Kann man da nicht noch ein bißchen upgraden? Etwas Butter auf die Kekse oder so? Oder ist er clever genug, so einen Täuschungsversuch zu merken und abzulehnen?
Beiträge von terriers4me
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Genau - dieses Austicken kommt immer gern, sobald Rückendeckung von andere Hunden da ist.
Ich lasse meinen Russell deswegen auch nicht mehr mit mehreren Hunden spielen, wenn ein deutlich Schwächerer, Kleinerer dabei ist. Zu zweit ist das völlig OK, aber sobald die anderen die "Beute" auf dem Boden haben, fängt der Terrier gern an zu jagen, also aufgeregt zu schnappen und sich richtig reinzusteigern. Einem Labbi ist das immer noch egal, einen sanften Spaniel erschreckt das schon fürchterlich.
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Und genau das halte ich für schlichtweg illusorisch, einmal wegen der hier ja nun ausgiebig diskutierten technischen Schwierigkeiten mit 50 Metern Strippe.
Zum anderen, weil ich nicht glaube, dass ein so gestrickter Hund auf eine so weite Entfernung im Moment schon profitiert. Später sicher, jetzt sicher noch nicht, bis ihm wirklich in Fleisch und Blut übergegangen ist sich bei (Hunde-)Sichtungen generell an Frauchen zu orientieren. Um das einzuüben, wäre so ein Radius m.E. noch viel zu groß - aber wie ich das lese, sind die 50 Meter ja nun eh vom Tisch?
OK, 20 Meter Schleppleine finde ich auch noch zu gefährlich für alle Beteiligten, aber ich kann diesen Dingern eh nichts abgewinnen. Das ist dann ja die Entscheidung der TE, der ich natürlich sehr wünsche, dass es glattgeht.
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Oder diese ehrliche Einschätzung des eigenen Hundes (Hervorhebung von mir)?
"Er ist nach einem isolierten Leben komplett ohne Spaziergänge, erst noch dabei die Körpersprache von Artgenossen lesen zu lernen und interpretiert alles übermäßig schnell als Bedrohung.
Seine Fortschritte sind riesig aber noch labil.Er liebt es schnell und weit zu laufen...
Zwar hat er einen Maulkorb, aber auch damit könnte er sich gut Ärger einhandeln oder auch beispielsweise eine Hündin mit Epilepsie die hier manchmal unterwegs ist "zu tode" erschrecken."Für mich liest sich das übersetzt: ein unsicher-aggressiver Hund, der andere Hunde massiv angeht ("sehr provokativ") und zu allem Überfluß auch noch gerne weit vorläuft.
Also nicht unbedingt das ,was man draußen gerne ungesichert antreffen möchte - das sieht und beschreibt Mona selbst doch ganz klar?
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" Ayuin ist unverträglich und sehr provokativ."
Wie würdest du das denn übersetzen?
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Wenn dein Hund unverträglich ist, würde ich mit ihm üben, den Zehnmeter-Radius generell nicht zu verlassen, damit du immer früh eingreifen kannst. Lockern kannst du das später immer noch, in dem Maße, in dem er abrufbar ist. Auch wenn er gerne weit läuft - hier geht Sicherheit doch erstmal absolut vor.
Fünfzig Meter Abstand sind da m.E. sind VIEL zu weit - da kannst du mit und ohne Schleppleine nicht mehr angemessen reagieren. Ich würde mich echt bedanken, wenn ich mich um einen aggressiven Hund kümmern müßte, der 50 Meter von seinem Besitzer entfernt ist. Womöglich zur Krönung noch mit so einem gefährlichen Bändsel dran, das sich prima um beide Hunde samt Mensch wickeln kann.
Auch zwanzig Meter würde ich schon für bedenklich halten, diesmal allerdings um deiner eigenen Sicherheit willen. Damit hat sich hier ein sehr standfester, kräftiger HH häßlich verletzt, als sein Schäferhund wirklich durchstartete.
Und nicht zuletzt: Ich find's auch unfair dem Hund gegenüber, wenn er den ganzen Kladderadatsch nachschleppen muß und sich bei jedem kleinen Hindernis einen Ruck einfängt. Sensibler und aufmerksamer wird er davon nicht!
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Da war's auch hell, oder? Es geht ja meist mit gestörtem Dämmerungssehen los, und schon das reicht, um einen sensiblen Hund konfus zu machen.
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Ich war bis jetzt froh über das Gewolfte, weil mein gieriger Hund sich an ganzen Stücken schon ein paarmal fast ins Jenseits befördert hätte. Die schlingt selbst für eine Schlingfresser suizidal. Komischerweise aber nur bei purem Fleisch, sobald Knochen oder Knorpel drin sind, wird sie vorsichtiger.
Jetzt hab ich leider den Lieferanten wechseln müssen, und bei Tackenberg ist vieles eher Brei als noch erkennbares Fleisch, mit einer auffallenden Menge an Sehnen- und Fettmatsch sowie ungewohnt viel Wasser beim Auftauen. Da hab ich auch den deutlichen Verdacht, dass es hier um das Untermogeln von Minderwertigem geht.
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Oh, ich sehe jetzt erst, dass du einen Weimaraner und einen Jack Russell im Rudel hast. Da hast du tatsächlich die Antwort: So viel Jagdtrieb so dicht unter der Oberfläche, dass etwas Zappelndes und Schreiendes am Boden es einfach "klick!" machen läßt.
Das hat absolut nichts damit zu tun, dass die Hunde sich sonst sehr mögen, es geht hier ja nicht um Aggression, sondern ums Jagen. Das ist einfach ein so mächtiger Auslöser, dass sie über dem Reiz in dem Moment alles, wirklich alles vergessen. Deshalb hast du auch den Eindruck, dass sie hysterisch sind. Im gewissen Sinn ist das auch so: sie flippen von jetzt auf gleich total aus und sind nur noch aufs Beutemachen fokussiert.
Wenn du jetzt weißt, dass deine Hunde so reagieren können, mußt du in solchen Situationen tatsächlich sehr vorsichtig sein und sie unter Kontrolle halten. Denn, wie gesagt: da kann es auch mal Tote geben.
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Ist leider normal so: ein "Opfer" das auf dem Boden liegt und schreit, ist für viele Hunde ein unwiderstehlicher Reiz. Vor allem natürlich für Jagdhundetypen und Terrier - mein Terrier würde da auch erstmal draufgehen und später fragen, wer das eigentlich ist.
Dazu noch die Rudeldynamik, wenn's mehrere Hunde sind - so hat es durchaus schon Tote gegeben.