Beiträge von terriers4me

    Ich würde mich hier mal erkundigen:

    Airedale Terrier " von Erikson " - Home

    Ich kenne weder die Leute noch die Hunde persönlich, bin aber sozusagen mit denen verwandt: Meine Airedalehündin war die Wurfschwester vom Gründerrüden dieses Zwingers, Quanto von der Bukowina

    Quanto von der Bukowina - Home

    Wenn seine entfernte Nachkommenschaft auch nur entfernt ihre Qualitäten und ihre robuste Gesundheit geerbt hat, müßten das Superhunde sein. Ich habe länger sehr nett mit Frau Rosenthal gemailt, die gern Auskünfte gibt - und sobald hier wieder ein Airedale einzieht, würde ich zuerst da suchen.

    Ich liebe Igel ja nun sehr, habe schon einige der Stinktiere durch den Winter gebracht, und, komischerweise: sobald sie einmal im Keller einquartiert sind, hält sich das Terrier-Theater dann in Grenzen. Dann wird das eher so ein "Oh Gott, hat sie schon wieder irgendwas angeschleppt, mit dem ich mich jetzt vertragen muß...?!"


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    (Nicht, dass ich dem Frieden da trauen würde....*ggg*)

    Mein Terrier attackiert russelltypisch, also mit Rabatz plus Vor- und Zurückspringen statt mit Festbeißen. Insofern bin ich fix zur Stelle und nehm ihn weg, bevor einer der Kontrahenten verletzt wird - ein verletzter Igel ist nämlich ein toter Igel, weil er sich nicht gegen Fliegenmaden wehren kann, und das muß nun echt nicht sein.

    Der Hund hat dann ein paar Kratzer an Maul/Nase/Pfote, die tatsächlich wie Dornenratscher aussehen. Also nichts Wildes - bei den Hunden, die sich festbeißen dürfte das anders aussehen?

    Hund: Erst aufgeregtes Schnüffeln, dann ein sich steigerndes "Beute - die bring ich zur Strecke egal, wie weh das tut!" - unter vollem Einsatz von Nase und Pfoten.

    Ich: Terrier mit Nasen-/Pfotenbluten zügig einpacken, damit das Stacheltier seiner Wege gehen kann. Und hoffen, dass sich die Flöhe in Grenzen halten werden.

    Mantel habe ich bis jetzt nur bei meiner blinden JR-Hündin benutzt, weil die sich einfach nicht mehr so warmlaufen konnte wie früher. Die war dann auch echt froh, wenn sie geschützt wurde.

    Klamotten sind also da, aber die Nachfolgerin verweigert sich strikt, und recht hat sie: Wenn das Drahtfell gut getrimmt ist, perlt daran alles ab, und ansonsten rennt sie sich immer gut warm. Falls es wirklich mal ganz ekliges Wetter war, wartet nach dem Abrubbeln der warme Platz vor dem Ofen - das hat ihr bisher gut gereicht.

    Nochmal zum Jagdtrieb bei Airedales: Bei meiner LZ-Hündin war der beträchtlich, aber durch ihren enormen Willen zur Kooperation auch gut zu handhaben. Wenn sie arbeitete (am Pferd lief oder irgendein Kommando befolgte), war er völlig weg - dann arbeitete sie, und nichts sonst.

    Sie war auch sonst wirklich unglaublich brav, Menschen und Tieren (inklusive Katzen) grundsätzlich erstmal freundlich gesonnen, mit dicken Nerven und dieser biederen Terrierfröhlichkeit - einfach ein toller, toller Hund, den ich heute noch vermisse.

    Ähnlich war es bei Nachbars Airedale, den ich jahrelang mit nach draußen genommen habe: Jagdtrieb gut, aber mit Gehorsam absolut im Zaum zu halten. Der einzige Jagdsau-Airedale in unserer Bekanntschaft war genau der, der auch sonst in keiner Weise gehorchte.

    Ich würde sagen: Jagdtrieb ist schon gut da, ebenso das Temperament dazu - aber er wird, anders als bei vielen anderen Terriern, durch gute Gebrauchshunde-Eigenschaften "ausbalanciert": Es ist nicht so ein selbst entscheidender Solitärjäger, sondern ein eher kooperativer Hund - und das kann man nutzen.

    Das Problem ist und bleibt einfach, dass ein Hund im Jagdmodus so wahnsinnig fix ist, dass dir kaum Zeit zum Eingreifen bleibt - und eine unerfahrene, arglose Katze ist leider blitzschnell getötet.

    Jüngstes Beispiel aus dem Bekanntenkreis: Frauchen saß auf Sofa, Weimaraner ihr zu Füßen, Katze wollte zu Frauchen hoch, sprang über den Hund - und der hat blitzschnell zugepackt und einmal hart geschüttelt. Katze tot, nach Jahren friedlichen Zusammenlebens, Frauchen am Rande des Nervenzusammenbruchs, Haus jetzt ein Hochsicherheitstrakt. Das Drama hat sich buchstäblich auf den Füßen der Halterin abgespielt - und doch hat sie nicht mehr regieren können.

    Ich wünsche euch wirklich viel Glück und ein friedliches Zusammenleben -aber unterschätz bloß nicht, wie schnell ein Hund reagiert.