Beiträge von terriers4me

    Hunde werden ja nun nicht in den Garten "geschmissen", um da rücksichtslos zu töten. Sie halten sich im eigenen Revier auf, das eigentlich schon rund um die Uhr gesichert ist, nämlich per Zaun.

    Die Forderung, da noch erst jedes Mal (!) den eigenen (!) Garten nach Katzen abzusuchen, finde ich genauso logisch wie die, eine Freigängerkatze ständig zu begleiten, damit sie sich nicht an den Meerschweinchen/Kaninchen/Volierenvögeln des Nachbarn vergreift.

    Den letzten wirklich brenzligen Hund-Katze-Zwischenfall hatten wir hier übrigens zu verzeichnen, weil eine Katze dermaßen konzentriert dabei war, sich an unsere Zwerghühner anzuschleichen, dass sie dabei offenbar nicht gemerkt hat, dass der Hund aus der Tür kam. Ging gottseidank gut, aber wäre da was passiert, hätte ich die Verantwortung eher nicht beim Hund gesucht.

    Ich mag generell keine Hunde im Badezimmer, also lief das hier so: Welpe, acht Wochen, kommt am ersten Morgen mit ins Bad. Fängt natürlich an zu fiepen, sobald ich in der Duschkabine verschwinde. Was ja erstmal überhaupt nicht schlimm ist, sondern einfach eine Kontaktaufnahme: "Hier bin ich, wo bist du?" Wir unterhalten uns also durch die geschlossene Kabine, während ich dusche, und schnell hat der Welpe kapiert, dass ich nicht verloren bin, wenn sich eine Tür zwischen uns schließt, sondern gleich wieder auftauche.

    An diesem Punkt (daran zu erkennen, dass der Zwerg ruhig wird und lieber im Bad auf Abenteuer ausgeht) gehen wir eins weiter: Der Welpe bleibt jetzt vor der geschlossenen Badezimmertür, bis ich ganz fertig bin - im Bedarfsfall unterhalten wir uns noch durch die geschlossene Tür, aber auch das wird dem Kleinen bald langweilig. Er weiß ja schon, dass ich eh wiederkomme, hört also bald auf zu piepen und fängt an, sich Beschäftigung zu suchen.

    Worauf wir noch etwas weitergehen: Es gibt eine wunderbare Pansenkaustange oder sonstwas Tolles, und der Welpe bleibt damit, solange ich im Bad bin, im Wohnzimmer. Tür erst offen, dann zu. Kommt nochmal ein Piepser, gebe ich kurz Antwort, mehr aber nicht. Wichtig ist hier wie überall ,dass man da kein Drama veranstaltet, sondern nur eine kurze "alles ist gut"-Rückversicherung gibt. Und auch mal sehr durch die Türen lobt, wenn alles still bleibt.

    Hat bei uns ungefähr eine Woche gedauert, dann lief das Kleinteil von selbst auf den Hundeteppich im Wohnzimmer, wartete auf den Kauspaß und beschäftigte sich damit, bis ich wiederkam. Mit diesem Start war dann das erste richtige Alleinbleiben auch kein Drama mehr.

    Ich glaube, deine Probleme nennt man "Kaufreue" - eigentlich hat man genau das Richtige getan/angeschafft, aber....

    Mir hat mal ein weiser Mensch erklärt, das das eigentlich ein sehr gutes Zeichen ist, weil es bedeutet, dass einem die getroffene Entscheidung wirklich wichtig war, die Anschaffung wirklich viel bedeutet - sonst würde es einen ja nicht so beschäftigen.

    Das Heilmittel ist da einfach Zeit - laß die Dinge sich entwickeln, damit du ebenso ankommen kannst wie Robin. Ist schließlich für alle ein Riesenschritt!

    Daumen gedrückt, dass er bald glücklich ankommt - ist ja auch alles verdammt viel für so ein kleines Hundehirn.

    Sehbehinderung ist zwar doof, aber auch nicht das große Drama. Damit sollte er gut klarkommen, sobald er wirklich "zuhause" ist - trotzdem drücken wir auch die Daumen dafür, dass es nichts ist, was beide Augen betrifft.

    Wir haben heute beim Spazierengehen einen fünf Monate alten Minibully kennengelernt - Herrgott, war der knuffig! Dem strahlte die Freundlichkeit wirklich aus dem grinsenden Gesicht, und es war vielleicht ganz gut, dass eine Leute ihn nicht hergeben wollten.

    Wir hätten den sofort eingepackt, wenn er auch irgendwie gewöhnungsbedürftig war: Der Terrier konnte gar nicht fassen, weshalb ein Hund, der so schön rangeln kann, dann nicht auch ordentlich ins Rennspiel einsteigt (Kommentar von Frauchen: "Dafür isser zu faul!") .
    Und falls ich meinen Terrier je "grobmotorisch" genannt haben sollte, entschuldige ich mich tausendmal - der Bully war dagegen wirklich eine kleine lebende, knutschende Dampfwalze.

    Unglaublich niedlich, und ich muß mich hier gerade SEHR energisch daran erinnern, dass ich keinen zweiten Hund will. Eigentlich.