte, wie gesagt, nach dem Schreiben des verlinkten Artikels mit einigen Betroffenen Kontakt, und die Hund haben die Erblindung alle nicht allzu lange überlebt.
Immerhin - wir haben zwei Jahre geschafft, bevor ein rasant wachsender Tumor (ebenfalls häufig bei SARDS)das Ende brachte, und alles in allem waren es noch gute Jahre. Oder sagen wir: wir haben das Beste draus gemacht - was wir euch allen auch sehr wünschen!
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Hier wäre noch der Rat, der sich eigentlich von selbst versteht: vor allem anderen erstmal zum Tierazt und den Hund gesundheitlich durchchecken lassen.
Habe ich dummerweise versäumt, als mein bis dahin völlig schußfester siebenjähriger Terrier nach einem wirklich wilden Silvestergeballer in nächster Nähe plötzlich und heftig mit Böller- und Schußpanik anfing (Gewitter waren und sind ihr egal). Das steigerte sich über die folgenden Monate allen Hilfsversuchen zum Trotz ganz massiv, bis ich endlich tat, was ich gleich hätte tun sollen: Ein großes Blutbild ansetzen. Und siehe da: der arme Hund hatte eine massive klinische Schilddrüsenunterfunktion!
Inzwischen ist die Hündin gut eingestellt, und zwar leider nicht zu ihrem alten coolen Selbst zurückgekehrt, reagiert aber nicht mehr annähernd so extrem. Sie hat immer noch diese Knall- und Schußangst, steigert sich aber nicht mehr so suizidal da rein und kriecht ewig zitternd und hechelnd durch die Ecken, sondern sucht jetzt möglichst Deckung bei mir, bleibt draußen halbwegs ansprechbar und beruhigt sich vergleichsweise schnell, wenn der Spuk zu Ende ist. Das hätte ich letztes Jahr nicht mehr zu hoffen gewagt.
Ich hoffe, sie wird noch weiter Fortschritte machen, und es tut mir bitter leid, dass ich da erstmal vor lauter Bäumen den Wald nicht gesehen habe - die Schilddrüse nachzusehen, ist ja kein ganz exotischer Weg bei einem plötzlich ängstlichen Hund.
Insofern, wirklich: Lieber einmal öfter körperlich durchchecken, als dem Tier Lösungsversuche anbieten, die es vielleicht gar nicht annehmen kann. Auf jeden Fall drücken wir euch Daumen & Pfoten - es ist ja wirklich ein Problem, das massiv auf die Lebensqualität geht.
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Keine Ahnung, vielleicht hilft dir Google da weiter? Ich hab gerade "echte" junge Weinbergschnecken im Garten, die sind erstmal auch ganz winzig.