Hier nebenan haben zwei unkastrierte Rüden, Labbi und Schäferhund, dreizehn Jahre lang absolut harmonisch miteinander gelebt.
Der Labbi war drei Jahre älter, ein sanfter, nicht allzu pfiffiger, unheimlich liebenswerter Kasper. Da hatte tatsächlich ganz schnell der jüngere Schäferhund das Sagen, ohne Probleme, Komplikationen und Knurrereien - es schien einfach selbstverständlich, dass der deutlich Klügere und Ernstere der beiden die Führung übernahm. Der Labbi wirkte regelrecht froh, dass die Entscheidungen jetzt für ihn getroffen wurden, und der Schäfer wuchs auch ohne Vorbild zu einer echten hündischen "Führungspersönlichkeit" heran.
Bei den beiden großen Jungs passte einfach alles - um so trauriger zu sehen ,dass der Schäferhund jetzt, nachdem der Labbi mit 16 Jahren verstorben ist, auch noch nach Wochen ganz massiv trauert.