Ich mag generell keine Hunde im Badezimmer, also lief das hier so: Welpe, acht Wochen, kommt am ersten Morgen mit ins Bad. Fängt natürlich an zu fiepen, sobald ich in der Duschkabine verschwinde. Was ja erstmal überhaupt nicht schlimm ist, sondern einfach eine Kontaktaufnahme: "Hier bin ich, wo bist du?" Wir unterhalten uns also durch die geschlossene Kabine, während ich dusche, und schnell hat der Welpe kapiert, dass ich nicht verloren bin, wenn sich eine Tür zwischen uns schließt, sondern gleich wieder auftauche.
An diesem Punkt (daran zu erkennen, dass der Zwerg ruhig wird und lieber im Bad auf Abenteuer ausgeht) gehen wir eins weiter: Der Welpe bleibt jetzt vor der geschlossenen Badezimmertür, bis ich ganz fertig bin - im Bedarfsfall unterhalten wir uns noch durch die geschlossene Tür, aber auch das wird dem Kleinen bald langweilig. Er weiß ja schon, dass ich eh wiederkomme, hört also bald auf zu piepen und fängt an, sich Beschäftigung zu suchen.
Worauf wir noch etwas weitergehen: Es gibt eine wunderbare Pansenkaustange oder sonstwas Tolles, und der Welpe bleibt damit, solange ich im Bad bin, im Wohnzimmer. Tür erst offen, dann zu. Kommt nochmal ein Piepser, gebe ich kurz Antwort, mehr aber nicht. Wichtig ist hier wie überall ,dass man da kein Drama veranstaltet, sondern nur eine kurze "alles ist gut"-Rückversicherung gibt. Und auch mal sehr durch die Türen lobt, wenn alles still bleibt.
Hat bei uns ungefähr eine Woche gedauert, dann lief das Kleinteil von selbst auf den Hundeteppich im Wohnzimmer, wartete auf den Kauspaß und beschäftigte sich damit, bis ich wiederkam. Mit diesem Start war dann das erste richtige Alleinbleiben auch kein Drama mehr.