Beiträge von terriers4me

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    "Noch ein kleiner Spaziergang? Ganz bitte?! Nur mal eben in den Wald? Ich bin doch schon vier Monate, also richtig groß & stark...?"

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    Sieht zwar nicht so spektakulär aus, riecht aber um so intensiver: Ein zutiefst zufriedener Terrier, verziert mit frischer Marderkacke. Immer wieder schön!

    Meine Hündin hat vor allem Lammrippen bekommen, als Welpe erst nur die knorpeligen unteren Enden, später alles im Ganzen. Zweimal in der Woche gegeben haben die die Zähne jahrelang gut saubergehalten.

    Seit sie acht Jahre, also doch schon älter ist, ist es leider vorbei mit dem Knochenfressen - da erbricht sie regelmäßig danach, wir mußten auf Knochenmehl umsteigen und haben seitdem Probleme mit Zahnstein.

    Ja. sind sie auch, bunt wie Exoten und wirklich ganz "seidig" anzusehen. Und weil sie sehr zutraulich sind, kann man sie auch gut aus der Nähe bewundern.

    Das war eine totale Überraschung: Ich hatte, als es so kalt wurde, für einen Drosselschwarm halbe Äpfel in die Büsche gepiekt, und plötzlich kamen die Seidenschwänze und blieben da - mitten in der Stadt.

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    Wir hatten in dem kalten Winter 2013 von Januar bis Mai einen Schwarm Seidenschwänze als Gartengäste, etwa 60 Vögel. Die waren total reviertreu, erstaunlich zutraulich und haben die Äpfel in derartigen Mengen verputzt, dass wir im Landhandel schon mit Handschlag begrüßt wurden.

    War ein tolles Erlebnis - ein bißchen, als ob man in einer bunten Voliere wohnt.

    Ich hab gestern mit einem Freund telefoniert, der an der Schorfheide, also mitten im Wolfsgebiet, eine große Mutterkuhhaltung betreibt. Der war zu meiner Verblüffung völlig entspannt, sagte, er habe noch nie einen Wolf gesehen (und er ist zu allen Tages- und Nachtzeiten draußen) und hielte die Gefahr für seine Rinder und Pferde für eher gering.

    Bei dem Gedanken, seine Tiere vorschriftsmäßig einzuzäunen (inklusive Zaun 30 cm eingraben), hat er sich schlichtweg weggeschmissen vor Lachen - seine Rinder laufen auf insgesamt schlappen 300 Hektar...

    Und ich hab mich nach dem Gespräch gefragt, ob sie vielleicht dadurch sicherer sind? Ich habe hier jetzt auch schon öfter Berichte gehört, wie Chris sie erwähnt, nach denen Wölfe strategisch mit Zäunen arbeiten, also ihre Beute von innen oder außen dagegentreiben. Wenn das nicht so einfach ist, weil die Fläche so riesig ist - geht man sich da eventuell eher friedlich aus dem Weg, so nach dem Motto: "Der Aufwand ist uns zu groß, da nehmen wir lieber das Reh"?

    Keine Ahnung, aber irgendwie war ich froh, auch mal von einem Bauern zu hören, den die Sorge (noch) nicht so frißt - und ich hoffe sowas von sehr, dass das auch so bleibt!

    Unser erste Hündin war schon als Welpe "Einzelhund" - die war zwar die Ranghöchste im Wurf, saß aber am liebsten abseits auf einem Stein und beobachtete ihre spielenden Geschwister in aller Seelenruhe, ohne mitzumachen. Obwohl sie im Laufe ihres Lebens ständig mit anderen Hunden zusammenkam und sich auch - zu ihren Bedingungen - sehr gut vertrug, hatte man immer das Gefühl, sie braucht die nicht wirklich. Sie zog Menschengesellschaft und "ernsthaftes Arbeiten" einfach jeder Interaktion mit Hunden vor.

    Diese Hündin hatte dann Welpen, und wir haben einen Rüden behalten. Nicht für sie, sondern weil er sich meinem Vater so total angeschlossen hatte. Mutter und Sohn haben dann neun Jahre lang absolut friedlich nebeneinander hergelebt, ohne jede Aggression, aber auch ohne großes Interesse aneinander. Der andere war halt da, aber das war auch alles. Sie hatten einen anderen Bezugsmenschen innerhalb der Familie, ein anderes Temperament, andere Interessen. Spielen oder Kontaktliegen gab es nie, und jeder Hund schien froh, wenn er mit "seinem Menschen" allein was unternehmen konnte.

    Als die Hündin dann starb, blühte der alte Rüde auf noch nie in seinem Leben - er fing sogar plötzlich, mit neun Jahren, das erste Mal zu spielen an und war aufgeschlossener, als er es je gewesen war. Er schien regelrecht aufzuatmen, dass die strenge Alte endlich weg war.

    Wir hatten da also ganz eindeutig zwei Einzelhunde vergesellschaftet - gehabt haben beide von dieser Gesellschaft wohl eher nichts.

    Das mit den Sozialkontakten unterliegt genauso der Mode wie alles andere in der Hundehaltung:

    Als ich in den Siebzigern anfing, wäre niemand auf die Idee gekommen, seinen Hund für "Sozialkontakte" einfach in andere brettern zu lassen - man ging erstmal davon aus, dass fremde Hunde unverträglich sind, sicherte sie entsprechend und sprach mit dem Halter. Sprach nichts dagegen, durften sie sich beschnuppern, und oft ergaben sich Gassifreundschaften daraus - aber "Sozialkontakte" als Pflicht gab's nicht. Wenn man die gerne wollte, wurde man oft ein bißchen schräg angesehen, weil's nicht normal war. Lief für uns aber super, selbst mit Dreierrudel haben wir viele nette Hunde kennengelernt.

    Zwanzig Jahre später, ziemlich genau mit dem Aufkommen der Hundeschulen, hatte sich das Blatt völlig gewendet - da ließ jeder jeden Hund in jeden rasseln, Motto "Die müssen das unter sich ausmachen, und sch*** auf die Folgen, Hunde brauchen das". Wer das nicht wollte, wurde sehr schräg angesehen, weil Vorsicht ja nicht normal war, Hunde brauchen...usw. Eine Vorgehensweise, mit der mein kerniger junger Airedale im Handumdrehen zum Mobbingopfer wurde.

    Dann, mit dem Hundepädagogik-Boom, gab's Sozialkontakte nur noch pädagogisch überwacht. Sprich: dasselbe wie oben, aber noch mit fachkundigen Kontakten vom Rüpel-Frauchen garniert: "Der sozialisiert Ihren jetzt mal richtig - das brauchen Hunde!" Mittlerweile hatte ich einen kleinen Hund, hab mir für den einen großen Bodyguard ausgeliehen, als es zu schlimm wurde, und so sind wir unbeschädigt durch diese Zeit gekommen. Ich war inzwischen, nach dem Fiasko mit dem Airedale, ohnehin sehr vorsichtig mit "Hunde brauchen...." geworden.

    Inzwischen scheint das Pendel ja wieder ein bißchen in Richtung "Hund muß nicht unbedingt mit jedem" zurückzuschwingen, was ich für sehr begrüßenswert halte. Praktisch macht sich das hier noch nicht bemerkbar - aber vielleicht kommt das ja noch? Und vielleicht sind wir eines Tages ja wieder beim andere Extrem?

    Ich laß mich überraschen - und mach inzwischen, was ich für den jeweiligen Hund am sinnvollsten finde.