Hier behauptet ein Ex-Zoodirektor, dass Wölfe generell kein großes Problem mit Strom hätten - könnte das eventuell auch erklären, dass die kletternde Wölfin oben "Augen zu und durch" gewählt hat, statt zurückzuschrecken?
Pardon, ich habe mich bei deinem Text verlesen: es geht um "zwei Wochen" Koma, nicht um sechs.
Auch das scheint mir eher fraglich - und wenn ich mir jetzt den Vermittlungstext ansehe, kann ich mir wirklich nicht vorstellen, inwieweit man diesem Hund einen Gefallen täte, wenn man ihm den Wechsel nach D. zumutete.
Mein Rat wäre auch: Geh eine Patenschaft ein, wenn der Hund dich wirklich gerührt hat, und sieh dich nach einem mit einer normalen Umgebung kompatibleren Tier um. Alles andere würde euch beiden gleichermaßen nur Unglück bringen.
Hier wäre noch eine Stimme für "Finger weg!" Für mich liest sich des Ganze, als wäre der Hund bereits epileptisch, die Vermittler möchten das aber nicht zugeben und erzählen eine wüste Story, um zu erklären, warum er es später "wird".
Allein schon diese Mitleids-Story dürfte keinem Realitätscheck standhalten: Wo genau in Spanien soll denn bitte ein Welpe (!) sechs Wochen(!!) im Koma (!!!)aufgezogen worden sein?!
Nüchtern liest sich das wie: ein schwer kranker, halb erwachsener Rüde einer nicht ganz einfachen Rasse, bar jeder Sozialisiation und sehr schwer zu handeln - ein in jeder Beziehung unkalkulierbares Pulverfaß.
Das würde ich, wenn keine auffallende Ursache vorliegt, unter "ganz normaler Welpenwahnsinn" abhaken.
Hatte mein Zwerg auch oft, und da wir einen Garten haben, hab ich sogar oft noch kurz mitgespielt und das Ganze damit beeinflußt, dass ich dem Mini dabei eine kaubare Beute untergejubelt habe - einen geknoteten Lappen, eine Kauwurzel, eine Strippe Kokosschnur, eine Papprolle oder sowas. Damit raste sie dann stolz ums Haus, das Schnappmaul war beschäftigt, und nach ein paar verrückten Platzrunden gingen wir zusammen rein, wo sie sich kurz an ihrer tollen Beute 'runterkaute und dann bettreif müde war.
Zum Glück braucht man ja auf die Allmachtsphantasien irgendwelcher Spinner nicht einzugehen - aber die Idee ist schon wirklich schräg: Voller Kaufpreis, keine Rechte am Hund. Ob das wohl gerichtsfest wäre?
Wir hatten letztes Mal nur eine knappe Stunde Fahrt und einen ziemlich kleinen, noch sehr jungen Welpen. Geplant war dass der Zwerg im Fußraum hinten, in einem fest zwischen Rückbank und Vordersitze geklemmten, gepolsterten Korb sitzen sollte, mit mir ebenfalls hinten zum Streicheln, Beruhigen und notfalls ein bißchen Festhalten.
Der Welpe allerdings brauchte keine fünf Minuten, um hoch und mir auf den Schoß zu klettern, da ein bißchen zu wühlen, sich dann einzurollen und tief und fest einzuschlafen. Mir war zwar nicht so ganz wohl dabei, weil das Hündchen nicht weiter gesichert war, aber mit ruhigem Dauerstreicheln hat es tatsächlich bis vor die Haustür durchgepennt - und nach dem Aussteigen dann erstmal eine Riesenpfütze gepinkelt.
Ich taue die Pansenstücke in einer großen, dichten Plastikdose im normalen Kühlschrank auf. Da ist allemal Luft genug drin für das kleine 100 Gramm-Stück, und nichts stinkt nach außen - das geht hier nun schon viele Jahre lang prima.
Grundsätzlich hast du völlig recht, das ist ja genau mein Punkt.
Damals war das allerdings so, dass meine kleine "Erstfavoritin", genau wie meine spätere Hündin, 14 Wochen bei den Eltern blieb, weil die Besitzer an dem Rudel so viel Spaß hatten. Ich hab sie da täglich erlebt und war bald echt froh, dass ich sie nicht bekommen hatte. Während ihre Leute später auch total glücklich mit ihr wurden - denen reichte es einfach, dass sie hübsch und nett war. So waren wir alle happy - nur eben auf Umwegen.