Beiträge von terriers4me

    Er ist black & tan (schwarz-rot), das stimmt - aber die Farbe existiert bei Jack Russells schlicht und ergreifend nicht. Die sind IMMER weißgrundig, zieh dir mal den Rassestandard aus dem Internet. Ein black & tan-Hund kann niemals ein reinrassiger Jack oder Parson Russell sein - so einfach ist das wirklich.

    Ich hoffe mal für euch, dass ihr da keinen Rassehundepreis bezahlt habt, dann seit ihr reingefallen - das Hündchen an sich ist ja trotzdem goldig.

    Absolut entzückend, der Knopf, aber ganz sicher kein Jack Russell. Diese Farbe gibt es in der Rasse nicht, der Kopf sieht völlig anders aus, und, wenn das Foto nicht trügt, sind die Beinchen so stämmig, dass er größer werden könnte. Das ist einfach ein ganz goldiger Mix!

    Nicht nur manche Hunde und Katzen lernen mit Verkehr umzugehen. Hier haben wir mal den legendären Kurti, der auch keine Leine gebraucht hätte- der weiß als Kulturfolger offenbar genau, was es mit einer Straße auf sich hat:

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    Mir würde da noch ein Grund einfallen, auch wenn der ebenso doof ist: Für mich in meiner Jugendtorheit war es damals ebenso feststehend, dass dieser Hund keine Fehler macht, wie dass er schwarz war. Ich hatte wirklich unbegrenztes Vertrauen.

    Dass man sowas bei einem Lebenwesen eben genau NIE voraussetzen darf, hat die Hündin mir dann ja eindrucksvoll demonstriert - zum Glück mit glimpflichem Ausgang.

    Aber die Zeitspanne, in der meine Hündin auf der anderen Straßenseite auf Handzeichen brav "down" machte, während ich auf eine Lücke im Verkehr warten mußte, um zu ihr zu kommen, war wirklich einer der längsten, schlimmsten Momente meines Hundehalterlebens - und hat für mich alles verändert.

    Sich nach so einer Beinahe-Katastrophe einzugestehen müssen, dass man zum Dank für das ungewöhnliche Entgegenkommen des Hundes eigentlich immer mit seinem Leben gespielt hat, ist schon ein Schock. Für mich war es so einer, dass ich seit diesem Moment nie, wirklich nie mehr unvorsichtig gewesen bin und grundsätzlich lieber zehnmal zuviel als einmal zuwenig anleine.

    In einem etwa hundert Jahre alten Terrierbuch habe ich mal etwas gefunden, das einer Anleitung zum Suchen solcher "Superhunde" ähnelt. Da stand sinngemäß: Wenn du einen Hund suchst, der später mal mit vollem Herzen bei der Arbeit sein wird, such dir aus dem Wurf genau den aus, der nicht mit seinen Geschwistern tobt, sondern ruhig und gelassen ein Stück abseits sitzt und das Ganze beobachtet - der hat das richtige "working brain".

    Ob man das generalisieren kann, weiß ich nicht, aber meine erste Hündin war ganz genau so. Deshalb wollte ich sie eigentlich gar nicht haben, sondern lieber eins ihrer fröhlichen Geschwister. Sie war der Welpe, der nicht spielte, sondern ruhig wachte, die konzentriert beobachtende Jugendliche, und immer der Hund, der vernünftig und ernst darauf wartete, was anlag, und das dann erledigte - allerdings durchaus nach ihrem eigenen Gusto (immerhin war sie ein Viertel Dackel!).

    So hat sie mich ein Leben lang mit dieser unglaublichen Zuverlässigkeit begleitet - ich finde auch, man sah ihr die irgendwie am Gesicht an:

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    Das wird er meiner Erfahrung nach auch, fragt sich nur, wann. Bei und hat's bis zum Beinahe-Knall elf Jahre gedauert, aber irgendwann passiert es eben doch.

    Meine Studienfreundin hatte auch so einen Superhund, der mit ihr leinenlos in ganz Europa unterwegs war. Getötet worden ist er dann auf dem heimischen Zebrastreifen...

    Wir haben hier ein Gartenklo angelegt, als meine Hündin erblindete und zunächst Angst hatte, sich draußen zu lösen. Der nächste Welpe hat es dann, wohl wegen des Hundegeruchs, sofort auch angenommen, was natürlich total super für die Stubenreinheit war. Jetzt existiert es nur noch fürs letzte Abendpinkeln - mit dem Erwachsenwerden hat sich meine Hündin entschlossen, ihre größeren Geschäfte lieber nicht mehr im Garten zu verrichten. Aber für den Notfall (wir hatten letztens eine verletzte Pfote) ist sowas einfach superpraktisch.

    Ich hab den Platz unter einem großen Busch ausgesucht, den ich anders eh nicht nutzen kann, und benutze auch Rindenmulch. Meine Erfahrungen über die Jahre sind da sehr gut gewesen: Ich streue die Stelle regelmäßig mit Kalk oder Urgesteinsmehl ab, dann stinkt und schimmelt nichts, harke ein bißchen, und bevor nächste Schicht Mulch obendrüberkommt, packe ich noch Kompost dazwischen. So verrottet alles schön gleichmäßig und geruchfrei.