Beiträge von terriers4me

    Dass du bei so einem süßen Tier furchtbar hart kämpfen mußt, glaube ich dir gern!

    Vielleicht hilft es dir, die klarzumachen, dass dir die Entscheidung über Leben und Tod ja längst abgenommen worden ist: Bienes Zeit ist gekommen, das kann niemand mehr ändern.

    Worüber du jetzt aber noch entscheiden kannst, ist die Art ihres Abschieds. Du hast es in der Hand, einen sanften Tod statt eines qualvollen Endes zu schenken - das letzte große Geschenk, dass man einem geliebten Hund überhaupt machen kann.

    Ich möchte mich auch denen anschließen, die für "lieber zu früh als zu spät" plädieren. Bei mir war es einmal (in einer Zeit, in der Tierärzte noch nicht so leicht zu erreichen waren wie heute)zu spät - und ich habe meinem geliebten Hund, der sich eine ganze Nacht lang sinnlos gequält hat, geschworen, dass keiner seiner Nachfolger je ein ähnliches Schicksal durchmachen muss.

    Ich weiß aus mehreren Abschieden, wie sehr man dazu neigt, sich an jede noch so kleine Hoffnung zu klammern, aber eigentlich sagt der Hund einem immer deutlich genug, wann die Kräfte verbraucht sind und er gehen möchte. Ich wünsche dir wirklich die Kraft, Biene dann noch ein letztes Mal all deine Liebe zu zeigen, indem du ihr ein sanftes Ende schenkst.

    "Bürger wählt den Notruf: "Hier schlendert ein Wolf mit Halsband durch die Siedlung."
    Polizei: "Ja, bleiben Sie mal ganz ruhig, wir schicken jemanden...."
    2 Minuten später kommt der Krankenwagen mit den netten Jungs ums Eck... "

    So ähnlich ist das hier echt gelaufen, und zwar:

    Bürger wählt Notruf: "Kommen Sie schnell, da sitzt ein Wolf auf dem Parkplatz vor der 'Eiche' (einem großen Restaurant direkt an der Bundesstraße)."

    Polizei: "Wir haben schon bessere Aprilscherze gehört!" Ende der Durchsage.

    Die sind erst gekommen, als sich die Anrufe häuften: Wolf sitzt auf Parkplatz Autohaus, seltsamer Schäferhund steckt Nase in Gärten, Wolf mit Halsband sitzt vor dem großen Möbelhaus - da sind sie dann doch ausgerückt. Und haben Kurti mit zwei Streifenwagen durch die Siedlung eskortiert, während der sich in aller Ruhe überall umsah - das war schon ziemlich schräg.

    Wie wahrscheinlich die meisten hier hab ich schon einiges an Tieren gehabt, und eigentlich ist doch bei jedem Neuzugang immer die allererste Frage: Wie sieht das Gebiß/der Schnabel aus, wie funktioniert das Verdauungssystem, sprich: für welches Futter ist das Tier "konstruiert"?

    Danach richtet sich dann die Ernährung als Basis der Haltung - und ich kann auch nach all diesen Seiten noch nicht verstehen, wieso ausgerechnet der Hund eine Ausnahme von dieser Regel darstellen soll?

    Ja, das halten wir genauso. Mein Hund kriegt, ebenso wie die Vorgänger, höchstens 1/3 der Ration als Fleisch, und da möglichst nur "Abfall" wie Maulfleisch. Das kann ich sowohl fütterungstechnisch wie ethisch gut vertreten - und ich denke, Extreme sind immer schädlich .

    Wenn es um das Vermeiden von zusätzlichem Tierleid geht, kann man einen Hund problemlos frisch mit Maulfleisch, Pansen & Co ernähren, also mit all dem, was nicht in den menschlichen Konsum geht, für den Hund aber allemal gut genug ist.

    Dann hat man zumindest die Gewißheit, dass nicht ein Tier zusätzlich für das eigene Haustier stirbt - für den, der das Sterben anderer Tiere allerdings komplett vermieden sehen möchte, sind Hund und Katze schlicht die falschen Haustiere.

    Sicher wird eine wissenschaftlich bis ins Letzte ausgetüftelte und mit entsprechenden Zusätzen versehene vegetarische Ernährung einen Hund am Leben und vielleicht sogar gesund erhalten - mir wird sich nur nie erschließen, wozu solche ,sagen wir's mal nett: Umwege gut sein sollen, wenn's auch ganz einfach geht.

    Was da übrigens auch interessant ist, ist das Buch "Futterprobleme bei Hunden", von Verena Biber, einer Tierärztin und Hundezüchterin, nicht ganz so trocken wie wissenschaftliche Studien, aber sehr doch inhaltsreich und mit viel Praxiserfahrung.

    Das enthält ein ganzes, ausführliches Kapitel über vegetarische Ernährung von Hunden und die dabei entstehenden Probleme. Da ist ein Foto einer jungen, vegetarisch ernährten Dogge dabei - und die hat mich so an einige dieser Hofhunde erinnert: kaum Muskeln und deutliche Hautprobleme.

    Oh, diese Hunde haben kein "furchtbares Leben" geführt, absolut nicht - die hatten Freiheiten, um die sie jeder Stadthund beneidet hätte. Nur die Ernährung, die war eben nach alter Väter Sitte, sprich: so gut wie vegetarisch, wenn auch nicht vegan. Und die Folgen waren nun mal unübersehbar.

    Naja, wie die Hunde vegetarisch klargekommen sind, hab ich vor vierzig Jahren noch hautnah erlebt: ein kleines Dorf, und alle Hofhunde wurden so ernährt, wie es über Jahrhunderte üblich gewesen war: Neben der Küchentür stand ein Napf/Eimer, in den alle freßbaren Abfälle kamen, und was der Hund nicht nahm, kriegten die Schweine. Als Extra gab es sauer gewordene Milch obendrauf - und das war's.

    Die Hunde lebten also überwiegend von gekochten Kartoffeln, Hülsenfrüchten (Eintopfreste) und saurer Milch - genau so, wie es ihre Vorfahren über Jahrhunderte getan hatten. Bratensoße war ein Highlight, frisches Fleisch gab's vielleicht mal als Schlachtabfälle, abgenagte Kotelettknochen schon eher mal. Wenn Hundefutter extra angerichtet wurde, etwa für eine säugende Hündin, waren das Stampfkartoffeln von den Schweinen und reichlich Milch. Dass ein Ferienhund regelmäßig Hackfleisch bekam, war Dorfgespräch und ein Beispiel dafür, wie Städter spinnen.

    Die einzigen, die bei dieser Ernährung nicht grottenmies aussahen, waren die kleineren Spitztypen, die reichlich Mäuse und Ratten fingen und fraßen. Die größeren Hunde hatten stumpfe, zottelige Felle, überhaupt keine Muskulatur und rochen fürchterlich. Ein alter Schäferhund hatte sich angewöhnt, auf den Wiesen Frösche zu fangen und zu fressen. Fanden seine Leute damals lustig, ich denke heute, er gierte nach tierischem Protein.

    Ein paar Jahre später, als sich das billigste Hundefutter aus dem Sack durchgesetzt hatte, sahen die Hunde samt und sonders besser aus - schon das war also eine deutlich Verbesserung gegen das, was für "Normalhunde" jahrhundertelang üblich gewesen ist.

    Für mich war das eine sehr eindrucksvolle Lehre, dass "früher" nicht immer "erstrebenswert" heißt, und dass Hunde zwar ohne Fleisch durchaus überleben können, sogar alt werden - wenn man nur nicht fragt, wie.

    Es ist drollig, dass sich da eigentlich überhaupt nichts geändert hat - dasselbe wie heute mit vielen Arbeitsrassen ist so in den 1890er Jahren zuerst mit den Foxterriern passiert. Als die Hundeschau-Mode begann, wurden viele dieser Hunde übertypisiert, größer und mit viel mehr Fell gezogen, um Preise zu gewinnen.

    Ein Typ, den die Arbeitsterrier-Leute empört als "lebende Kokosmatte" ablehnten - und so spaltete sich die Rasse in Foxterrier als Schau- und Jack Russell als ursprüngliche Arbeitshunde.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass es heute mit einigen Rassen ähnlich gehen könnte - vorausgesetzt natürlich, es gibt den ursprünglichen Zweck und damit die Arbeit für die Hunde überhaupt noch.

    Das ist ja mal wieder eine lustige neue Vorschrift, und vor allem: wer will da denn wie irgendwas überprüfen, bei Hunden ohne Papiere?

    Ich hätte da auch noch ein schräges Beispiel: Die beiden Rüden hier...


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    ...waren Vollbrüder. Gleicher Wurf, gleiche Eltern.

    Wäre schon irgendwie drollig gewesen, mit denen gemeinsam bei einer Behörde aufzukreuzen und wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Ich wette, das hätte uns kein Mensch geglaubt!