Beiträge von terriers4me

    Eben - deswegen sollte man doch eigentlich denken, dass JEDEM/JEDER klar ist, dass man zu 1000 reizbaren Kilos besser gebührenden Abstand hält?

    Ich würde jedenfalls, wenn ich die Wahl hätte, deutlich lieber dicht an einer Gruppe Wölfe vorbeigehen als an diesen Kameraden - vor allem Rinderartigen hätte ich seit ein paar früheren Erfahrungen mit Hausrind-Bullen echt und so richtig Schiß.

    In meiner Kindheit waren wir öfter im Saupark in Springe im Deister, damals mit einem der ganz wenigen Wisentgehege, wenn nicht sogar dem einzigen in D.

    Jedenfalls erinnere ich mich noch genau, dass damals ein Schild an der (natürlich fest eingezäunten!) Herde auf die Gefährlichkeit der Bullen hinwies und Besucher eingeschärft bekamen, die Tiere unter keinen Umständen zu reizen oder zu provozieren. Auch Hunde durften natürlich nicht mit in die ganze Anlage. Und das alles, obwohl die Wisente in diesem Tiergarten, wie gesagt, sehr fest eingezäunt waren und ziemlichen Abstand zu Besuchern hielten.

    Da fragt man sich wirklich, ob das damals noch andere Tiere waren - oder ob ein nicht ganz unbeträchtlicher Teil der Menschheit inzwischen die Debilitätsgrenze überschritten hat? Oder sind die bloß alle scharf auf den nächsten Darwin Award?

    Sowas ritualisiert sich übrigens auch schnell - für Cody kann "Tür geht auf" schon heißen: "Ich geh jetzt mal auf Nummer Sicher und pinkele, damit alles gut geht".

    Wie gesagt: Es ist eine sehr freundlich und unterwürfig gemeinte Geste, sozusagen ein vorbeugendes Deeskalieren - dass wir das nicht so zu schätzen wissen, weiß sie ja wiederum nicht. Und dass sowas nicht immer nötig ist, muß ein unsicherer junger Hund oft wirklich erstmal lernen.

    Cody sagt mit diesem welpenhaften Gepinkel: "Ich bin noch klein und hilflos, also bitte tu mir nichts" - das hat nicht viel mit Freude, sondern mehr mit Unsicherheit und Unterwerfung zu tun. So verhält sich ein Welpe einem fremden erwachsenen, einschüchternden Hund gegenüber.

    Meine Terrierhündin hat das als junger Hund auch ganz massiv gemacht, weil es ihr Angst machte, von Fremden freundlich bedrängt zu werden - was ihr dauernd passierte, weil sie so klein und niedlich war. Da halfen nur rigoroses Abwiegeln von nettgemeinten Begrüßungen, Ruhe und die Zeit.

    Es hat sich mit dem Erwachsenwerden so gut wie verwachsen, aber ganz gelegentlich pinkelt sie sogar heute noch, wenn ein Fremder sie zu schnell anfassen will, hastig den Arm ausstreckt oder sich über sie beugt, und sie kann nicht weg.

    Mit Freude hat das wirklich nichts zu tun, auch wenn sie dabei heftig wedelt - nur mit Unsicherheit und "auf Nummer Sicher gehen" und sich möglichst wirkungsvoll unterwerfen. Dass Menschen das nicht so automatisch verstehen wie ein Artgenosse, kann ein Hund ja nicht wissen!

    "Ach nun seid mal nicht so negativ - ist doch toll, wieder der Natur so richtig schön nahe zu kommen ..."

    Wenn es denn noch die Natur wäre - aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass es hier immer mehr um ein postmodernes Disneyland geht. Mais, Wildschweine, Wölfe, vielleicht bald noch ein paar Wisente hier & da - und zum Teufel mit allem anderen!

    Panik zu schieben brauchst du da nicht - eine SDU ist normalerweise gut behandelbar. Ich hab meiner achtjährigen Hündin letztes Jahr Blut abnehmen lassen, weil sie plötzlich so panisch und über alle Maßen gefräßig wurde, Ergebnis: massive SDU. Inzwischen ist sie gut eingestellt, und es geht ihr besser als seit Jahren: Fell ist wieder üppig und glänzend geworden, Appetit normal, und so panisch wie zeitweise ist sie auch nicht mehr. Dafür hat sie wieder das Temperament einer Dreijährigen.

    Einstellbare SDU gehört von all dem Mist, der einen Hund befallen kann, noch zum absolut Erträglichsten - und wir drücken euch die Daumen, dass das bei euch auch so gut läuft!

    Käme als Auslöser ein Spinnenbiß in Frage?

    Meine frühere Hündin hat sich mal einen geholt (die beiden kleinen Einstiche von den Zangen sah man im Ohr) und darauf eine allergische Reaktion hingelegt, dass ich dachte, sie überlebt das nicht - Nesselfieber mit Beulen überall, Ödem im Hals, Atemnot - absoult gruselig.

    Damals hat mir die TÄ gesagt, dass Spinnenbisse, obwohl in unseren Breiten meist nicht gefährlich, hochgradig allergieauslösend sein können - vielleicht könnt ihr in die Richtung mal gucken?
    Obwohl es in der Behandlung wohl keinen Unterschied zur allergischen Reaktion auf einen Bienenstich macht - auch sowas Abwegiges kann passieren.