In dem Alter hat mein gefühlt etwa meerschweinchengroßer Terrier ernsthaft versucht, die Milchzähnchen in eine dicke Sau zu schlagen, die im Maisfeld direkt am Weg gepennt hatte. Zu unserem großen Glück hatte das Schwein eine Riesenangst vor mir.
Manche fangen echt an, sobald sie aus der Eihaut gekrochen sind - nicht allzuviel später hatte ich mehrere Handynummern von netten Jägern in der Tasche, die den Hund unbedingt kaufen wollten...
Wir hatten an Rügen gedacht, da ist auch noch himmlische Weidetier-Ruhe. Wenn sie allerdings einmal über den Damm gefunden haben, dürften die Wölfe dort ein Paradies finden - also doch lieber eine Nordseeinsel?
Inzwischen ist diese Stute übrigens dreißig und aus Altersgründen auf die andere Seite Hamburgs umgezogen. Was einen Vorteil hat, mit dem ich ursprünglich nicht gerechnet hatte: Es ist noch kein Wolfsgebiet.
Hier, wo sie jahrelang, auch mit Fohlen, stand, laufen jetzt regelmäßig die ersten Wölfe am Zaun entlang, sogar tagsüber. Da wird einem trotz der vier Reihen schlagstarken E-Zauns doch irgendwie verdammt mulmig...
Wir haben einen Jagdterrier, der oft von selber grinste, auch mit Kitzeln vorne an den Lefzen dazu gebracht und das mit einem "Grins mal!" belegt. Klappte ganz schnell.
Ich würde mir ein sicheres, vielleicht sogar eingezäuntes Gelände suchen und den Kleinen so viel wie möglich ohne Leine laufen und die Welt frei entdecken lassen. Wenn er mal abgelenkt ist, buddelt oder sprintet, so what? Wirklich weglaufen wird er dir in dem Alter noch nicht.
Und dann würde ich immer wieder das einzige üben, was Welpen meiner Meinung nach von Anfang an lernen müssen: "Komm!" . Und zwar so, wie die anderen schon geschrieben haben: als tolles Superspiel, immer wieder zwischendurch.
Sprich: Du rufst "Komm!", läufst deinerseits weg - und je schneller der Welpe dich verfolgt und "gefangen" hat, desto toller ist die Belohnung. Du wirst sehen, dass das Hündchen dich bald immer im Auge hat und auf sein Signal hin buchstäblich angeflogen kommt. So sah das bei meinem letzten Welpen mit zehn Wochen aus:
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Da kannst du auch gleich gut sehen, dass es mit der Schleppleine so eine Sache ist: Hätte der begeistert heranstürmende Zwerg auf dem Foto eine an, wäre die Gefahr groß, dass sie sich gleich in den hohen Maisstengeln verfängt und der rennende Zwerg für seine Bemühungen einen heftigen Ruck kassiert. Für sensible Welpen versaut das den "Komm"-Spaß total, robustere lernen, dass man sich nur ordentlich in den Geschirrdruck schmeißen muß, dann kann man sich schon freireißen. Beides nicht, was du erreichen willst.
Mein Plädoyer wäre also: Gelände so sicher wie nur möglich, Welpe frei - und dann "Komm"-spielen, bis das als tollster Spaß der Welt in dem kleinen Hundekopf festsitzt.
Die Stute sieht katastrophal aus, verwurmt bis sonstwohin, wirklich potentielles Wolfsfutter. Vielleicht ist das aber auch der tiefere Sinn der Sache...?
Hier wäre mal ein Vergleichsbild, Islandstute, also sehr ähnlicher Pferdetyp, 20 Jahre alt, mit wenige Stunden altem Fohlen. Ebenfalls "extensiv" gehalten, aber mit regelmäßig Entwurmen und Zahnpflege.
Ich bin da einfach absolute Puristin, am Hund wie am Pferd: so wenig wie möglich muß es sein, und das Wenige aus richtig gutem Leder. Find ich einfach am schicksten.
Dumm nur: gutes Leder hält schlicht ewig und wird im Gebrauch nur besser - und schon sind wir in die "ein Halsband-Falle" getappt!
OMG, da gehört der Terrier ja mal wieder zu den Verdammten dieser Erde: ein großer doppelter Haken mit Lederhalsband und - Geschirr, eine Lederleine, das Autogeschirr - und das ist es auch schon.
Der ganze selten gebrauchte Rest wie die 5- und 10-Meter-Leinen hängt im Keller - und zum Glück liest der Hund hier nicht mit und hat noch nie auf mehr Garderobe bestanden...