Beiträge von terriers4me

    Die hat mir knallhartes FDH empfohlen, was natürlich bitter für einen eh schon so dauerhungrigen Hund ist.

    Eigentlich müßte ich jetzt also erweitern auf: Wir suchen was Attraktives zum Kauen, was möglichst wenig Kalorien hat - aber das wäre wohl zu schön um wahr zu sein!

    Der Dicke hat das auch gemacht - der war echt zu keck, um sich einzurollen und hat bloß fauchend mit seiner Stachelhaube geboxt. Ich war froh, dass der Hund nicht routiniert genug ist, einfach drunterzupacken.

    Das hab ich dann getan, und so konnte ich ihn ganz gut mit bloßen Händen wegsetzen - allerdings hatte ich danach irgendwie so ein merkwürdiges, sicher psychosomatisches Jucken...

    Leber gibt massiv Durchfall, Fisch liebt sie. Sie kriegt die kleinen Seelachsbröckchen als Belohnungshappen. Größere Stücke hab ich noch nicht wieder versucht, seit sie eins davon in ziemlich großen Brocken verschlungen und postwendend wieder auf den Teppich gekotzt hat.

    Im Moment bin ich sowieso gerade froh, dass sie nicht um solche Extras bettelt, unsere Tierärztin hat uns eben für stolze 800 Gramm Terrier-Übergewicht ziemlich gefaltet. Nun frag ich mich natürlich voller schlechten Gewissens, ob der Hund wirklich bloß total verwöhnt ist....

    Wir können hier gleich aktualisieren: Wir hatten vorgestern einen erstaunlich großen und fetten Igel im Garten. Dem hat sich der Terrier nur einen kurzen Moment intensiv widmen können, bis ich dazukam, aber das reichte schon: Hund hat sich gekratzt wie besessen, und heute war das erste Spot-On seit anderthalb Jahren fällig.
    Offenbar passen auf rekordverdächtig große Igel auch rekordverdächtig reichlich Flöhe....

    Meine Hündin ist erst im höheren Alter blind geworden, aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass das gut zu managen ist. Das Schlimmste war der erste Schock, und der bleibt einem immer schon blinden Welpen ja erspart - für den ist das alles Normalität.

    Bei uns hat sich als Alltags-nützlich erwiesen, dass ich drinnen viel und draußen immer vor mich hingesprochen oder -gesummt habe. Man kommt sich zwar total blöd vor, aber der Hund weiß immer, wo man gerade ist. Zudem habe ich, außer den Warnkommandos wie "Vorsicht!" "Stufe!" und so weiter, dem Hund immer gesagt, wohin ich im Haus ging, also nach "oben" oder "unten". Dann konnte er in Ruhe entscheiden, ob es sich lohnte, mir mühsam über die Treppe nachzukommen, oder ob er lieber liegenbleib. Das trug sehr zur Entspannung bei, blinde Hunde sind sonst mehr "auf dem Sprung", um die Bezugsperson nicht zu verlieren.

    Was meiner Erfahrung nach sehr hilfreich ist, sind unterschiedliche Untergründe im Haus/Garten - blinde Hunde orientieren sich stark nach Tastsinn. Ich habe zum Beispiel die Treppe, die nicht absperrbar war, damit entschärfen können, dass ich oben und unten je eine rutschfeste Matte auf den Holzfußboden gelegt habe. So wußte meine Hündin immer, dass die Treppe nahe war, bremste sofort ab und tastete sich vor, ohne dass ich da noch aufpassen mußte. Angeblich soll sowas auch mit Geruchssignalen gehen, aber das hat bei uns nichts geholfen.

    Auf jeden Fall: es sind diese kleinen, praktischen Dinge, auf die man achten muß - im großen Ganzen kommt ein blinder Hund gut zurecht.

    "Und wenn der Züchter ausfällt?"

    ...wäre das nach mir, Familie & Freunden der vierte Strang der reißt - und dann schlichtweg Schicksal, weil: hundertprozentig absichern kannst du nichts und nie. That's life.

    Und um wieder aufs Thema zurückzukommen: Ich hab das nur ins Spiel gebracht, weil eine - glaubwürdige! - Rücknahmegarantie für mich ein Grund wäre/war, einen etwas höheren Welpenpreis zu akzeptieren.

    "Weiter verkauft" wird in unserem Fall nicht, zumindest nicht gewinnbringend. Die Rückläufer gehen gegen einen vergleichsweise geringen Unkostenbeitrag an gute Plätze. Weiß ich sicher, weil ich selbst so eine Hündin angeboten bekommen habe - die war zweijährig aus Italien (!!) zurückgeholt worden, und der Preis hätte die Kosten nicht mal annähernd gedeckt. Ganz so einfach ist das also nicht immer.

    Nur, um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: mein Hund ist für den Fall des Falles privat abgesichert - aber sollten alle Stricke reißen, sehe ich sie lieber bei ihrer Züchterin, die ein großes Netzwerk an Terrierleuten hat, unterkommen, als im Tierschutz.

    Elchleder käme auch noch in Frage, das ist so weich und schmiegsam, dass man sich kaum vorstellen kann, dass es irgendwie scheuert. Ich weiß allerdings nicht, wie es mit der Reißfestigkeit steht, ich hab's bis jetzt nur an kleinen Hunden gehabt.

    "Normales" Leder wird übrigens auch erst richtig bequem weich, wenn es eine Zeit getragen und öfter gefettet worden ist - neu kann das schon mal scheuern.

    Nur mal so am Rande: "Unsere" Züchterin nimmt jeden ihrer Hunde notfalls lebenslang zurück. Einer der Gründe, weshalb ihre Welpen eher teuer sind, und einer der Gründe, aus denen ich mich auch diesseits der 60 entschieden habe, dort zu kaufen.

    Sowas geht vermutlich nur bei einer kleineren Rasse (obwohl ich es auch schon bei Hovawart-Züchtern miterlebt habe). Aber für mich wäre diese Lösung: Welpe etwas teurer, dafür aber nochmal abgesichert, falls das soziale Netz reißt, sinnvoller als alle starren "ich verkauf nur an...." Regeln. Erfordert natürlich auch deutlich mehr Engagement vom Züchter.