Ute Wohlrab, die es sich dort zur Lebensaufgabe gemacht hat, die Rasse zu erhalten, ist Deutsche und sehr engagiert. Sie verkauft jährlich 1-2 Pferde, oft schon geritten, bei praktischen Fragen weiterhelfen kann sie euch sicher - vielleicht mögt ihr sie auch mal kontaktieren?
Auch von hier herzliches Beileid, und auch ich würde die Lösung mit der Fremdbetreuung wählen. Der Hund wird davon, wenn sie auch nur halbwegs nett ist, garantiert kein Trauma davontragen. Im Gegenteil: dass du, wenn du weg bist, dann auch wiederkommst, ist sicher eine nützliche und nötige Lernerfahrung.
Meines Erachtens wärst da eher du gefährdet, wenn du zuhause bliebst: sich von einem richtig lieben Menschen nicht verabschieden zu können, wäre zumindest für mich eine sehr traumatische Erfahrung.
Ich fand die Entscheidung auch richtig. Was mich da ein bißchen geärgert hat, war die Stelle in ihrem Brief, in der vom "sturen Airedale" die Rede war, der da bei Tammo immer wieder hochkäme. Abgesehen, dass "stur" so ziemlich das letzte war, was mir bei diesem reaktiven Hund eingefallen wäre, hab ich auch noch keinen sturen Airedale erlebt.
Pfiffige, opportunistische Clowns ja, Hunde die clever jede Chance nutzen, die sie kriegen, die Führungsschwäche genauso gnadenlos ausnutzen können wie andere kluge Hunde auch - aber was hat das mit "stur" zu tun? Das wäre für mich ein Hund, der sich einfach bräsig hinsetzt, die Ohren zumacht und sagt "du kannst mich mal". Also genau das Gegenteil von diesem übereifrigen Tammo.
Da die Dame sonst dauernd betont hat, sie habe keinerlei Hundeerfahrung, hab ich mich an der Stelle schon gefragt, woher sie dieses Urteil hat - vom TH oder von Rütter?
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Hier weiß ich ausnahmsweise ganz genau, was der Hund meint: Runter vom Sofa, aber zügig!
Unser Besuchsschäfer kann es einfach nicht ausstehen, wenn sich der Terrier über ihm auf dem Sofa rumfläzt. Hält er wohl irgendwie für die Vorstufe zur totalen Anarchie, also wird die Kleine unablässig fixiert, bis....
...was übrigens im Extremfall dazu führen könnte, dass der Hund bald generell Spazierengehen und Angst verknüpft, überhaupt nicht mehr mitwill und draußen nur noch im Panik-Modus unterwegs ist.
Bei meiner generell sehr reaktiven und im Zweifelsfall eher schissigene Hündin (die man sicher nur bedingt mit einem richtigen Angsthund vergleichen kann) wirkt es bis heute Wunder, wenn sie sich dem Objekt des Schreckens frei und in ihrem Tempo nähern darf - dann siegt am Ende grundsätzlich die Neugier.
Hier sind zum Beispiel ein paar Schnappschüsse vom Luftballon des Grauens, der, als sie fünf Monate alt war, plötzlich landete, vor dem sie erst furchtbar erschrak und den sie zum Schluß stolz erbeutet hat. Da siehst du sehr schön, wie Hunde sich bedrohlichen Objekten am liebsten nähern: in kleiner werdenden Bögen:
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Sie löst bis heute solche Situationen gern allein, legt aber großen Wert darauf, sich notfalls "an mich wenden" zu können, das heißt, sie möchte mal ein ermunterndes Wort oder sich bei mir verkriechen können, wenn es ihr zu bedrohlich erscheint.
Natürlich hast du es mit einem fremden Hund, den du nicht loslassen kannst, da viel schwerer - aber kannst du nicht erstmal mit gestellten Situationen arbeiten? Also den Hund auf eingezäuntem Raum mit weniger Bedrohlichem konfrontieren, bis er sich daran gewöhnt hat, dass du generell seine Rückdeckung bedeutest? Dass also alles weniger gefährlich wird, wenn du dabei bist? Die Hauptfrage ist da sicher, wie eng du dich auf das Tier überhaupt einlassen willst, wieviel Zeit du hast - es ist sicher ein längerer, nicht ganz einfacher Weg.
Ich stelle es mir ziemlich kontraproduktiv für euch beide vor, wenn ihr auf jedem Spaziergang gleich dem vollen Programm ausgesetzt seid. Der Hund soll doch eigentlich Erfolg haben, also eine Situation möglichst so bewältigen lernen wie mein Zwerg es auf den Bildern tut - und das kann er unter den von dir geschilderten Umständen ja gar nicht und macht nur eine Angst-Erfahrung nach der nächsten.
Ich würde mir weniger ums Alter Sorgen machen sondern um die Wohnlage: Kann ich die Hündin im Fall des Falles regelmäßig tragen, sobald sie Probleme am Bewegungsapparat bekommt, und das vielleicht jahrelang?
Für die paar Tage unterwegs würde ich mir jeden Streß ersparen und lieber ein paar gute Reinfleischdosen kaufen, die mal problemlos mitnehmen kann. Machen wir im Urlaub auch.
Alternative wäre: nichts mitnehmen, dafür unterwegs im Supermarkt Rinderhack kaufen. Klappt bei meinem Kleinen ebenfalls gut, könnte aber für einen großen Hund teuer werden.