Cody sagt mit diesem welpenhaften Gepinkel: "Ich bin noch klein und hilflos, also bitte tu mir nichts" - das hat nicht viel mit Freude, sondern mehr mit Unsicherheit und Unterwerfung zu tun. So verhält sich ein Welpe einem fremden erwachsenen, einschüchternden Hund gegenüber.
Meine Terrierhündin hat das als junger Hund auch ganz massiv gemacht, weil es ihr Angst machte, von Fremden freundlich bedrängt zu werden - was ihr dauernd passierte, weil sie so klein und niedlich war. Da halfen nur rigoroses Abwiegeln von nettgemeinten Begrüßungen, Ruhe und die Zeit.
Es hat sich mit dem Erwachsenwerden so gut wie verwachsen, aber ganz gelegentlich pinkelt sie sogar heute noch, wenn ein Fremder sie zu schnell anfassen will, hastig den Arm ausstreckt oder sich über sie beugt, und sie kann nicht weg.
Mit Freude hat das wirklich nichts zu tun, auch wenn sie dabei heftig wedelt - nur mit Unsicherheit und "auf Nummer Sicher gehen" und sich möglichst wirkungsvoll unterwerfen. Dass Menschen das nicht so automatisch verstehen wie ein Artgenosse, kann ein Hund ja nicht wissen!