Beiträge von terriers4me

    Ein bißchen recht hatte der Tierarzt, die Bodis gehören ja, wie der Jack Russell, auch zu dem umfangreichen Erbe, das der Foxterrier überall hinterlassen hat.

    Ratonero Bodeguero Andaluz - der sanfte, langbeinige Terrier aus Spanien

    Hier sind unten auf der Seite ein paar seiner Nachkommenrassen, es gibt aber noch viel mehr, den amerikanischen Rat Terrier zum Beispiel, den DJT und viele mehr. Also jede Menge toller Hunde rund um die Welt - nur die Ursprungsrasse hat das In Mode-Kommen beinahe gekillt. Ist schon schräg.

    ...und soviel zum Thema: Was meint der Rest der Tierwelt?

    Chef(zwerg!)henne: "Mach dich vom Acker, Köter, oder du lernst, wie hart mein Schnabel ist!"

    Geplagter Terrier: "Ja, ist klar - DIE mussten hier ja unbedingt noch einziehen..."


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    Drücken wir mal die Daumen, dass der Wheaten verschont bleibt, und der Irish möglichst auch - die fiesen Nebenwirkungen auf die ganzen Rasse bleiben bei Modehund-Massenproduktion einfach nie aus.

    Der Foxterrier ist da wirklich das traurige Beispiel. Ursprünglich war das mal so ein kerniger, charakterfester, anpassungsfähiger kleiner Bursche - wegen all seiner Qualitäten der am meisten verbreitete Hundetyp der Welt.
    Dann wurde er vermehrt bis zum Geht-Nicht-Mehr und endete schließlich so oft als kläffiger, aggressiver, unverstandener "Omahund", dass er total aus der Mode kam. Und sich, anders als der Pudel, den es zur gleichen Zeit so erwischte, offenbar bis heute auch nicht erholen konnte. Wann sieht man schon noch einen Foxterrier?

    Seinen Modehunde-Platz nahm dann später seine kleinere Arbeitsausgabe, der Russell ein, und dem ist es in den letzten zwanzig Jahren sehr ähnlich ergangen - ebenfalls ein massives Vor-die-Hunde-Gehen bis hin zum - oft mit Recht - total versauten Image.

    Nein, das ist wirklich kein Schicksal, das man irgendeiner Rasse wünschen würde - und so tollen Burschen wie den Irish (oder Wheaten) schon mal gar nicht.

    Das wäre bitter traurig, aber irgendwie auch logisch - es hat ja fast alle Terrierrrassen irgendwann mal erwischt.

    Angefangen mit dem Airedale vor dem Ersten Weltkrieg, dem Foxterrier in den dreißiger bis fünfziger Jahren, dem Yorkie in Siebzigern, dann dem Westie. Und dann kam die große Russell-Welle, die ja gottseidank abgeebbt ist - aber nicht, ohne -zig dieser angeblich so unproblematischen, niedlichen Hunde sehr unglücklich zu machen.

    Und immer haben die Rassen bitter bezahlt, am meisten vielleicht der Foxterrier, der sich von seinem Boom bis heute nicht richtig erholt hat. Wäre schon schade, wenn sich der Irish da auch bald einreihen müßte!

    Der Irish hat ja auch immer zu meinen Wunschrassen gehört, um so mehr interessiert es mich jedes Mal, wenn wir hier mal einen treffen. Früher war das nur ganz, ganz sporadisch mal, in den letzten Jahren dann gleich ein halbes Dutzend.

    Das, was ich da bis jetzt mitbekommen habe, hat mich irgendwie beklemmend an die Anfänge der großen Russell-Mode erinnert: mehrere Rüden, die als "ideal für die Familie" völlig unbedarft angeschafft wurden, entzückende kleine Räuberwelpen waren und einem so etwa anderthalb Jahre später völlig aus dem Ruder gelaufen wieder begegneten, als wüste Raufer und (angeblich) hemmungslose Jäger, die gern auch mal ihre Leute handfest maßregelten. Gern noch mit Besitzern, die sich bitter darüber beklagten, dass sie beim Terrierkauf auch einen Terrier erwischt hatten.

    Ich find die Irish immer noch richtig toll - aber ich hoffe wirklich sehr, dass da nicht die nächste Terrier-Moderasse aufkommt.