Beiträge von terriers4me

    Es scheint Hunde zu geben, die einfach dazu neigen. Meine erste Russellhündin bekam grundsätzlich von jeder Spritze eine Riesenbeule. Ihre Nachfolgerin - gleiche TÄ, gleiche Impfungen - hat nie was.

    Ich hab mich auch bei der ersten Riesenbeule fürchterlich erschrocken - aber zum Glück gehen die Dinger wirklich von selbst weg.

    Ich begrüße meinen Hund bei jedem Heimkommen freundlich, ohne aber total auszuflippen und die Situation damit hochzudrehen. So nach dem Motto: "Ich bin's, du hast es prima gemacht, und alles ist normal."

    Der Rat, den Hund total zu ignorieren, ist mir immer irgendwie schräg vorgekommen. Ich kenne nämlich kein sozial lebendes Tier, bei dem nicht eine kurze "Begrüßung" ausgetauscht wird, wenn ein Gruppenmitglied alleine weg war und zurückkommt. Oft ist es nur ein kurzes Schnuppern, ein Kopfdrehen oder ein Laut. Kein großes Drama also, aber irgendeine Reaktion ist immer.

    Insofern ist es mir ein ewiges Rätsel, was ein Hund eigentlich aus totalem Ignorieren lernen soll - außer, dass Menschen nun einmal sonderbar sind und keine Ahnung von Manieren haben?

    Ist hier ähnlich, die ranghöchsten Ältesten, ein Schwesternpaar, haben sich die Gockel-Aufgaben geteilt. Eine sorgt für Ordnung unter dem Jungvolk, die zweite wacht und gibt notfalls LAUT und ausdauernd Alarm - auf den die anderen auch sofort reagieren.

    Krähen können mehrere der Damen, wenn auch sehr rostig. Das hab ich gemerkt, als hier im Viertel ein Haus abgerissen wurde und die Hühner von dem Lärm offenbar derart genervt waren, dass plötzlich einige anfingen "gegenanzukrähen".

    Kommt, glaube ich, auf den Hahn an - da gibt es ja vom nervigen Serienvergewaltiger bis zum souveränen, freundlichen Chef alle möglichen Charaktere.

    Meinen Hennen sind alleine auch sehr ruhig, friedlich und wohlorganisiert. Aber ich hab bei Bekannten einen Zwerghahn erlebt, der sich für seine beiden Damen buchstäblich aufrieb, sie rund um die Uhr fütterte, betüterte und abseits Wache stand, wenn sie grasten - das würde ich meinen Mädels manchmal auch gönnen.

    Andererseits gibt es wirklich auch regelrechte Ekel-Hähne. Damit tröste ich mich immer: ohne so einen sind sie auf jeden Fall besser dran - und ich muß hier niemanden in den Suppentopf stecken...

    Eigentlich ist es besser, ja - ein guter Hahn sorgt für Ruhe in der Gruppe und paßt auf seine Damen auf. Aber wenn es nicht geht, so wie hier (die Nachbarn würden uns...), kommen die Mädels auch sehr gut alleine zurecht.

    Zumal ich niemanden schlachte, also auch die älteren und alten Hennen weiter mitlaufen. Die sorgen auch für ein stabiles soziales Gefüge und haben sich einige "Hahnenaufgaben" untereinander aufgeteilt. Nur züchten kannst du so natürlich nicht!

    Ich würde sie auch kastrieren lassen, so lange sie noch halbwegs fit ist. Bei meiner damals noch sehr jungen Hündin haben wir ein Vierteljahr rumgedoktort, weil ich eine so frühe Kastration umgehen wollte - umsonst.

    Ich habe dann später mit einer anderen TÄ darüber gesprochen, und die meinte, egal, was man unternimmt - spätestens bei der nächsten Läufigkeit ist das Problem fast immer wieder da.

    Dann wäre deine Hündin schon wieder ein halbes Jahr älter und vielleicht angeschlagener. Ich würd mich auch nach einer möglichst schonenden Narkose umsehen, sie eventuell sogar in die Klink bringen, damit sie besser überwacht werden kann - aber kastrieren lassen würde ich sie, weil mir das Risiko sonst einfach zu hoch wäre.