Beiträge von terriers4me

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    Es sieht so aus als müsste ich einfach über meinen Schatten springen und so gut es geht versuchen nie wieder in so eine Situation zu kommen.

    Du wirst mit einem Zwerg immer mal wieder in blöde Situationen kommen, aber du kannst du sogar jetzt schon in dem Gefühl rausgehen, dass du schon die allererste gut gemeistert hast und dein Hündchen deinem Schutz weiter vertraut - sonst würde sie ja nicht so dringend wieder mit dir rauswollen. Jetzt holst du dir noch etwas Anleitung, wie man fremde Hunde handelt, und dann kommt ihr bestimmt auch weiter klar.

    Ich kann dich übrigens gut verstehen, ich hatte auch einen ziemlichen Kulturschock, als ich vor fast 25 Jahren von großen auf kleine Hunde umgestiegen bin. Hauptsächlich darüber, wie total rücksichtslos andere Hundehalter sein können. Ich muss aber inzwischen auch sagen, dass die Praxis halb so schlimm war. Bis heute gab es keine ernsthafte Verletzung (klopfaufholz!) der Kleinen, und als das Gefährlichste erwiesen sich wirklich die netten Tutnixe ,die mit ungeschickten Pfoten um sich patschen oder die Zwerge glatt überrennen. Aber damit lernt man klarzukommen.

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    Es soll mein Hund sein den ich genau so erziehe wie ich das will da soll mir keiner reinpfuschen.

    PS: Wenn du einen einjährigen Hund nimmst, ist genau das längst passiert. Da hat unter Umständen schon die halbe Welt dran "reingepfuscht", und einen Resetknopf gibt es nicht.

    Mal abgesehen von allem, anderen, wenn du einen Hund möchtest, der nicht ständig diskutiert und gegenanredet, streich außer Dackeln alles was irgendwie "terrier" im Namen hat, von deiner Liste. Die machen das nämlich lebenslang, täglich und bei jeder sich bietenden Gelegenheit, meiner zum Beispiel wollte auch heute noch, mit 15 Jahren, mal ausprobieren, ob er nicht doch schnell an mir vorbei aus der Haustür witschen kann. Und morgen wieder, garantiert. Deren Motto lautet nämlich: "Klar, alles längst abgesprochen, weiß ich - aber heute könnte ja doch der Tag sein, an dem alles anders ist?"

    Spinner wie ich finden das einfach nur witzig, dem Rest der Menschheit kann das höllisch auf die Nerven gehen, auch dem Rest der hundehaltenden Menschheit. Und dein liebender Kumpel sind sie eh nur, solange du beweist, dass ihnen das was bringt, und wenn gerade nichts dazwischenkommt. Auch das sehr witzig, aber nicht jedermanns Sache.

    Das ist übrigens kein Fehler, sondern ihr Job: die waren zum eigenständigen Jagen da und wurden total auf eigene Entscheidung gezüchtet, mindestens 200 Jahre lang. Daher ist Gegenan-Diskutieren ihre ganz große Stärke. Das kriegt man auch nicht raus, das muß man lieben oder lassen. Es gibt ja zum Glück Unmengen Hunde, die nicht so sind!

    Ich glaube auch nicht ,dass man diesen Hundetyp so schnell ersetzen könnte .Soweit ich weiß, gab es vor etwa 20 Jahren in Frankreich nach den ersten Pitbulltyp-Verboten den Versuch, illegale Hundekämpfe fortan mit Riesenschnauzern oder deren Mixen zu bestreiten. Was daran gescheitert sein soll, dass diese Hundetypen, einmal richtig auf Beiß-Betriebstemperatur, ein bißchen zu oft die eigenen Besitzer ernsthaft an die Wand stellten oder sich vom Hundekampf ablenken ließen, um sich dem Publikum zu widmen.

    Diese Kombination, sehr stark, bis zur Doofheit loyal zum Besitzer, aber richtig hart aggressiv gegen andere(s), scheint schon ein Spezialgebiet vieler Bullies zu sein. Zudem sehen sie mit diesen Muskelbergen und Schlitzaugen ja auch deutlich abschreckender und gangstermäßiger aus als so ein blöde plüschiger Kangal, der außerhalb seines Territoriums vielleicht gar keine Lust auf tödliche Kämpfe hat?

    Ich habe den Artikel auch so verstanden ,dass die Hunde dem Schwiegersohn der Getöteten gehörten ,dessen Frau, also die Mutter des Jungen, verstorben ist. Da müßte dann ja bedeuten, dass der elfjährige Junge erst vor den Hunden flüchtete, dann zusehne mußte, wie seine Großmutter, die ihm zur Hilfe kam, vor seinen Augen totgebissen wurde, und sein Vater ist jetzt im Knast. Das heißt: ganze Familie weg. Das ist so furchtbar, da fällt einem einfach nichts mehr ein.

    XL Bully breeder and rapper arrested after grandmother mauled to death
    Esther Martin, aged 68, was in the area visiting her eleven-year-old grandson when she was attacked by the dogs, owned by wannabe rapper Ashley Warren, which…
    www.dailymail.co.uk

    Da fehlt noch mindestens ein Opfer: die Dogsitterin, die vor einem Jahr so schlagzeilenmachend von ihrem "Rudel" attackiert und getötet wurde. Später ergab sich, dass die tödlichen Bisse ihr eigener ("geretteter") XL-Bully gesetzt hatte.

    Ich würde da als Gesetzgeber auch tun ,was juristisch möglich ist, um diese brisanten Mixe aussterben zu lassen. Auch wenn das nicht mehr ganz klappen wird, Laufenlassen war da wirklich keine Option mehr. Wir können wirklich nur hoffen ,dass uns hierzulande ein derartiger Modehund in größeren Zahlen erspart bleibt.

    Dann sind vermutlich auch Abgaben und Anschaffungen nach diesem Stichtag 31.10. nicht groß überprüft worden? Wären sie das, könnte die Hündin mit dem Wurf ja absolut nirgendwo herkommen als von einem nicht besonders gesetzestreuen privaten Vorbesitzer - sowas wie Shelter oder Orgas hätte sie im November ja gar nicht mehr abgeben dürfen? Oder sehe ich da was falsch?

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    Davon gibt es noch eine Steigerung: Festgehalten, geknurrt, geschüttelt UND gezerrt.

    Genau so hat unser heißgeliebter Kumpel auf den ersten deutschen Islandpferdemeisterschaften einen der Großen der Szene aus seiner Reithose geschält - der hatte doch tatsächlich den Fuß in den Bügel gestellt, um SEIN Pferd probezureiten! Und falls sich noch jemand erinnert: die Breeches waren ja früher so ballonartig und boten daher perfekten Griff.

    Der wahrscheinliche Unterschied zu heute: Es gab nur schallendes Gelächter, auch vom Opfer, alle fanden den kleinen Satan cool, weil derart todesmutig, und das Ganze ging in die Legende ein. Würde inzwischen wohl ein bißchen anders laufen.