Beiträge von terriers4me

    Danke euch allen! Soweit ich weiß, waren Zähne und Kiefer immer ok, ich hab schon beim ganz jungen Hund nachsehen lassen, weil mich das Nichtkauen so wunderte, und regelmäßig weiter, aber ich werde mit der TÄ wirklich mal über Röntgen sprechen. Wenn die Hündin sich übrigens, alle Jubeljahre mal, zum Kauen entschließt, geht sie richtig zur Sache, das sieht in keiner Weise schmerzhaft aus.

    Hölzernes hat sie hier, als begeisterte Mitgärtnerin, zur freien Verfügung, und das zerbeißt sie nach einem Spiel schon mal eher, aber auch selten. Die Kauwurzel haben wir nach Wochen ungebraucht verschenkt.

    Was mir jetzt beim Schreiben auffällt: draußen, im Spiel zerkaut sie tatsächlich eher mal was, drinnen hat sie keine Lust. Hunger hat sie eigentlich immer, weil ich sie wg. superschnellen Zunehmens mit Futter knapp halten muß - da zumindestens ist es ein Vorteil, dass sie nicht noch wild auf Kaukram ist.

    Mich hat diese Macke völlig unvorbereitet getroffen, weil die Vorgängerin, wie alle unsere Hunde, noch alt und blind eine begeisterte Kauerin war und selbst schwer stoffwechselkrank noch superweiße Zähne hatte:

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    Und jetzt kann ich hier alles beim Schlachter kriegen, wofür andere Hunde Saltos schlagen würden, und es landet als Gartendünger - da schiebt man echt Frust!

    So ähnlich läuft das hier auch. Im Moment verbuddelt sie gerade sorgfältig die Maiskolben, die die Hühner zum Picken kriegen. Die sind hart, irgendwie freßbar - also ab ins Versteck damit!

    Und das macht sie wirklich professionell, ganz heimliche Platzwahl, tiefes Loch, -zigmal mit der Nase rüber, und weg ist das Zeugs. Wiederfinden nur durch Zufall - das ist dann bei so Sachen wie uralten Rinderohren, die plötzlich blau von der Grabgabel baumeln, immer ein Gartenspaß der besonderen Art!

    Danke Yasmin, Yaki Bone haben wir tatsächlich noch nicht versucht. Werd ich gleich mal bestellen - und euch ggfs wissen lassen, wie der sich bei längerer Erdlagerung verhält.Trockenfleisch ist da wirklich ausgesprochen eklig. Mit quabbeligen Pansenstreifen allüberall macht irgendwann das Gärtnern keinen Spaß mehr...

    Und auch danke Wotan - gut zu wissen, dass mein verweichlichter Wolfsabkömmling nicht ganz alleine auf der Welt ist!

    Hat irgendjemand hier noch eine Idee, wie man einen kaufaulen Terrier zum Knabbern kriegen kann?

    Das ist sicher eines der verrücktesten Probleme, die ich mit Hunden je hatte: Seit dem Zahnwechsel hat meine Hündin schlicht keine Lust mehr aufs Kauen - und entsprechend Zahnstein.

    Nicht etwa, dass sie nicht prinzipiell wild auf Kaukram wäre - aber nur, um den sorgfältig im Garten oder sonstwo zu verbuddeln und nie wieder anzusehen. Wirklich alles, vom Trockenkram bis hin zum Super-Kalbsgelenk, für das alle ihre Vorgänger gestorben wären.

    Ich hab sie jahrelang damit ausgetrickst, dass sie einen Teil ihrer Futterration mit Knochen bekommen hat. Da mußte sie schlicht kauen oder hungern - und hat das mit einem Gesicht getan, als würde sie am liebsten ihren Anwalt anrufen. Inzwischen ist sie aber älter und verträgt überhaupt keine Knochen mehr, nicht mal mehr Lammrippen. Rinderkehlköpfe, die sie noch fressen könnte, sind wg. Schilddrüsenkrankheit verboten. Entsprechend wuchert der Zahnstein. Trotz Putzens.

    Letzte Woche hatten wir sie beim TA auf dem Tisch, und sie hat sich superbrav ohne Narkose alle Zähne freikratzen und den Kiefer sorgfältig untersuchen lassen. Ergebnis: Zähne super, Kiefer super, nirgendwo Schmerzen oder Probleme - dass sie nicht kaut, liegt schlicht daran, dass sie nicht will. Ich biete ihr natürlich immer noch alles Mögliche an, und so sieht der Garten sieht allmählich aus wie ein Tatort: verbuddelte Leichenteile allerorten, frisch und getrocknet. Und die wunderbare, mit Leberwurst bestrichenen Rinderkopfhaut hab ich gerade tief unter den Sofakissen hervorgeholt. Sauber abgeleckt natürlich.

    Sind wir ein Einzelfall, oder gibt es noch mehr faule Raubtiere? Gibt's noch irgendwas, was selbst für die zum Knabbern unwiderstehlich wäre - oder muß ich mich mit dieser Macke einfach abfinden und weiter brav Zähne putzen?

    Pscht, bieboss, bring mich bloß nicht auf Ideen - ich war ja nun jahrelang eng mit einem wirklich krassen DJT befreundet, und so ganz bin ich von den Burschen immer noch nicht los, zumal ich gerade die Optik so toll finde. Aber es ist dann immer recht heilsam, sich die Reaktion auf meine Beinahe-Haushühner vorzustellen....

    Aber abgesehen davon, dass DJTs am richtigen Platz tolle Hunde sind: Sie sehen schon wunderbar aus!

    Jein. Die Rasse - oder eher: der Typ - stand vorher fest, und hab ich die weiße Farbe beim PRT dann in Kauf genommen, obwohl ich sie nicht besonders mag. Aber sonst paßt alles, so what?

    Hätte ich mich in der Sparte nur nach der Optik entschieden, wäre es ein intensiv gefärbter Black & Tan - Jagdterrier geworden - und hier wäre der Teufel los....

    Dein Kenny hat sich an dich gedrückt und gezittert, weil er einfach nicht mehr konnte. Weil er entsetzliche Angst hatte vor der nächsten Qual, dem nächsten Schmerz. Genau das war seine Hundeart zu sagen: "Bitte, bitte hilf mir da raus!" - und du hast ihn richtig verstanden und ihm geholfen, endlich nicht mehr leiden zu müssen.

    Die Schmerzen sind leider denen vorbehalten, die zurückbleiben. Das ist immer so, und es ist der gemeinste Teil der Tierhaltung. Aber dein Kenny braucht sich dafür nicht mehr zu quälen - und wenn der erste, brutale Verlustschmerz erstmal vorbei ist, wirst du selbst merken, wie richtig deine Entscheidung war.