Bei uns ist die kleine Extraschräge an der ganzen Sache noch die, dass mein Hund nur so hassig auf Katzen reagiert weil er zweimal von Freigängern im eigenen, umzäunten Garten angegriffen wurde.
Das erste Mal hat er mit neun Wochen die neugierige Welpennase in einen Busch gesteckt, raus kam eine Krallenpfote und zog ihm einen tiefen Kratzer über die Nase, bevor die Katze floh. Der kleine Terrier schrie zwar, wollte aber sofort wütend hinterher.
Weil ich ja weiß, dass Terrier zu dem neigen, was man so schön "Raubzeugschärfe" nennt, hab ich immer großen Wert darauf gelegt, dass meine anständig mit Katzen klarkommen. Also auch mit diesem Welpen geübt und geübt, dass Katzen eigentlich ok oder zumindest neutral sind, und so halbwegs ging's dann wieder. Nicht so gut wie bei den Vorgängern, aber immerhin.
Bis eines Sommermorgens eine dicke Katze hier auf der Einfahrt saß und, bevor ich noch reagieren konnte, aufgeplustert und fauchend auf den kleinen Hund losging. Ich habe noch nie einen Hund so rasend schnell so explodieren sehen. Die Katze kam gerade noch über den Zaun, und für den Terrier war fortan alles klar: Katze = FEIND!
Da half dann auch kein Erziehen mehr, die Lektion saß. Seitdem habe ich meinen ersten echten Katzenhasser an der Leine, und der Hund meint das leider ernst. Ich finde das extrem nervig: Ich muß jetzt ein Hundeleben lang andere Katzen vor einem Problem schützen, das uns Freigänger erst eingebrockt haben.